Alles hat ein Ende… auch die KSCOPE16

Es war wieder eine lehrreiche Woche, in der ich von Präsentation zu Präsentation gewandert bin und in den Pausen mit Gleichgesinnten ausgetauscht habe. Die Konferenz hat für mich immer eine wichtige soziale wie auch technische Seite.

So trifft man Personen, die man bisher nur von den Social Media her kennt. Eine solche Person ist John Goodwin. Jeder, der einmal im Oracle Technology Network (OTN) war, kennt diesen Namen denn die meisten Antworte kommen von ihm. Zu jeder Tageszeit, an allen Tagen der Woche… Es wurde in der Community schon gerätselt, ob er ein Mensch ist oder eine Gruppe von Personen, die sich unter diesem Alias auf OTN bewegen. Andere dachten, dass es eine Maschine wäre, ein Oracle Projekt mit künstlicher Intelligenz, ein Bot um Fragen zu beantworten…

Nun, der Beweis ist da: Auf der KSCOPE habe ich endlich mal John Goodwin getroffen und mit ihm gesprochen! Er ist echt! Und sehr freundlich und liebenswert. Wir haben uns unterhalten über OTN und was uns so bewegt.

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Abbildung 1: John Goodwin und Philip Hulsebosch auf der KSCOPE16.

 

Auch gab es wieder eine große Ausstellerfläche. Dort konnte man auch dieses Jahr wieder das deutsche Unternehmen Cubus finden. Es präsentierte die Version 8 des cubus EV. Jetzt mit einer neuen Charting-Engine, die eine größere Auswahl an Diagrammtypen bietet. Der cubus EV hat auch in den USA schon viele Benutzer und es gab viel Interesse bei den Konferenzbesuchern an diesem Reportingtool auf Oracle Essbase.

 

Essbase Cloud

Einer der Höhepunkte war die Demonstration der Essbase Cloud Service (EssCS). Nicht nur weil es eine Cloudanwendung ist, sondern weil diese Funktionalität auch in der normalen Nicht-Cloud kommen wird. Alles, was ich hier zu diesem Thema schreibe steht nach wie vor unter der Oracle Safe Harbour  Gewährleistung.

Es kommt ein wichtiger Paradigmenwechsel auf uns zu: Essbase kommt wieder zurück zum Poweruser, der selbstständig seine Modelle machen kann, selbst Daten hoch lädt und selber seine Berechnungen schreibt. Es wird wie am Anfang von Essbase, wo der Poweruser einen 486-er unter seinem Schreibtisch hatte und am Novell-Netzerk hing. Der Begriff „Excel on Steroids“ kam einige Male vor. Tatsächlich, es wurde ein Excel-Blatt hochgeladen mit Dimensions-Elementen in den Zeilen und  Spalten und Daten im Raster. In einigen Schritten wurde hieraus eine Outline erstellt und die Daten hochgeladen. Da war ich aber baff…

Ein zweites Beispiel war eine formatierte Excel Datei ohne Bewegungsdaten, aber mit Dimensionen und Hierarchien. Element-Formeln, Alias-Umschreibungen etc.. Daraus konnte direkt ein komplettes Essbase Modell erstellt werden. Der Standard Speichertyp wird Hybrid sein. Es wurde aber betont, dass Oracle dieses als BSO mit ASO-Funktionalität sieht. Es wird je nach Anforderung umgeschaltet. So haben wir ein Calc-Script gesehen, dass in einem Teil die ASO Funktion verwendete, aber in einem anderen Teil im BSO-Modus unterwegs war. Es werden interessante Zeiten für das Tuning.

Andere neue Themen sind Sandboxing, oder übersetzt, Sandkästen. Ein Benutzer kann einen Teil des Essbase-Modells separat setzen, dort seine Anpassungen machen und wenn er will, diese mit dem Kernmodell zusammenführen.

Es wurde kein Zeitraum genannt, wann die Essbase Cloud Service verfügbar sein wird. Aber wenn es soweit ist, werde ich hierüber bestimmt in diesem Blog schreiben.

Auch wurde der Schleier zur 12c Version ein wenig angehoben und ich werde in einem anderen Beitrag die Kernthemen beschreiben wie das Ende der Essbase.sec Datei und vieles mehr.

 

Enterprise PBCS (EPBCS)

Dieses ist die Erweiterung von der Planning and Budgeting Cloud Service mit vier Modulen oder Applikationen. Direkt vorweg: Es ist nicht vergleichbar mit den schon bekannten Applikationen von Workforce, Capex und Financial Project Planning. Es handelt es sich um neu überarbeitete Applikationen, die es jetzt nur in der Cloud gibt.

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Abbildung 2: Logo der Enterprise Planning Cloud.

Wo das PBCS ganz „Nackt“ kommt, sind in der EPBCS direkt schon Kontenpläne, Kostenstellen und andere Dimensionen vorhanden. In der Accounts-Dimension gibt es schon die Treiber und KPI’s. Zusätzlich auch die Berichte, Dashboards und Datenformulare und vieles mehr. Alles zum großen Teil schon fertig für die Planungsprozesse.

Diese Module sind:

Financial Statement Planning – integrierte G&V, Bilanz und Cashflow Planung. Dieses muss nicht notwendigerweise alles in einem Mal im Betrieb ausgerollt werden, es kann auch nur der G&V Teil verwendet werden.

Workforce Planning – traditionelle Personalplanung, erweitert um strategische Personalplanung. Hier gibt es „Assistenten“ für das Anlegen von Berechnungen wie z.B. Lohnsteuer. In der strategischen Personalplanung geht es darum, die benötigten Kenntnisse und Fertigkeiten bei den Beschäftigten aufzubauen.

Capital Asset Planning – Investitionsplanung in der treiberbasierte Abschreibung und Tilgung berechnet werden. Auch kann eine Cashflow Planung erstellt werden, in der Kauf oder Leasing Optionen verglichen werden können.

Project Financial Planning – Integrierte Projektplanung. In diesem gibt es weniger Detaillevel als wir das aus „Financial Project Planning“ kennen.

Es ist möglich, die verschiedenen Module einzeln zu aktivieren, wobei es keine vordefinierte Reihenfolge gibt. Es kann also mit der Investitionsplanung angefangen werden und wenn man will, dieses erweitern mit Integrierte Projektplanung.

 

CubeSavvy

Zum Tool CubeSavvy waren Harry Gates und ich dann dran. Die Präsentation war gut und die Botschaft kam an, denn es gab viele weiterführende Fragen aus dem Publikum. Wir hatten uns ein Rollenspiel ausgedacht, von einem Essbase-Admin der CubeSavvy bedienen konnte (Harry) und einem Controlling-Manager, der allerlei Wünsche hatte (Philip). Es war sehr lustig, denn den ganzen Tag wurde ich noch darauf angesprochen und es gab auch einige Tweets hierzu.

Eine Neuerung ist der Excel Addin ohne Excel. Es ist ein AddIn im Browser mit dem man Berichte erstellen und Daten abrufen kann. Alles mit dem Java API und dem Provider Service (nein, nicht den SmartView Provider).

Auch hierzu werde ich noch einen Beitrag schreiben. Ich hoffe, ich kann dieses Tool bei meinem heutigen Kunden ein wenig Testen, denn eine Installation ist nicht notwendig.

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Abbildung 3: Harry Gates in der Cubesavvy Präsentation.

 

Applied Olap hatte mich noch eingeladen zu ihrem After-Conference Meetup im Hancock-Tower auf dem 95-sten Stockwerk. Wir hatten wirklich einen tollen Ausblick über Chicago mit einem schönen Sonnenuntergang. Natürlich hat das abgelenkt während der vielen interessanten Gesprächen mit US Amerikanische EPM Benutzern.

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Abbildung 4: Aussicht von dem 95. Stock.

Und so habe ich wieder viele Erfahrungen gesammelt.

Ihr Philip Hulsebosch.

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