Ankündigung: Oracle Essbase Cloud Service

Auf der Oracle Open World wurde uns der „Oracle Essbase Cloud Service“ (ESSCS) vorgestellt. Es ist der dritte Service in der Enterprise Performance Management Palette neben „Planning and Budgeting Cloud Service” und „Enterprise Performance Reporting Cloud“. Auch dieser Dienst wird als “software as a service” (SAAS) mit dem Abo-Modell „Benutzer pro Monat“ angeboten.

Ich vermute, diese Software wird zum Frühjahr 2016 verfügbar sein. Diese Informationen habe ich aus Präsentationen und Gespräche bekommen und möchte diese gern weiterreichen. Natürlich gilt immer das von Oracle bekannte „Safe Harbour“, und das reiche ich ihnen hier auch so weiter.

Wie auch bei den anderen Diensten, ist die Benutzeroberfläche auch wieder „Simplified Interface“, welches auch mit einem Tablet Computer bedient werden kann. In Abbildung 1 sehen sie die Benutzeroberfläche.

EssCS-UserInterface

Abbildung 1: EssCS Benutzeroberfläche mit dem Outline Editor.

 

Das Konzept, welches Essbase Cloud Service zugrunde liegt, ist durch Oracle wie folgt beschrieben:

„A flexible Essbase platform that supports the creation of custom analytic applications for enterprise-wide or departmental analysis, and management reporting in a cloud-based deployment model.“

Hierbei fallen mir die Worte „flexible“, „custom“ und „departmental“ besonders auf. Es steht im Kontrast zu „Exa“ und „Enterprise“. Wenn man dann auch betrachtet, welche neue Funktionalität es im Essbase gibt, dann sieht man Sandboxes (Sandkasten) und Excel als Quelle der Metadaten. Viel kann durch den Endanwender selbst gemacht werden und die technischen Details werden ausgeblendet. Essbase bewegt sich mehr in die Richtung seines Ursprungs, als der Server in Abteilungen unter dem Schreibtisch stand und die Controller selbst die Applikationen erstellten und betreuten.

Steckbrief EssCS

Storage Typ: Hybrid ist der Standard, aber ASO und BSO sind möglich.

Life Cycle Management: Ja

Anzahl der Applikationen: wahrscheinlich 10 und eine maximale Größe pro Applikation.

Frontend Werkzeuge: Smart View (nicht Financial Reports soweit ich weiß)

Admin Werkzeuge: neues, einfaches, webbasiertes Admin Tool. Aber kein EAS, kein Studio.

Logdatei: Ja, aber anderes Format und weniger technisch.

Data load rules: Ja, aber Format und Details fehlen mir noch.

 

Funktionalität

  • Agiles und schnelles Erstellen einer Datenbank durch Hochladen von Excel Arbeitsblättern.
  • Scenario Management = Einfache Version von Workflow Management
  • Sandboxing = einen Teil der Datenbank für eigene Zwecke reservieren. Dieser kann mit dem Rest der Datenbank zusammengeführt werden oder nicht. Diese Funktionalität gibt es auch in der PBCS.
  • Neue, auf Java basierte Architektur.

 

Sonstige Ankündigungen

Was gibt es sonst noch Neues in den nächsten Monaten? Nun, vieles und spannendes. So wurde ein „Web-based Financial Reporting Studio” präsentiert, aber viel spannender wird der „Data Visualization Cloud Service“. Ich kenne die Architektur noch nicht, aber das Ergebnis lässt sich mit Spezialisten wie Tableau Software messen. Angeblich kann man aus Rohdaten, ohne IT Unterstützung, innerhalb von Minuten super Visualisierungen und Grafiken erstellen. Die Ergebnisse waren echt WOW!

Der PBCS bekommt eine XXL Version mit dem Namen „Enterprise Planning and Budgeting Cloud Service“ (EPBCS). Darin können die Module Financial Project Planning, Workforce Planning und CapEx Planning aktiviert werden. Alles zu einem Preis angeblich.

Es gibt also viele Weiterentwicklungen und es wird eine spannende Zeit, um dieses alles zu probieren und bei Kunden zu implementieren.

 

Ihr Philip Hulsebosch.

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