EPM Automate ExportSnapshot

Als Administrator einer Planning and Budgeting Cloud Service (PBCS) Instanz sollte man seine Backups Sicherstellen. Weil dieses eine täglich wiederkehrende Aufgabe ist, sollte diese Automatisiert werden. Dieser Beitrag zeigt ihnen, wie sie in einem Batchverfahren die Snapshot Datei von der PBCS herunterladen können.

Warum das Backup herunterladen?

In der Servicezeit wird durch Oracle ein Snapshot erstellt und auf der Cloud abgelegt. Dieser Snapshot (Momentaufnahme) hat immer den Namen „Artifact Snapshot“ und enthält alle Objekte und Daten. Weil der Name immer gleich ist, überschreibt diese Datei die vom Vortag. Damit kann man nicht ein Backup von vor 2 Tagen einspielen. Wenn man dieses ermöglichen möchte, dann ist es auch so wichtig diese Daten zu sichern!

Warum nennen wir dann nicht einfach das von Oracle erstellte Snapshot um z.B. mit einem Zeitstempel im Namen? Das hat 2 Gründe: EPMAUTOMATE hat keinen Befehl zum Umbenennen von Dateien und die Platte auf der Cloud würde sich schnell füllen. Übrigens, EPMAUTOMATE ist ein Werkzeug zur Automatisierung von Prozesse, welches für viele Oracle Cloud Produkte und damit auch PBCS eingesetzt wird.

In meinem Beispiel erstelle ich selbst ein Snapshot und gebe diesem direkt ein Zeitstempel im Namen mit. Dann lade ich diese Datei herunter und lege diese ab. Aber…. um selbst einen Snapshot zu erstellen, muss es ein Snapshot mit diesem Namen geben – es wird also nicht eine Datei erstellt in dem Prozess. Daher ist der erste Schritt nach dem Login ein Upload dieser Datei.

Und wie geht das?

Zuerst laden wir uns die Export.xml von der PBCS herunter. Diese legen wir in das Arbeitsverzeichnis. Dann zippen wir diese Datei und geben dieser Datei dann den gewünschten Namen mit Datumstempel. Diese fast leere Zip-Datei laden wir hoch und führen das Kommando Exportsnapshot aus. Die Syntax ist:

epmautomate exportsnapshot SNAPSHOT_NAME

Damit füllt sich diese Zip-Datei mit allen Objekten und Daten der Applikation. Diese Datei bringen wir dann in unser Arbeitsverzeichnis und löschen sie auf der Cloud.

In Abbildung 1 sehen sie den Inhalt der Export.xml. Wichtig, der Benutzername und das Passwort wurden entfernt. Diese Datei können sie im Prozess immer wieder verwenden und damit voll- automatisieren.

Inhalt der Export.xml Datei

Abbildung 1: Inhalt der Export.xml Datei.

In der Abbildung 2 sehen sie das Arbeitsverzeichnis. In der Datei 2018-09-29_BackupSnapshot.zip befand sich nur die Export.xml. In der Abbildung sehen sie, dass diese jetzt schon die Objekte der Applikation enthält.

Arbeitsverzeichnis mit Dateien nach dem Prozess

Abbildung 2: Arbeitsverzeichnis mit Dateien nach dem Prozess.

In der Abbildung 3 sehen sie das Skript mit dem ich die Schritte ausführe. Sie sehen dass ich keine Password Datei verwende. Dieses ist eigentlich wohl zu empfehlen, aber wenn man verschiedene PBCS Instanzen mit unterschiedlichen Passwörtern hat, dann muss man auf Klartext zurückgehen. Man könnte diese Login-details auch als Parameter in dem Aufruf der Batchdatei mitgeben, aber so sehen sie die Schritte besser.

Skript zum Erstellen des Snapshots

Abbildung 3: Skript zum Erstellen des Snapshots

Und in Abbildung 4 sehen sie die Logdatei.

Inhalt der Logdatei

Abbildung 4: Inhalt der Logdatei

Fazit

Für einen Backup, der mehr als 24 Stunden zurückgehen sollte, ist es absolut notwendig die Daten herunterzuladen. In dem Beispiel zeigt sich, dass dieses relativ einfach automatisierbar ist mit EPMAUTOMATE.

 

Ihr Philip Hulsebosch.

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