Essbase Anwendertreffen von cubus

Am 14. November war ich auf dem Essbase Anwendertreffen, welches von der Firma cubus organisiert und gesponsored wurde. Das Hauptthema, und wie kann es auch anders sein, war die Oracle Analytic Cloud (OAC). Aus meiner Sicht war es ein sehr erfolgreiches Treffen, weil wir durch den Produktmanager Gabby Rubin einen Ausblick auf die Roadmap bekommen haben und Herr Hettrich aus der Praxis berichtet hat.

Etwa 40 Personen waren zum Anwendertreffen gekommen, um Praxisnahe Berichte über die Anwendung von Essbase zu bekommen, Networking zu betreiben und sich zu informieren wo die Reise hin geht mit Oracle Essbase.

Nach der Begrüßung ging es dann auch direkt los mit der Präsentation „Oracle Product Strategy and Roadmap for Oracle Analytics Cloud“, die durch den Senior Director Business Analytics Product Management Gabby Rubin gehalten wurde.

Abbildung 1: Foliensatz zur Oracle Analytics Cloud Strategy and Roadmap.

Der Produkt Manager zeigte (Safe Harbor applies!), wie die verschiedenen Rollen innerhalb der BI durch Oracle BI bedient werden und wie dieses alles integriert ist. Es gibt die Analysten, die Fachabteilungen und die Information Konsumenten die alle ihre eigene Anforderungen in der Business Intelligence haben.

Ich habe dieses mitgeschrieben und im Original ist es besser, als das ich es ins Deutsch übersetze:

Analysts Smart Exploration and Discovery –          Connect to any data

–          Self Service preparation

–          – Advanced Analytics and Machine Learning

They drive the self-service analytics, they require additional data sets outside the normal stack, they want to access the entire data set, and might want to combine these data sets. Here is where the innovation happens in the business. Here they create the quality insights and use an advanced analytics tool.
Departments Quality Self Service Insights –          Freely explore the data

–          Relay on Data Quality

–          Self Service visualisation and interactive presentation.

In many ways they want to be self-sufficient in the way they explore and visualize the information. So self-service for the department might mean other things than for the analysts.
Enterprise Proactive and Actionable Analytics Access to Dashboard and actionable metrics

Contextual analytics at the operational level

They consume dashboards and traditional reports. Store managers do not want to drag and drop so they can analyse their store. They do not create a new KPI to measure profitability. They use what the Analysts have prepared.

Here the insights are brought into action! Here the business is impacted.

 

Oracle möchte eine vollumfängliche und integrierte Suite unter OAC anbieten. Dieses umfasst auch Essbase, Data Visualization, Enterprise Dashboarding usw.. Hierbei wurde ein „Data Catalog“ präsentiert, wo alle Daten inventarisiert werden, und der das Herzstück werden wird. Leider habe ich jetzt noch keine weiteren Information hierzu.

Abbildung 2: Schema der Oracle Analytics Cloud

 

Statistische Auswertung von Datensätzen (Insights).

Sehr interessant fand ich die Hilfe, die jetzt zur Analyse von Accounts geboten wird. Es wurde ein Beispiel-Datensatz präsentiert mit Personaldaten. Die Frage an 2 Analysten war, welcher Mitarbeitertyp würden schneller das Unternehmen verlassen und warum.

Ohne Analysehilfe könnte ein Analyst auf die Besoldung eingehen und dort ein stichhaltige Analyse mit schönen Grafiken erstellen. Der andere Analyst könnte sich in eine komplett andere Richtung bewegen, z.B. die Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes und damit verbundene Fahrzeiten.

Oracle bringt statistische Methoden an den Start, welche die Datenpunkte, die interessant sind für einen Analysten, in dem Datensatz analysiert und grafisch präsentiert. Hierdurch kann schneller gesehen werden, welche Kombinationen häufiger vorkommen und wo Ausreißer sind.

Abbildung 3: Analyse der Datenpunkte in der Datenquelle.

Oracle Day by Day

Eine der beiden mobile analysis tools die vorgestellt wurden. Day by Day generiert intelligente Berichte, abhängig von wo man sich befindet, was einen interessiert und was mit anderen geteilt wird. So können Nachrichten weitergeleitet werden an einen Ort (z.B. sein Büro oder Hotel), und wenn man dort eintrifft, kommt diese Nachricht auf wiedervorlage.

Oracle Synopsis

Ein schönes Gadget, welches auch präsentiert wurde, ist Oracle Synopsis. Leute, die mich besser kennen, wissen, dass ich fast keine Applikationen auf meinem Smartphone habe. Doch Oracle Synopsis habe ich mir heruntergeladen und habe damit Excel Blätter getestet. Es funktioniert ganz gut und es kann in bestimmten Fällen Geschäftstauglich sein.

Hierzu kommt bald ein separater Beitrag!

Abbildung 4: Die neuen Werkzeuge (Gadgets ? ) für Smartphones.

Praxiserfahrungen mit der Oracle Cloud Service

Auch zum Thema Oracle Cloud Service gab es einen Vortrag von Herrn Hettrich von der Firma cubus, der erste Praxiserfahrungen aus der Beratersicht gab. Es war ein Vortrag aus der Perspektive von einem langjährigen deutschen Oracle Partner und dieses gab wieder andere Schwerpunkte. Der größte Teil der Präsentation war am „lebenden Objekt“, was es für die Teilnehmer sehr interessant machte. Zudem wurden die Antworten auf Fragen oft direkt in der OAC gezeigt.

Herr Hettrich begann damit, dass die Oracle Analytic Cloud (Essbase ist Teil davon) es für den Anwender einfacher und schicker machen sollte, aber der Weg von „Alt“ nach „Neu“ ist immer schwer. Dieses zeigt sich ja auch daran, dass der Classic Excel Add-In auch noch weit verbreitet ist. Aber man muss den Weg gehen.

Desktop

Nach der Anmeldung bekommt der Benutzer, auf Basis seiner Berechtigungen, einen Desktop angezeigt mit mehr oder weniger Kacheln. Unter der Admin Kachel befinden sich z.B. die Logdateien vom Server und den Applikationen und diese haben jetzt im Standard das neue OPN Format.

Unter der Kachel vom Infocenter befinden sich die Handbücher und die Hilfedatei, also hier braucht man nicht mehr lange zu suchen.

Unter Templates befinden sich Applikationen zum Hochladen, die als Startpunkt verwendet werden können.

Berechtigungen

Bei den Berechtigungen gibt es die schon bekannten wie Datenbank Administrator, aber auch zwei neue Rollen: „Database update“ – um Daten zu laden und die „Database Access“ Rolle – für den einfachen Leser. Weiterhin gibt es die Datenbank Filter, die bis auf Zellenebene konfigurierbar sind.

SmartView

Die Cloud wird über die „Private Verbindungen“ im Oracle SmartView for Office eingebunden. Anstatt des Servernamens muss hier die IP-Adresse der AOC eingegeben werden. Danach sieht man wie gewohnt, die Applikationen, auf die ich Berechtigungen habe.

Das SmartView hat in der Essbase Cloud eine wichtige weitere Rolle bekommen, denn hierin gibt es einen neuen Teil mit dem Namen „Cube Designer“. Mit dieser Erweiterung des Essbase Teils des SmartView, können Anwendungen erstellt, exportiert und gewartet werden. Hiermit verlagern sich viele Administratortätigkeiten in den SmartView, denn den Essbase Administration Service (EAS) als solchen, gibt es nicht mehr.

So zeigte Herr Hettrich, wie eine einfache Essbase Applikation aus nur einer Excel Datei mit verschiedenen Datenspalten erstellt wurde. Eine andere Methode zur Erstellung einer Applikation ist, eines der Excel Templates zu nehmen und dort die benötigten Informationen einzutragen und diese in die Essbase Cloud hochzuladen. Es mag deutlich sein, dass dieses sehr einfache Anwendungen sind.

Zur Pflege von bestehenden Applikationen, können die Applikations-Metadaten in Excel exportiert werden. Dort können diese dann angepasst und dann wieder hochgeladen werden. So kann die Pflege von Dimensionen in der Zukunft aussehen. Es ist also kein anderes Werkzeug als SmartView nötig und der Prozess ist deutlich einfacher geworden. Essbase Know-How ist aber trotzdem noch wertvoll, denn die unterliegende Essbase Datenbank hat sich in der Cloud nicht geändert. Zu beachten ist jedoch, dass Hybrid jetzt die Standard Speichermethode ist!

Auch für den Experten gibt es aber zwei neue Hilfsmittel: Calc-trace und Audit-trail. Diese können mit SmartView eingesetzt werden, um zu sehen, wo kommt jetzt eine bestimmte Zahl her.

 

Weitere Präsentationen

Nicht alle Präsentationen waren zum Thema Cloud. Herr Brühl von der Firma cubus zeigte, wie man mit Hilfe von einem Essbase Modell Digitalisierungsprojekte steuern kann. Anhand von einem Beispiel wurden Dimensionenstrukturen besprochen und Auswertungsmöglichkeiten erläutert.

Die Lufthansa AirPlus zeigte, wie mit dem Einsatz von Essbase und cubus outperform eine Kundenerfolgsrechnung aufgebaut wurde, die dem Unternehmen hilft, die Marktsegmente auf Profitabilität zu bewerten und entsprechend den Vertrieb zu optimieren. Interessant war hier zu sehen, wie eine Abteilung sich die benötigten Daten aus verschiedenen Datenquellen holt und diese so anreichert und bereitstellt, dass hieraus Steuerungsinformation entsteht. Auch, was es bedeutet, eine Organisation von Produktprofitabilität auf Kundenprofitabilität zu schwenken.

Herr Schlömp zeigte, wie die Würth Group das Oracle Essbase schon jahrelang zum Reporting einsetzt. Interessant war hier vorallem, dass ein solches Werkzeug in die Managementkultur eingebettet werden kann. Die Würth Group besteht weltweit aus mehr als 400 eigenständigen Firmen, von reinen Handelsfirmen über Produktionsfirmen bis hin zu Finanzdienstleistern, doch alle in eine Group-GuV kommen müssen, und alle ihre Planung und Forecasting haben.

Dann wird es schon deutlich, dass hier ein Regelwerk notwendig ist, und eine Software zum Einsatz kommen muss, die hiermit umgehen kann. Auch wurde in dem Vortrag deutlich, dass es hier um einen Familienunternehmen geht, welches gut schaut was es braucht und in einigen Dingen sehr früh an technologischem Fortschritt macht, aber nicht mit jedem neuen Trend mitgeht. Die Wachstumszahlen zeigen, dass hier schon vieles richtig gemacht wird.

Herr Janssen von der Firma BSN Medical zeigte, wie sie durch den Einsatz von CXO Cockpit einen Mehrwert in dem Reporting erreichte. Die Datenbasis ist Oracle Essbase und hierauf wurde ein Berichtswesen im CXO Cockpit erstellt. Diese Software holt sich die Daten und Dimensionsstrukturen mit der Java API und MDX direkt aus Essbase. Hierdurch werden sehr gute Geschwindigkeiten in den Abfragen erziehlt und hat auch immer die aktuellen Strukturen.

CxO arbeitet Objektorientiert: Objekte werden angelegt für Spalten und Zeilen und diese werden in verschiedene Berichte wiederverwendet. Hiermit ist man auf der einen Seite flexibel aber man kann so auch Kontrolle behalten über den Inhalt und die Struktur.

Fazit

Es war ein sehr interessantes Anwendertreffen in dem es eine gute Balance gab zwischen informellem Austausch und interessanten Beiträgen. Ich bedanke mich auch sehr bei der Firma cubus, dass ich teilnehmen konnte.

 

Ihr Philip Hulsebosch.

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