Finanzplanung konfigurieren in EPBCS

Die Planning and Budgeting Cloud Service gibt es in 2 Versionen: die Standard Version (PBCS) und die Enterprise Version (EPBCS). Der größte Unterschied zwischen diesen Versionen sind die konfigurierbare Module in der Enterprise Version. Eine Aktivierung ist Optional und eine Basis für die Konfiguration der Anwendung. In diesem Beitrag zeige ich, wie die Finanzplanung aktiviert wird.

Welche Module gibt es zur Auswahl?

Es gibt 5 Module, die wenn sie Aktiviert sind, ineinander greifen und eine Anwendung bilden, aber auch einzeln verwendet werden können. Dieses sind:

  • Finanzplanung (Finance Planning)
  • Personalplanung (Workforce Planning)
  • Investitionsplanung (Capex Planning)
  • Projektplanung (Project Planning)
  • Strategische Modellierung (Strategic Modeling)

Leser, die vertraut sind mit der On-Premise Version von Planning, erkennen hier die Einteilung. In der Cloud-Version ist die Integration aber viel stärker, was auf der einen Seite begrüßenswert ist, auf der anderen Seite kundenspezifische Anpassungen viel komplexer macht.

 

Wie aktiviere ich die Finanzplanung?

Wenn ich die Anwendung erstellt habe, dann ist diese, wie bei der Standard Version, ohne jegliche Objekte wie Berichte, Rechenlogiken oder Berichte. Unter Anwendung sehe ich, wenn ich hierzu die Benutzerrechte habe, dann aber die blaue Kachel mit dem Namen „Konfigurieren“.
Hier kann ich die Finanzplanung auswählen.

Abbildung 1: Konfiguration der Finanzplanung.

Sie bekommen die Aufforderung die Funktionen zu definieren.

Abbildung 2: Hier geht es los.

 

In der nachfolgenden Seite, die hier in 3 Abbildungen dargestellt ist, geben sie von ihnen gewünschten Parameter an. Dieses sollte sehr sorgfältig geschehen, denn Änderungen ziehen viel Arbeit nach. Einschalten von Optionen geht zu einem späteren Zeitpunkt auch noch, Ändern oder Abschalten ist schon viel schwieriger!

 

Die Finanzplanung beinhaltet natürlich den Bereich des Ertrages und des Aufwandes. Hieraus kommt eine Erfolgsrechnung hervor. Die einzelnen vordefinierte Optionen nenne ich nicht, denn diese sind in den Abbildungen ersichtlich.

Abbildung 3: Optionen in Ertrag, Aufwand und Erfolgsrechnung.

 

Dann gibt es die Bilanz, mit der Aktiva- und Passiva-Seite. Als letztes kann die Cashflow Option aktiviert werden.

Bilanz und Cashflow Optionen

Abbildung 4: Bilanz und Cashflow Optionen.

 

Der untere Teil dieser Seite gilt den Dimensionen. Wie sie sehen, gibt es hier maximal 3 Dimensionen zur eigenen Konfiguration. Wenn die Product und/oder Services nicht verwendet werden, dann kann man diese auch umbauen. Dieses hat aber seinen Nachteil, denn wenn es Updates gibt, dann muss die Eigenkonfiguration gut getestet werden.

Definition der übrigen Dimensionen

Abbildung 5: Definition der übrigen Dimensionen.

 

Jede Dimension kann einem Bereich der Finanzplanung zugeordnet werden. In diesem Fall will ich die Regionen nur bei dem Ertrag zur Verfügung haben.

Zuordnung der Dimensionen

Abbildung 6: Zuordnung der Dimensionen.

 

Mit dem Druck auf dem Knopf „Aktivieren“ werden die Objekte erstellt. Dieses kann eine Weile dauern, hat bei mir aber immer einwandfrei geklappt.

Erfolgsnachricht.

Abbildung 7: Erfolgsnachricht.

Nachdem ich mich wieder neu angemeldet hatte, gab es eine weitere Kachel: Finanzplanung.

Finanzplanung ist aktiviert

Abbildung 8: Finanzplanung ist aktiviert.

 

Unter dieser gibt es dann, nicht weiter verwunderlich, die folgenden Optionen:

Ertrag, Aufwand, Bilanz, Cashflow und Analyse.

Bereiche innerhalb der Finanzplanung.

Abbildung 9: Bereiche innerhalb der Finanzplanung.

 

Bevor ich aber Berichte oder andere Objekte öffne, setze ich die Benutzervariablen. Das ist ein wichtiger Punkt, denn wie in jeder Planungsanwendung werden Variablen verwendet. In der EPBCS wird sehr viel mit Benutzervariablen gearbeitet, um dem Benutzer zu helfen und die richtige Auswahl zu geben.

Neu ist, dass angegeben werden kann, welche Elemente überhaupt als Benutzervariablen auswählbar sind. Dazu gehe ich in „Extras“ und dann „Variablen“. Hier wähle ich den Reiter „Benutzervariablen“.

Auswahl der Elemente die in Benutzervariablen zur Verfügung stehen.

Abbildung 10: Auswahl der Elemente die in Benutzervariablen zur Verfügung stehen.

 

Als nächstes setze ich die Variablen für meinen Benutzer. Dieses geht unter „Benutzervoreinstellugen“. Für jede Dimension sollte ein Element ausgewählt werden.

Ausgewählte Elemente der Benutzervariablen.

Abbildung 11: Ausgewählte Elemente der Benutzervariablen.

 

Der aufmerksame Leser sieht in der Abbildung 11 einige Namen mit einem OEP_ oder OFS_ Präfix. Dieses sind Elemente, die Standard von der Anwendung erstellt wurden, und nicht geändert werden dürfen. Das Prefix zeigt einem zu welchem Teil der Anwendung dieses Element gehört.

 

OEP_     für alle generische und übergreifende Elemente

OFS_     Finanzplanung

OWP_   Personalplanung

OPF_     Projektplanung

OCX_    Investitionsplanung

 

Ich gehe zurück zur Finanzplanung und wähle die Kachel “Ertrag” aus. Auf Basis meiner Benutzervariablen werden jetzt die Startseite geöffnet. Typisch sind auf der linken Seite von Abbildung 12 die 4 Reiter. Wenn eine ausgewählt ist, sieht man ein oder mehrere Formulare als Tab-Blätter angeordnet.

 

Ertrag mit links Reiter und in jedem Reiter verschiedene Tab-Blätter.

Abbildung 12: Ertrag mit links Reiter und in jedem Reiter verschiedene Tab-Blätter.

Wie sie vielleicht schon sehen, ist das Modell für eine abgestimmte Arbeitsweise. Diese wurde mit sehr viel Sorgfalt und Erfahrung durch Oracle festgelegt. Es gibt die Möglichkeit, um diese an ihren eigenen Bedarf anzupassen. Was nicht verwendet wird, kann deaktiviert oder entfernt werden. Andere Wünsche können erstellt werden, aber man sollte beachten, dass man sich in einem vordefinierten Modell bewegt, wo Updates kommen könnten.

 

Es gibt viele Out-of-the-Box Objekte wie auch die Liste der Dashboards alleine schon zeigt.

Liste der Dashboards.

Abbildung 13: Liste der Dashboards.

 

Fazit

Die EPBCS Module kommen mit einem kompletten Modell. Hierin sind viele Objekte wie Berichte, Rechenlogiken, Dashboards und Aufgabenlisten vorhanden, die sorgfältig gebaut und auf einander abgestimmt sind. Wenn das Modell für ihre Zwecke passt, dann sind sie sehr schnell am Ziel. Sie selbst oder ihre Berater können aber auch spezifische Wünsche umsetzen, die das Modell nicht direkt zur Verfügung hat.

 

Ihr Philip Hulsebosch.

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