Neue Benutzeroberfläche in der EPM Cloud

Sie war schon seit Monaten angekündigt, doch jetzt kommt sie – die R13 Benutzeroberfläche in der EPM Cloud. In diesem Beitrag zeige ich ihnen was uns als Oracle Partner gezeigt wurde.

Auffallende Änderung

Monatlich kommt die Email mit dem “What’s new” in der Oracle Enterprise Performance Management Cloud und seit langem gab es in der Rubrik “Upcoming Changes” den Punkt “New EPM Cloud Interface”. In dem Release für April (3. April 2020 auf Test) kommt er dann doch und hier gibt es einen ersten Eindruck, was sich ändert.

Nichts gibt einem Benutzer ein größeres Gefühl mit etwas Neuem zu arbeiten als die Anpassung an die Benutzeroberfläche. Sie sehen hier unten die neue und bisherige “Dunkelblau” Ansicht mit der Form “Quadrat”.

Neue Ansicht.

Abbildung 1: Neue “Dunkelblau” Ansicht.

Bisherige Ansicht

Abbildung 2: Bisherige “Dunkelblau” Ansicht.

Die zuerst ins Auge springenden Unterschiede sind die Kacheln und der Hintergrund. Beides kann auch weiterhin nach Bedarf angepasst werden, aber hier beschreibe ich die Standardkonfiguration.

Einige Kacheln haben die Farbe gewechselt und selbst empfinde ich das als verwirrend, denn beim  Testen merkte ich, dass ich sehr stark auf Farben fokussiert bin und weniger auf Position. Die “Aufgaben” (Tasks) hatten einen grünen und haben jetzt einen lila Hintergrund. Auch der so oft verwendetet Knopf “Daten” ist jetzt orangefarben geworden, wie auch die Infolets.

Was man auch direkt merkt, ist was im Aufbau von Webseiten “responsive design” heißt. Die Objekte auf der Seite verteilen sich besser auf der Breite von dem Webbrowserfenster. Hierdurch bekommt man das Gefühl, mehr Platz zu haben.

Geschmackssache

In der Benutzeroberfläche gibt es auch vieles was unter dem Nenner “Geschmackssache” fällt. Dieses sieht man, wenn man durch die verschiedenen neuen Themen durchblättert. Unter “Extras” (Tools) – “Darstellung” (Appearance) kann man sich was schönes aussuchen.

Wie auch in der Abbildung 3 sichtbar, die selektierte Kachel wird hervorgehoben und die anderen gehen optisch mehr in den Hintergrund. Dieses wird bestimmt in der Navigation helfen.  Die Aktivitäten-liste rückt dann auch etwas weiter nach rechts und bietet mehr Platz. Wenn viele Module aktiviert sind, gibt es entsprechend viele Kacheln und dann ist ein wenig extra Platz kein Luxus.

Das neue Thema “Autumn Red”.

Abbildung 3: Das neue Thema “Autumn Red”.

Auf der Rechten Seite sehen sie jetzt einen Pfeil nach rechts. Hier kann man dann die Dashboards besser anzeigen.

Fazit

Es gibt funktional keinen Unterschied, aber die Benutzer werden sich doch etwas gewöhnen müssen. Ich glaube, die Neuerungen kommen der Navigation doch zur Hilfe.

Ihr Philip Hulsebosch

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In eigener Sache: Oracle ACE Associate

Zu meiner Freude hat Oracle mir die Oracle ACE Associate Auszeichnung gegeben. Ich fühle mich sehr geehrt.

Was ist das Oracle ACE Program?

Das “Oracle ACE Program” besteht aus engagierten Mitgliedern der Oracle Community. Sie zeichnen sich aus durch ihre Erfahrung und technische Expertise in Oracle Produkten. Die Mitglieder fördern und helfen anderen mit Wissen durch u.a. Artikel, Blogs, Bücher und Tweets. Auf diese Weise gibt Oracle ihnen eine Anerkennung für ihr Engagement. Oracle unterstützt sowie vernetzt die Oracle ACE’s untereinander. Es gibt 3 levels:

  • ACE Associate
  • Oracle ACE
  • ACE Director

Oracle-Mitarbeiter sind nicht zugelassen.

Das Level “ACE Associate” ist ein Startpunkt und mein Ziel ist es, um mich zu einem “Oracle ACE” zu entwickeln. Dieses Blog war in der Beurteilung ein wichtiger Punkt und ich werde dieses unvermindert weiter führen in diesem Bestreben.  

Abbildung 1: Logo von “Oracle ACE Associates“

Ihr Philip Hulsebosch

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Anpassen der Kalender Dimension mit Halbjahres-Elementen

Es kommt in einer Planungsanwendung selten vor, dass die Dimension Periode einen Anpassungsbedarf hat. In diesem Fall wurde in dem Konzern die Veröffentlichungen für die Anleger von Quartal auf Halbjahr umgestellt. Dieses hatte zur Folge, das ein Level in die Periode eingefügt werden musste, welches doch anders geht als in anderen Dimensionen.

Ausgangssituation

Wir haben eine monatliche Planungshäufigkeit. Die Kalender Dimension bekommt standardmäßig den Namen “Period”, wird aber oft umbenannt in Monate oder Zeitperioden. Diese hatte hier einen einfachen Aufbau mit Monate als Basiszeitperiode aggregierend in Quartale und diese in ein Summenelement “YearTotal”. Das Element BegBalance als Anfangsbestand steht separat.

Dimension Periode in Detail.

Abbildung 1: Ausgangssituation.

Die beiden Halbjahres Elemente sollten H1 und H2 heißen. Wenn man die Elemente in der Hierarchie anklickt, sieht man schon schnell, dass das Einfügen von Übersichtszeitperioden beschränkt ist. Beim Erstellen von Übersichtszeitperioden müssen Sie von oben nach unten in der Hierarchie arbeiten, denn dieser Teil der Dimension muss eine symmetrische Rollup-Struktur haben. Nun, der Trick wie man dieses Level einfügt wird hiernach beschrieben.

Halbjahres Elemente einfügen.

Das Q1 Element wird selektiert und mit der Option Summenelement oder Übersichtszeitperiode einfügen (Add Summary Time Period) kann dann das Element H1 angelegt werden.

Summenelement einfuegen

Abbildung 2: Summenelement Option auswählen.

Das Element H1 wird angelegt. Automatisch bekommt dieses die Startperiode Q1 und Endperiode Q4. Dieses kann nicht geändert werden und sieht erst einmal komisch aus.

Elementdetails.

Abbildung 3: Das Summenelement hat die Startperiode Q1 und Endperiode Q4.

Entsprechend sieht dann auch der Zwischenstand aus. Das H1 Element hängt richtig hat aber alle Quartale unter sich.

Summenelement hangt falsch

Abbildung 4: Das Summenelement H1 hängt zwar richtig, hat aber die falschen Kinder.

Als nächstes sollte Q4 selektiert und erneut die Option “Summenelemente hinzuzufügen” betätigt werden.

Zweites SUmmenelement

Abbildung 5: Q4 auswählen, um das Summenelement H2 einzufügen.

Auch hier gibt es wieder nur das Q4 zur Auswahl.

H2 member

Abbildung 6: Das H2 Element einfügen.

Nun ist die Struktur fast richtig….

Korrekt einhaengen

Abbildung 7: Das H2 Element hat nur ein Quartal.

Als letztes wird das H2 Element editiert. Hier gibt es für die Startperiode die Auswahl zwischen den Quartalen 2 bis 4. Abhängig von der Auswahl der Startperiode, gibt es dann auch die Auswahl in der Endperiode.

Selektion der Endperiode

Abbildung 8: Auswahl der Start und End Periode.

Jetzt steht alles richtig und kann die Anwendung aktualisiert werden.

Refresh database

Abbildung 9: Die Struktur ist jetzt richtig und wird nach Essbase aktualisiert.

Was wird der Impact weiter auf die Anwendung sein?

Die Zeitsaldoeigenschaft der Accounts braucht nicht angepasst zu werden. Auch die Zeiteinstellung in den Szenarien braucht weiter keine Aufmerksamkeit.

Bei den Berichten und Formularen kann es anders aussehen. Hier liegt es natürlich daran was die Anforderungen sind, ob und welcher Anpassungsbedarf besteht. Bei dem @IDESCENDANTS auf das YearTotal werden jetzt die beiden neuen Elemente angezeigt. Dort wo mit GEN2 die Quartale selektiert wurden, sind jetzt die Halbjahreselemente gemeint. Dieses ist vorallem bei MDX wichtig zu beachten.

Abhängig von dem, ob die Dimension Dense oder Sparse ist, gibt es noch Arbeit. Bei dem doch seltenen Fall, dass diese Sparse ist, muss eine Aggregation der Daten erfolgen. Auch ist dann Sorge zu tragen, dass dieses auch in Skripte geschieht.

Bei den anderen Berechnungen ist es von Anwendung zu Anwendung unterschiedlich. Normalerweise rechnen wir ja immer auf Level0 (oder???) und dann gibt es meistens in anderen Berechnungen auch nichts zu tun.

Sie sollten aber achtgeben, wenn sie @PARENT, @ANCEST oder @GEN in Skripte haben, wo Datenwerte in Zeitperioden abgeholt werden.

Wenn diese Dimension Dense ist, haben wir ein weiteres dynamisch berechnetes Element, welches bei den Abfragen zu einer minimalen Verzögerung führen kann, aber meistens fallen diese innerhalb der Messgenauigkeit der natürlichen Variation.

Fazit

Die Dimension Periode hat so seine Eigenheiten in dem Anpassen der Struktur. Nicht nur, dass es keine weiteren Level 0 Elemente geben kann, sondern auch wie die Summenelemente angelegt werden müssen.

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Technische Info zum Upgrade auf 11.2

Seit Dezember 2019 ist EPM Version 11.2 verfügbar und jetzt fragen sich viele Kunden mit der Version 11.1.x, was ein Upgrade bedeuten würde. In den letzten Jahren hat sich oft so einiges an spezifische Entwicklungen angesammelt und es stellt sich die Frage, geht das auch auf 11.2? Ein Upgrade von einer Enterprise Performance Management Umgebung sollte man nicht auf die „leichte Schulter“ nehmen. Ich beschreibe in diesem Beitrag, wie ein Upgrade aussehen kann, aber verweise ausdrücklich darauf, dass das in jeder Umgebung anders sein kann.

Was machen wir?

Das fragen sich sehr viele Kunden, denn die Welt bleibt nicht still stehen und der Premier Support von 11.1.2.4. läuft (laut Oracle https://blogs.oracle.com/proactivesupportepm/updates-to-the-lifetime-support-policy-extension-of-premier-support-for-enterprise-performance-management-epm-release-1112x) nur bis Dezember 2021. In dem Beitrag “Upgrade auf Version 11.2 oder doch in die Cloud wechseln” hatte ich eine strategische Diskussion angeregt. In meinem Beitrag “Neues zu EPM Version 11.2” habe ich beschrieben, welche Drittanbieter Software in diesem ersten Release unterstützt und welche Funktionalität aus 11.1.x nicht mehr vorhanden sein wird.

Aber es gibt neue Info seit der Veröffentlichung des Beitrags:

Der IIS (Microsoft Internet Information Server) sollte nicht mehr als Front-End Webserver eingesetzt werden, sonder der OHS 12 (Oracle HTTP Server). Beim Download von edelivery.com ist es also ratsam, um diesen auch direkt mitzunehmen.

Dass die Welt nicht still stehen bleibt, zeigt sich auch bei dem Microsoft Edge Browser. Der Nicht-Chronium basierte wird jetzt unterstützt, aber mit dem Neuen ist es noch die Frage.

Bei dem Operating Systems gibt es bald auch wieder das Solaris und Linux 7 OS. Geplant ist das sowohl Oracle Linux als auch RedHat Linux unterstützt werden sollen, Oracle selbst kündigt eine Verfügbarkeit „in den nächsten Monaten“ an.

Abbildung 1: Linux logo.

Jetzt geht es mehr in das Technische, was muss gemacht werden, um auf 11.2 zu kommen. 

Upgrade auf 11.1.2.4

Es wird durch Oracle empfohlen, zuerst auf die Version 11.1.2.4.xxx zu gehen, aber dieses braucht nicht unbedingt die 11.1.2.4.900 zu sein. Hierdurch wird sichergestellt, dass die Migration so ablaufen kann, wie Oracle diese auch getestet hat. Vorteil ist, dass dieses nur ein Patch Release ist, welches einen beschränkten Aufwand bedeutet.

EPMA

Einer der wichtigsten Fragen ist, verwenden sie EPMA und wollen sie diese Funktionalität weiterhin verwenden? Den Enterprise Performance Management Architect, wie das praktische Werkzeug in seiner vollen Länge heisst, gibt es in 11.2 nicht mehr. Es gibt dann 2 Wege: Die Anwendungen umbauen auf „classic“ oder die Funktionalität durch DRM (Data Relationship Management) ablösen. Es gibt für EPMA Benutzer eine spezielle eingeschränkte Lizenz von diesem starken Werkzeug zum Dimensionsmanagement.

Oracle stellt ein spezielles „Migrations Kit“ zur Verfügung um die EPMA Dimensionen in das Dimension Relationship Management zu überführen. In der eingeschränkten Lizenz dürfen dann bis zu 5 Benutzer das Werkzeug bedienen und der Inhalt darf nur nach EPM Anwendungen exportiert werden. EPMA muss zuerst auf die Version 11.1.2.4.220 gebracht werden.

Das DRM wird nicht mit dem EPM installiert, sondern erfordert eine separate Installation. Zu beachten ist, dass dieses Tool wahrscheinlich einiges an Anpassungen in den Prozessen und auch Schulung bedarf. Ich findes es ein tolles Stück Software, aber ich mag es wenn Dimensionen sich kontrolliert durch die gesamte Datenflusskette entwickeln und nicht jeder mal ein Element hier und da nach Lust und Laune einfügt.

Weitere Informationen finden sie auf dem Support Portal:

Description: C:\Users\ph_ms\Documents\Blog\01 UnderConstruction\Technische Info zum Upgrade auf 11.2\02 Support Document 2626317.1.png

Abbildung 2: Das wichtige Whitepaper, der Inhalt kann aus rechtlichen Gründen nicht gezeigt werden.

Und dort ist auch der Link zu dem Dokument wo die Migration Schritt für Schritt beschrieben ist.: How_to_Migrate_Metadata_from_EPMA_to_DRM.pdf

Essbase

Das Fundament unter EPM, der Essbase Server, bleibt erst einmal auf Version 11.1.2.4.33. Dies ist wichtig zu beachten, wenn sie auch noch Essbase Anwendungen haben. Leider bleibt dann Hybrid Essbase auch noch eine Weile nicht verfügbar in Planning On-Premises.

Description: C:\Users\ph_ms\Documents\Blog\01 UnderConstruction\Technische Info zum Upgrade auf 11.2\03 Oracle EPM Logo.png

Abbildung 2: Das (alt-)bekannte EPM Logo.

Reporting and Analysis Framework

Das RA Framework, auch EPM Workspace genannt, wurde schon in Version 11.1.2.4 umgestellt. Dieses Framework bietet den Zugang zu abgelegte Dokumente und Berichte u.A. von Hyperion BI+ (WebAnalysis, Hyperion SQR, etc.) und Financial Reporting. Das Hyperion BI+ wurde ersatzlos gestrichen.

Das Financial Reporting hat mit seinem Web Studio eine Generalüberholung bekommen. Hierüber hatte ich schon in meinem Beitrag „EPM 12 Vorschau Financial Reporting“ berichtet.

Planning

Bei Planning ändert sich so einiges, denn sowohl Hyperion Strategic Finanance (HSF) als auch die Integration mit Crystal Ball (CB) entfallen. Für das HSF gibt es den Weg in die Planning Cloud, die solche Funktionalität bietet oder den Weg diese Funktionalität in Planning selbst zu erstellen (ein sehr interessantes Projekt!).

Bei Crystal Ball entfällt nur die direkte Verbindung nach EPM und nicht das Produkt selbst. Eine Basisfunktion ist in Predictive Planning vorhanden, aber ein statistisch ausgebildeter Mitarbeiter kann, im Vergleich zu CB, damit wenig machen.

Planning Module

Workforce Planning, Capital Expense Planning, und Project Financial Planning sind spezifische Module, deren Funktionalität auch in die Planning Cloud übernommen wurde. Aber diese Module werden in Version 11.2 nicht weiter geführt. Dieses bedeutet, dass diese Anwendungen in generische Planning Anwendungen überführt und betrieben werden könnnen. Es gibt aber keine neue Funktionalität oder Updates mehr. Es steht ihnen aber frei diese selbst weiter zu entwickeln, was in der Regel wowieso schon gemacht wurde.

Zum Upgrade werden die Anwendungen wie alle anderen Planning Anwendungen in die 11.2 Version mit LCM überführt. WICHTIG ist dass die Namen der Anwendungen nicht geändert werden sollten, denn dann passt das LCM nicht mehr.

Wie gewohnt werden beim LCM einige Fehler kommen, daher ist die Reihenfolge auch wichtig. Ich hatte immer noch die Idee, um einen Beitrag zu der Reihenfolge zu schreiben, aber dieses ist noch nicht geschehen.

Hyperion Financial Management (HFM)

Ich schreibe wenig zum Konsolidierungstool HFM, denn meine Expertise liegt auf einem anderen Gebiet, aber viele Kunden haben auch dieses im EPM integriert und daher muss dieses auch migriert werden.

Nun, für das Hyperion Financial Management sowie für das Schwesterprodukt Financial Close Management steht eine Schema Migration auf dem Programm. Dieses bedeutet, dass diese nicht über ein Frontend wie Life-Cycle Mangement oder einem Migrations Utility auf die neue Umgebung gebracht werden, sondern im Hintergrund Schema zu Schema gehen. Dieses ist keine schlechte Sache, denn es geht in der Regel einfach und schnell.

FDMEE

Auch zu diesem Tool schreibe ich wenig, nicht dass ich damit nicht arbeite, sondern mehr dass ich das Werkzeug nicht mag. Es wird besser, sicherlich jetzt mit der Integration mit ODI (Oracle Data Integrator), aber ich habe noch viele Argumente, warum dieses nicht bei mir passt.

Der Upgrade-Weg von FDMEE ist über ein Metadata Export und Import. Nein, nicht LCM oder eine Schema Migration, sondern ein eigenes. Dieses wundert mich nicht sonderlich, denn auch bei meiner täglichen Arbeit habe ich bei der Kombination LCM und FDMEE nie „Glück“.

Fazit

Ein Upgrade sollte sorgfältig geplant werden und dieser Upgrade ist kein „drüber installieren und fertig“. Daher ist hier eine Zusammenfassung:

Verwenden sie EPMA, dann müssen sie sich entscheiden welchen Weg sie gehen: DRM oder kein EPMA Funktionalität mehr.

Zu den Upgrade/Migrations Optionen nochmals eine Übersicht in Tabellenform:

Produkt Änderung zu V 11.1.2.4.x
EPMA Nicht mehr verfügbar.
IIS Nicht mehr unterstützt.
Hyperion BI+
– WebAnalysis
– Hyperion Interactive Reporting
– Hyperion SQR
Hyperion BI+ nicht mehr verfügbar.
Essbase Keine Änderung zu Version 11.1.2.4.33
Financial Reporting Studio Kein Thick-Client mehr, überarbeitet als „Web Studio“.
Planning
– Hyperion Strategic Finanance (HSF)
– Crystal Ball (CB)
HSF ist kein Planning-Bestandteil mehr
CB ist kein EPM-Bestandteil mehr.
Workforce Planning
Capital Expense Planning
Project Financial Planning
Diese Module sind in Version 11.2 nicht mehr verfügbar.
Produkt Methode
Foundation Services (Shared Services, Business Rules) LCM
Financial Reporting Framework (Workspace) LCM
Planning LCM
Financial Management Schema Update Utility
Essbase LCM
Financial Close Management Schema Update Utility
   

Hier ist der Link zur 11.2 Dokumentation vom Hersteller:

https://docs.oracle.com/en/applications/enterprise-performance-management/11.2/index.html

Ihr Philip Hulsebosch.

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FreiForm – ein neuer Applikationstyp für Planning

In der Planning Enterprise Cloud gibt es einen neuen Anwendungstyp mit dem Namen „Frei Form“ (engl. Free Form). Diese verspricht mehr Freiheit im Aufbau von Planungsanwendungen, und das ist natürlich immer willkommen, denn alle Firmen sind anders und haben oft spezifische Wünsche. In diesem Beitrag zeige ich interessante Dinge zu diesem Planungstyp.

Essbase mit Formularen

Schon bei der ersten Präsentation vom Produkt Management wurde auf „Essbase mit Formulare“ referenziert, und jetzt, dass ich dieses ausprobiert habe, kann ich dieses auch bestätigen. Es ist eine sehr starke Kombination, die viel eingesetzt werden wird.

Jede Planungsanwendung hat einige festgeschriebene Objekte, die nicht oder nur minimal geändert werden können. Dieses gewährleistet die Planungsfunktionalität der Anwendung auf die Essbase Datenbank. So gibt es die Plicht-Dimensionen Account, Entität, Szenario, Version, Jahr und Periode. Diese konnten zwar umbenannt und zweckentfremdet werden, aber z.B. eine Szenario Dimension blieb immer eine Dimension, wo die Zeitperioden geöffnet und geschlossen werden konnten. Ein anderes Beispiel ist die Trennung von Jahre und Monate in zwei Dimensionen, welches nicht immer praktisch ist und oft in Essbase zu bessere Lösungen führte.

Planning hat dafür aber andere Funktionalität, die wir in Essbase nicht, oder nur schwierig umsetzen konnten, und dazu gehören unter vielen Anderen die Formulare.

Anlegen einer Free Form Anwendung

Beim Anlegen einer neuen Planungsanwendung sieht man direkt im ersten Fenster unter Application Type die Option „Free Form“.

Auswahl von Free Form Applikationstyp.

Abbildung 1: Application Type „Free Form“.

Danach erscheint unter Application Setup die Option, um eine Essbase Anwendung zu importieren. Derzeitig hat das Selektionsfenster nur einen Eintrag, nämlich eine Outline (in XML Format oder .otl), doch ich erwarte hier weitere Optionen in zukünftige Updates.

Menu um Datei mit Outline hochzuladen.

Abbildung 2: Importieren einer Essbase Anwendung.

Weil in dieser Outline schon alle Dimensionen und übrige Dinge spezifiziert sind, geht es direkt weiter zur Übersicht und dem Startknopf zum Erstellen der Anwendung.

Anlegen der Anwendung.

Abbildung 3: Die Anwendung kann jetzt angelegt werden.

Nach einer kurzen Zeit kommt dann die Nachricht, dass die Anwendung erfolgreich angelegt wurde. Zum Erstellen dieser Anwenung hatte ich einen Essbase Cube genommen, den ich für Schulungszwecke erstellt hatte und eine Vielzahl von Dimensionen mit viel Funktionalität enthält. Man könnte auch eine kleine Outline als Basis nehmen, diese dann zum Erstellen der Anwendung verwenden und alle weiteren Elemente und Dimensionen später einfügen. Wichtig ist, dass diese eine Accounts und Periode dimension hat, denn alle weiteren sind generische Dimensionen.

Das Free Form sollte nicht verwechselt werden mit dem “Free-Form Budgeting” oder dem “Free Form Planning Business Process”. Diese beschreiben Business Prozesse und hier ist der Anwendungstyp gemeint. Dieser Plantyp wird innerhalb von Oracle auch Operational Planning genannt.

Dimensionen und deren Eigenschaften

Auf dem ersten Blick sieht man keinen Unterschied: man hat die Kacheln und unter Overview gibt es die Dimensionen. Mein Essbase Modell hat keine Dimension von dem Typ Version. Dieses führte nicht zu einem Problem beim Anlegen der Anwendung.

Ubersicht der Dimensionen.

Abbildung 4: Eine Übersicht der Dimensionen

Und dann auch einen Blick in die Account Dimension zeigt, dass alles da ist. Beim Import der Outline wurde die Dimensionseigenschaft mit übertragen. Diese kann später nicht mehr geändert werden.

Dimension Account.

Abbildung 5: Die Accountsdimension mit allen Eigenschaften ist vorhanden.

Details von einem Account.

Abbildung 6: Elementeigenschaften in der Accounts Dimension

Die Elementeigenschaften von einem Account sind unverändert. Interessant ist das es hier auch eine Option für den Quellcube (Source Cube) gibt. Derzeitig hat ein Free Form Modell nur einen Cube. Dieser ist entweder vom Typ ASO oder Hybrid und wird bestimmt durch die Outline, die hochgeladen wird.

Nun wollte ich aber mal nachsehen, ob ich in der Jahre-Dimension Elemente anlegen konnte ohne das Pflicht-Präfix „FY“ und zweistelliger Jahreszahl. Ich mag gern ID’s mit Buchstaben, aber das Format der Jahreszahl in Planning ist ab und zu sehr unpraktisch, wenn eine Integration mit Relationalen Datenbanken gemacht werden muss. Wie schön wäre es, wenn man Perioden wie 01-2019 in Planning haben könnte…

Anlegen neuer Jahre.

Abbildung 7: Anlegen von neuen Jahren.

Die Dimension Year ist eine generische Dimension, genau wie die Dimension Scenario. Wie in den Eigenschaften von dem Element Actual zu sehen ist, gibt es hier keine der Planning typischen Szenario Eigenschaften. Also das öffenen und schliessen von Perioden in den Formularen muss auf eine andere Weise geschehen, z.B. über die Zugriffsrechte.

Eigenschaften eines Szenarios.

Abbildung 8: Generische Elementeigenschaften in der Szenario Dimension.

Als letztes schaue ich mir die Dimension Periode an. Hier sieht man schon schnell, dass beim Import die Eigenschaften einer Zeitdimension erkannt und diese auch als Periode in Planning angelegt wurde.

Import der Struktur von Periode.

Abbildung 9: Die importierte Struktur der Dimension Periode

Wenn man sich dann die Elementeigenschaften ansieht, dann sieht man dass diese auf eine 12-monatige Struktur aufgebaut ist.

Dimensions-element Periode.

Abbildung 10: Dimensionselement Period.

Man ist aber nicht so frei in dem Anlegen von Perioden wie im Essbase. Die Struktur unterhalb von YearTotal ist festgelegt. In einem anderen Test möchte ich mal eine Outline hochladen, die eine abweichende Struktur in der Zeitdimension hat, und sehen wie diese in Planning übertragen wird.

Funktionalität in dem Applikationstyp Free Form

Essbase ist kein Planning – und andersherum. Doch wo treffen diese sich jetzt in diesem Applikationstyp? Was gibt es in Essbase, was wir nicht in Planning haben?

Aus der Planning-Perspektive: Wir haben kein Workflow, Smart Push, Sandboxes, Predictive Planning und keine Wechselkursumrechnung.

Aus der Essbase-Perspektive: Wir haben keine Rule Files, Report Scripts, LRO, Calc Scripts, Partitioning, Essbase Zugriffsrechte-Konzept und kein MaxL.

Doch wir haben vieles was wir in Essbase nicht hätten: Formulare, Dashboards, ….

Wenn wir uns das Navigator Menü ansehen dann ist fast alles da was wir aus Planning kennen.

Navigator Menu.

Abbildung 11: Das Navigator Menü (immer noch in English)

Formulare

Ein Formular, wie wir dieses aus Planning nur zu gut kennen. Doch hier direkt auf eine Essbase Outline gesetzt. Einige Zahlen in das Formular eingetragen und auf Speichern gedrückt.

Formular in Freiform

Abbildung 12: Formular auf der Essbase Outline.

Wie sie in dem unteren Teil der Abbildung 12 sehen können, werden die Daten direkt aggregiert. Dieses ist so, denn es wurde Hybrid Essbase aktiviert, welches dann für die sofortige Aggregation sorgt.

Dashboards

Dashboards sind nichts Neues in Planning, doch hier geht diese direkt auf die Essbase Outline. Dieses ist Funktionalität, die wir in auch in dem Essbase Datenbankumfeld wieder brauchen, nachdem das WebAnalysis das End-Of-Live bekommen hat.

Dashboards haben eine gute Anbindung an die Strukturen, wie sie typisch sind in Essbase. Das OBI ist ja auf relationaler Struktur (mit Generationen) basiert.

Ein Dashboard auf eine Essbase Outline.

Abbildung 13: Ein Dashboard auf der Essbase Outline

Aufgabenlisten

Eine der sehr starken Funktionen, die es in Essbase Anwendungen nicht gibt, sind Aufgabenlisten. Hier können Benutzer durch Aufgaben geführt werden, wie bestimmte Formulare, Berechnungen und auf Instruktionen gewiesen werden. In den Business Rules können sogar Befehle auf die Kommandozeile ausgeführt werden, und dann öffnet sich eine ganz neue Welt der Möglichkeiten.

Aufgabenlisten.

Abbildung 14: Aufgabenlisten

Von Essbase nach Free Form Planning

Dieses Free Form Planning ist wie ich mir „Essbase in der Cloud“ vorstellte. Deshalb sehe ich eine grosse Zukunft für dieses Modul. Doch gibt es noch einige Herausforderungen wenn man bestehende Essbase Umgebungen überführen möchte…

Die drei wichtigsten sind:

  • Kein Essbase Zugriffsrechtemodell (Matrix bis auf Zellen-ebene vs. ein-dimensionale Zugriffsrechte)
  • Automatisierung (EPMAutomate und Jobs anstatt MaxL)
  • Schnittstellen (Data Management anstatt von Rule Files)

Was muss aber konkret gemacht werden?

Outline: der Import sollte keine Probleme bereiten. Ansonsten kann die Outline vereinfacht, und später wieder Komplett gemacht werden.

Daten: der Übertrag von Level-0 Daten ist nicht schwierig.

Calc Scripte: diese werden in Business Rules übertragen.

Rule Files: hier ist Aufwand notwendig, um diese in Data Management zu Überführen.

Report Skripte: diese gibt es auch nicht mehr und müssen in Data Exporte umgebaut werden. Diese haben aber weniger Funktionalität. In speziellen Fällen bietet die REST API eine Lösung.

MDX Queries: wie die Report Skripte.

Smart View: in den meisten Fällen wird die Abfrage möglich sein.

Financial Reports: die Datenbank verbindung muss auf Planning umgestellt werden. Auch sollte geschaut werden ob das Reporting nicht auf Management Reporting Cloud umgestellt werden sollte.

Fazit

Bei diesem ersten Kennenlernen bin ich sehr begeistert geworden von dem neuen Planungstyp FreiForm. Sie bietet viel Funktionalität, die es in Essbase nicht gibt und viel Freiheit welches wir in Planning nicht hatten. Nun bringt Oracle die Essbase- und Planning Anwendungen dichter zusammen, welches uns Entwickler viele neue Möglichkeiten für unsere Kunden bietet.

Es ist perfekt geeignet um einfache Essbase Anwendungen in die Cloud zu migrieren.

Ihr Philip Hulsebosch.

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Business Rules in Planning und Essbase

Wie sie bestimmt wissen, werden Business Rules in dem Business Rules Designer geschrieben und dann nach Planning oder Essbase deployed. Nur der Code, der auch deployed wurde, kann für die Berechnung verwendet werden. Hierdurch gibt es ab und zu die Frage, welcher Code jetzt schon deployed wurde und welcher noch nicht. Dieser Beitrag zeigt ihnen einen Trick wie sie dieses herausfinden können. Auch zeige ich wie das Skript aussieht, wenn sie eine Rule mit Templates und Skripts haben.

Skript in Business Rules ist nicht gleich Skript in Planning

In Planning können sie dann unter Plan Type > Anwendung > Calculation Manager Rules die individuellen Rules sehen. Dieses ist auch in der Abbildung 1 dargestellt. Mit der Maus kann eine Rule selektiert und mit dem Menü-Eintrag “Export for Edit” exportiert werden. In einem Texteditor wie Notepad++ kann man sich die aktuell eingestellte Syntax ansehen. Dieses ist der Code, der bei der Ausführung von dieser Business Rule gilt.

Abbildung 1: Calculation Manager Rules in Shared Services.

In dem Editor sehen sie dann auch, wie die Skripte und Templates sich in das Skript eingebunden haben. Diese sind dann nicht wie im Business Rules Editor als Referenz aufgenommen, sondern der gesamte Code ist dann sichtbar. Das kann sehr praktisch sein, wenn es um komplexe Sachverhalte geht.

Abbildung 2: Script Reiter zeigt eine andere Ansicht.

Dieses ist auch sichtbar, wenn die in dem Editor, im unteren Feld den Reiter Skript auswählen. In dem gezeigten Beispiel in Abbildung 2 sehen sie im Oberen Bereich ein %Template in welchem die Settings definiert wurden. Diese werden in dem unteren Teil unter Skript sichtbar. Der große Vorteil bei der Verwendung von Templates und Skripte ist, dass, wenn es Anpassungsbedarf gibt, diese nur an einer Stelle im Code angepasst werden müssen.

Fazit

Manchmal kann man in Shared Services vieles finden, was in einer Anwendung verborgen liegt. Es kann sehr nützlich sein, auch wenn es in XML-Sprache abgelegt ist.

Ihr Philip Hulsebosch

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Upgrade auf Version 11.2 oder doch in die Cloud wechseln?

Wie sie vielleicht schon wissen, ist die Version 11.2. dann nun endlich verfügbar. Es gibt bestimmt auch in ihrer Organisation die Frage wann sie den Upgrade machen wollen. Nun gibt es einige technische Gründe, um auf diese neue Version zu wechseln, doch sollte auch die Frage gestellt werden, ob ein Wechsel in die Cloud nicht der bessere Weg ist. In diesem Beitrag bespreche ich Argumente für einen Upgrade oder einen Wechsel in die Cloud.

Cloud Computing

Cloud Computing ist keine neue Technologie im eigentlichen Sinne, sondern mehr eine neue Lieferform für Anwendungen. So wird dieses dann auch scherzhaft und vereinfacht ausgedrückt als: ‚The cloud is just someone else’s computer‚. Die Wolke, wie sie in IT Architekturbilder verwendet wird, gewinnt in den letzten Monaten stark an Attraktivität, oder, anders gesagt, die Skepsis nimmt kontinuierlich ab.

Pixabay – Ditaucis

Dieses Phänomen sehe ich nicht nur in der Presse, aber auch bei Kunden und Partnern die ich zu diesem Thema spreche. So sieht fast jeder Windows 10 Benutzer wahrscheinlich mehrmals am Tag die blaue Wolke von OneDrive und viele verwenden schon die Cloud Version von Office 365. Hierdurch wird die Cloud Lieferform im PC-Markt und in den Office Anwendungen sehr stark vorangetrieben. Es wird mehr und mehr Normal, seine Daten in der Cloud zu speichern. Dann ist die Verarbeitung von Firmendaten in der Cloud nur ein kleiner Schritt.

Bedenken

Andererseits sind viele Unternehmen mit ihren heute eingesetzten On-Premises-Lösungen zufrieden. Dadurch ist der Verbesserungsdruck für sie gering und den möglichen Vorteilen stehen bekannte und unbekannte Risiken gegenüber. Bedenken zur Datensicherheit waren und sind das wichtigste Argument gegen Cloud-basierte Lösungen. Generell stellen Sicherheitsbedenken andere Argumente schnell kalt. Täglich liest man in der Zeitung über Datenklau, Hacks und Lecks sowie, aber auch die Gesetze wie GDPR bekommen zurecht immer mehr Aufmerksamkeit. Das Argument, dass die Cloud bessere Vorsorge treffen kann, weil sie die beste Technologie und Experten, stimmt schon, aber On-Premise gibt es oft eine eindeutige Verantwortlichkeit und mehr räumliche Barrieren. Es sind in den meisten Fällen noch die eigene vertrauten Mitarbeiter die man in der Kantine auch sieht, die diese Systeme verwalten und überwachen. Die Technologie und Ausbildung die ihnen geboten wird, entscheidet auch mit, wie Sicher die Firmendaten im eigenen Netzwerk sind.

Pixabay – MashiroMomo

Die Kosten werden oft aufgeführt als wichtiges Argument, um in die Cloud zu wechseln. Doch auch hier sollte man richtig hinsehen! Bestimmt ist es so, das die FIXkosten bedeutend geringer sind und die Flexibilität größer mit Anwendungen in der Cloud. Aber es ist und bleibt ein Lizenzmodell welches eine bestimmte Laufzeit hat, wo FIXkosten mit einbezogen wurden. Ich komme zu Kunden, wo die Planungsanwendungen schon seit 8 oder 10 Jahren laufen. In diesem Zeitraum wären das so einige neue Lizenzverträge in der Cloud. Doch die Kosten für Upgrades und die Möglichkeit direkt neue Funktionen zu verwenden ist die andere Seite der Medaille.

Rundum modernisieren

Die Cloud ist für Unternehmen besonders interessant, die neue Anforderungen umsetzen oder ihre Lösungen modernisieren wollen. Vor allem wenn diese Anforderungen nicht mit bestehender Software optimal umgesetzt werden kann oder man zu einer größeren Investition wie ein Upgrade gezwungen wird. Die Modernisierung der technischen Basis bietet Unternehmen die ideale Gelegenheit auch ihre Planungen inhaltlich zu modernisieren. Der Upgrade auf Version 11.2 kann nicht über die heutige erfolgen, welches dann oft ein Grund ist, um auf neue Hardware zu wechseln. Auch in diesem Fall kann die Anwendung modernisiert werden, denn viele Bereiche werden sowieso anders gestaltet werden müssen.

So kann man in der Planung neue Funktionalität einbauen wie Rolling Forecasts,  Werttreiberorientierte Planung oder einfach mehr machen mit Simulationen und Szenarien. Die neue Version von Oracle Hyperion Planning hat bedeutend höhere Fachanwendertauglichkeit und senkt damit die Hürde für die Implementierung moderner Planungsansätze deutlich. In der Vergangenheit wurde von dem Fachanwender konzipiert und durch die IT umgesetzt. Jetzt liegen diese Aufgaben nun oftmals vollständig in der Hand der Fachanwender. Dieser kann fachlich passende und ausgefeilte Lösungen schneller entwickeln und anpassen. Ein Konzept, welches auch für den Erfolg von Self-Service BI verantwortlich ist.

Unabhängig

Genau diese Abhängigkeit von der IT ist heute oft das größte Problem. Ein Arbeiten in der Cloud kann dieses teilweise reduzieren, und ist aus “historische Gründen” oft größer bei On-Premises-Planungslösungen. Diese Abhängigkeit erhöht die Dauer der Implementierung neuer oder geänderter Anforderungen. Dies ist besonders dort problematisch, wo Änderungen häufig sind – und auf die Planung trifft dies in hohem Maße zu. Deshalb ist man mit einem Softwareupgrade noch nicht am Ziel, sondern sollte auch über ein Umbau der Prozesse und Verantwortlichkeiten nachgedacht werden. In vielen Unternehmen kann nur mit zunehmender Agilität auch das Potential von guter Software mit moderne, effiziente Planungsansätze auch ausgeschöpft werden.

Fazit

Betreiber von On-Premise EPM Umgebungen werden bald entweder einen Upgrade oder Wechsel auf die Cloud überwiegen müssen. Es gibt viele Gründe um auf On-Premise zu bleiben, und auch in die Cloud zu wechseln. Die Gewichtung der Argumente wird von Fall zu Fall unterschiedlich sein. Beachten sie aber immer, dass eine Modernisierung der technischen Basis, auch mit einer Modernisierung der Anwendung einher gehen sollte. Dann erreichen sie die größte Wertschöpfung.

Ihr Philip Hulsebosch

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Wie geziehlt Datenblöcke erstellen.

In einer Block-Storage Datenbank werden die Daten in sogenannte Datenblöcke gespeichert. Eine Standardfunktion und eine Art Sicherheitsmechanismus ist, dass Essbase in einer Berechnung nur in spezielle Fälle neue Datenblöcke erstellt. Es kommt immer wieder vor, dass eine Berechnung kein Ergebnis erzeugt. Der Grund ist oft, dass es keinen Datenblock gibt um das Ergebnis zu speichern. Daher ist es für den Entwickler oft eine Herausforderung, um die Datenblöcke vorher anzulegen oder Sorge zu tragen, dass Essbase immer die notwendigen Datenblöcke erstellt. In diesem Beitrag beschreibe ich verschiedene Methoden mit denen geziehlt Datenblöcke angelegt werden können.

Ein kurzer Ausflug in die Theorie von Datenblöcken.

Ein Datenblock besteht aus gespeicherte Elemente aller Dense Dimensionen. Jeder Datenblock in einer bestimmten Anwendung hat dieselbe Struktur, z.B. ein Raster aus allen Kennzahlen und Monate. Wenn eine einzige Zahl in eine Datenbank hochgeladen wird, erstellt Essbase einen Datenblock. Zudem wird in einem Index gespeichert, für welchen Schnittpunkt der Sparse Dimensionen diese Zahl hochgeladen wurde: z.B. für Florida und das Produkt Orangensaft.

Bei einer Aggregation der Daten entstehen dann viele Datenblöcke für die Hierarchie-Elemente der Sparse Dimensionen.

Dense / Sparse Dimensionen

Abbilung 1: Die Data Storage settings der Beispielanwendung.

Wegen der Komplexität gehe ich mit meiner Erklärung noch einen Schritt weiter und verwende dafür die Beispiel-Anwendung Sample Basic. Diese Anwendung hat die Dimensionsstruktur wie in Abbildung 1 gezeigt wird. Der Datenblock wird durch die Dense Dimensionen Years, Measures und Scenario gebildet. Ein Datenblock kann nur für die Kombination von jeweils einem Product und einem Market existieren. Dieses sind die Sparse Dimensionen.

Excel mit beschreibbare und schreibgeschuetzte Zellen.

Abbildung 2: Excel mit markierte Level0 Kombinationen.

In der Abbildung 2 habe ich in Excel die Struktur von einem Block in der Sample.Basic Datenbank erstellt. Die grünen Zellen sind die gespeicherten Elemente der Dense Dimensionen, und hier kann ein Datenload oder eine Eingabe stattfinden. Die grau markierten Zellen sind entweder Eltern Elemente oder haben Formeln. Diese werden berechnet, wenn der Block von der Festplatte in den Speicher geladen wird.

Sparse Dimensionen aufgerissen.

Abbildung 3: Die Sparse Dimensionen der Beispielanwendung.

Ein Aufriss von den Sparse-Dimensionen wird in der Abbildung 3 gezeigt. In dem weiteren Verlauf des Beitrags werde ich hiermit die Beispiele erstellen.

Es ist also wichtig, das Datenmodell zu kennen!

Das Problem näher beschrieben.

Wie am Anfang schon beschrieben, erstellt Essbase nicht in allen Fällen den benötigten Datenblock. In den meisten Fällen schon, wie beim Laden von Daten mit SmartView oder per Laderegel, dort gibt es kein Problem. Auch bei der Aggregation der Daten werden die Datenblöcke erstellt. Auch der DATACOPY Befehl in einer Berechnungen wird die benötigten Blöcke ohne Probleme erstellen. Doch das Problem kann auftreten bei der Verwendung einer Gleichung in einer Business Rule oder Calc Script.  

In der Abbildung 4 sehen wir ein Beispiel, wo wir die Sales Daten von Texas und Grape in Florida Orange kopieren wollen. In diesem Fall werden keine Datenblöcke erzeugt.

Skript mit 2 Zeilen

Abbildung 4: In diesem Skript werden keine Datenblöcke erzeugt.

Wenn wir aber die Formel umschreiben, wie in Abbildung 5, dann werden Datenblöcke erzeugt. Was ist den Unterschied? In dem zweiten Fall steht ein Element einer Sparse Dimension links von der Gleichung. Wie oben beschrieben, wird ein Element einer Dense Dimension in alle möglichen Datenblöcke einer Datenbank verwendet. Eine Gleichung ohne FIX würde dann alle möglichen Datenblöcke einer Datenbank erstellen, und schon bei kleine Datenmodelle sind das bestimmt mehr GB an Daten als die Festplatte fassen kann. Deshalb gibt es diese “Sicherung”.

Skript mit sparse dim links.

Abbildung 5: Das Dense Member ist in den FIX, hiermit werden Datenblöcker erzeugt.

SET CREATENONMISSINGBLK und SET CREATEBLOCKONEQ

Es gibt natürlich auch Wege, um diesen Sicherheitsmechanismus abzuschalten und Essbase die Datenblöcke erstellen zu lassen. Dieses wird erreicht mit den Settings SET CREATENONMISSINGBLK und SET CREATEBLOCKONEQ. Ein großer Nachteil ist, dass der Einsatz von diesen Settings oft in viel extra Rechenzeit endet und deshalb sollten diese bedachtsam eingesetzt werden.

Mit SET CREATENONMISSINGBLK ON schaut Essbase während der Berechnung im Speicher nach, ob ein Block überhaupt einen Datenwert enthalten würde. Wenn dem so ist, dann wird dieser Datenblock erstellt, sonst nicht. Dieses erzeugt also keine leere Datenblöcke, und das ist ein sehr großer Vorteil. Die Setting funktioniert sowohl in einer Formel mit einem Dense oder Sparse Element. Diese Funktion sollte nur mit einem begrenzten FIX – ENDFIX eingesetzt werden, denn potentiell entstehen viele Daten, die nicht unbedingt gewollt sind. Dieses Setting schaltet auch die SET CREATEBLOCKONEQ ab.

Das Setting SET CREATEBLOCKONEQ ON erzeugt Datenblöcke, und zwar viele! Hierbei wird nicht geschaut, ob diese Daten enthalten oder nicht. Nur wenn man eine Konstante einsetzt, z.B. “Florida” = 100; werden keine Böcke erstellt, ansonsten aber wohl. Es sind also sehr spezielle Fälle, wo diese Setting zum Einsatz kommt.

Die CREATEBLOCK Funktion

@CREATEBLOCK? den kenne ich noch garnicht. Ja, das kann sehr gut sein, denn diese Funktion kam erst in der Version 11.1.2.3. uns zur Verfügung. Die Anwendung ist sehr einfach, denn mit der Funktion muss nur ein Membername oder eine Liste mit Membernamen angegeben werden. Hierunter werden auch Memberkombinationen mit dem CrossDimensionalOperator und Funktionen die eine Liste von Elemente ausgeben wie z.B. @IDESCENDANTS verstanden. Mann sollte hier ein Element oder Elemente einer Sparse Dimension wählen und dann erfolgt die Berechnung im Top-down Modus.

@CREATEBLOCK(mbrName|mbrList)

Damit nicht zuviele Blöcke erzeugt werden, sollte auch diese Funktion unbedingt mit FIX auf den benötigten Bereich eingestellt werden. Das Erzeugen der Blöcke geht superschnell, doch wenn dann die Aggregation kommt, dann kann es zu kitische Größen kommen.

In dem Block werden alle Zellen auf #missing gesetzt und damit wird ein leerer Block erstellt. Aber keine Sorge, wenn der Block schon existiert, dann werden die Daten nicht angerührt, denn die Funktion erstellt nur Blöcke, die es noch nicht gibt. Danach kann die Berechnung erfolgen, für welche diese Blöcke angelegt wurden. Nach Abschluss wäre es eine gute Sache, um die nicht benötigten Datenblöcke mit dem Kommando CLEARBLOCK EMPTY wieder zu entfernen. Hiermit bleiben keine unnötige Altlasten in der Datenbank zurück.

DATACOPY

Bewährt und oft eingesetzt wird auch der DATACOPY Befehl. Weil diese auf den Index schaut, ist diese Methode auch sehr schnell. Wenn der kopierte Bereich anhand der Werte aus dem Quell-Bereich Berechnet wird, dann hat man immer einen Datenblock und auch keine zuviel. Vorallem bei Allokationen, wo ich den Treiber mit DATACOPY in den Rechenbereich kopiere, funktioniert ganz gut.

Fazit

Gute Calc Skripte schreiben ist nicht einfach, aber es ist einfach, damit zu beginnen. Es gibt vieles zu beachten und der Datenblock ist eines davon. Ich hoffe dieser Beitrag bringt ein wenig Licht in die Katakomben der Essbase Rechnenmaschine.

Ihr Philip Hulsebosch

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Direkte Seitenlinks für Formulare

Eine Kundenanforderung war, um Formulare einer Planungsanwendung direkt in einem Browser aufzurufen. Diese Funktionalität gibt es in der Planning Cloud und dieser Beitrag zeigt wie das geht.

Es kann sehr praktisch sein, für bestimmte Dateneingaben eine direkte URL zu haben, anstatt sich zuerst in Planung anzumelden und dann in einer Formularstruktur das jeweilige Formular zu suchen und zu öffnen. Wenn ein Benutzer entsprechende Zugriffsberechtigungen hat, kann dieser über die URL direkt auf das Formular zugreifen, um es anzuzeigen und zu aktualisieren. Das Gute daran ist, dass hier auch direkt der POV mitgegeben werden kann. Somit können auch URL’s für verschiedene Benutzergruppen erstellt werden.

In der Anwendung habe ich ein Formular erstellt, welches den Namen SchnellUpdateForm trägt. Hier gibt es ein Element in den Seiten welches ausgewählt werden kann. Sie sehen, ich bin in der Planning and Budgeting Cloud angemeldet und meine Anwendung heißt Property.

Formular welches ich mit einer URL ausserhalb der Cloud öffnen möchte.

Abbildung 1: Formular welches ich mit einer URL ausserhalb der Cloud öffnen möchte.

URL-Parameter

Anhand von meinem Link können sie die verschiedenen URL-Parameter erkennen. Der Link ist:

https://planning-test-xxxxxx.pbcs.em2.oraclecloud.com/HyperionPlanning/faces/LogOn?Direct=True&ObjectType=FORM&ObjectName=SchnellUpdateForm&POV=A_212

Cloud URL: https://planning-test-xxxxxx.pbcs.em2.oraclecloud.com/faces/LogOn?

Direct=True

ObjectType=FORM oder DASHBOARD

ObjectName= SchnellUpdateForm

POV=A_212

Ein POV mit mehreren Elementen kann mit einer durch Komma getrennten Liste erstellt werden. Wenn ein Elementname im POV ein Komma enthält, setzen Sie es in URL-codierte doppelte Anführungszeichen (%22) und wenn es leerzeichen enthält, dann ist die URL-Codierung ein %20. Aber bestimmt haben sie die Best-Practices eingehalten und keine Sonderzeichen in Formularnamen und Element ID’s. 😉

Wenn ich diesen dann in meinen Browser eingebe, dann erscheint eine Anmeldemaske.

Anmeldemaske

Abbildung 2: Anmeldemaske

Danach kommt mein Formular in Sicht.

Abbildung 3: Das Formular welches mit der URL aufgerufen wurde.

Abbildung 3: Das Formular welches mit der URL aufgerufen wurde.

Fazit

In der Cloud ist es noch einfacher um von aussen auf Formulare zu zugreifen.

Ihr Philip Hulsebosch.

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Strukturvergleich zweier Planning Outlines

Ab und zu kommt man in die Lage, dass die Dimensionsstrukturen zweier Applikationen miteinander verglichen werden müssen. Man will wissen welche Unterschiede es zwischen diesen gibt. Zum Beispiel, wenn man feststellen möchte, welche Anpassungen es in der Testumgebung gab und auf die Produktion Weiterlesen ›

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Performance von Essbase und Planung Anwendungen verbessern

Es gibt viele Anwendungen, die mit der Zeit an Performance verlieren und dann gibt es zu Recht irgendwann klagende Benutzer. Die Abfragegeschwindigkeit, die Rechengeschwindigkeit und auch das Datenladen dauern dann immer länger und die Anwendung wird als Ganzes als langsam erfahren. Dann wird es höchste Zeit für den Admin tätig zu werden! Wie und was dieser tun kann, beschreibe ich in diesem Beitrag.

Pflege und Instandhaltung

Auch Software-Anwendungen müssen regelmäßig gepflegt werden. Denn nur so kann ein guter Betrieb gewährleistet werden. Einerseits sollten, wie im Wohnzimmer, die Objekte aufgeräumt werden. Wer kennt es nicht, dass man immer wieder Business Rules, Reports und anderes sieht, welche nie mehr verwendet werden. Mit dieser Pflege lässt sich die Benutzeroberfläche verbessern.

Dieses hilft in der Regel aber nicht bei der Leistung oder der Performance. Hierfür gibt es eine Reihe anderen Dingen, die geschehen sollten. Dieses sind:

  • Aufräumen von Dimensions-Elementen
  • Aufräumen von Daten
  • Löschen von leeren Blöcken
  • Defragmentieren

Ziel ist es, nur relevante Daten in der Anwendung zu haben. Denn im Allgemeinen kann man sagen: je weniger und besser sortiert die Daten, je schneller die Anwendung.

Aufräumen von Dimensions-Elementen

Der größte Vorteil wird erzielt bei Elementen einer Dense (Dichten) Dimension, denn diese gespeicherten Elemente bilden den Datenblock und dieser hat in der gesamten Datenbank immer denselben Aufbau. Wenn ein Datenblock nur ein kleines bisschen reduziert wird, dann hat dieses einen großen Einfluss auf die gesamte Größe der Datenbank.

Oft findet man auch Elemente, die irgendwann mal angelegt wurden, weil hierauf Daten landen sollten oder weil eine Person dieses in einen Bericht brauchte. Aber aktuell sind diese nicht mehr nötig und man sollte dann mit den Benutzern dieses auch besprechen. Letztlich ist es auch in deren Interesse.

Aufräumen von Daten

Oft gibt es in Anwendungen noch Daten die sich niemand mehr ansehen wird. So gibt es immer wieder 2 Sicherungskopien eines Forecasts von vor 3 Jahren. Diese werden Jahr ein und Jahr aus mitgeschleppt. Jeder Backup, jede Restrukturierung und bei vielen anderen Aktivitäten werden diese Daten immer wieder verarbeitet.

Auch hier sollte regelmäßig kontrolliert werden, welche Daten gibt es überhaupt und die Benutzer sollten angeben welche nicht mehr notwendig sind. Diese werden dann auch gelöscht denn unsere Software und Struktur der Anwendungen sind generell nicht für „Big Data“ ausgelegt.

Wenn der Betrieb sich nicht von seinen Daten trennen kann, dann können diese Daten auch in Archive ausgelagert werden, denn hier sind sie weniger zur Last im täglichen Betrieb.

Löschen von leeren Blöcken

Hierzu gibt es ein gutes Calc Script Kommando, welches weiter nichts macht, als leere Blöcke aus der Datenbank zu entfernen. Dieses ist CLEARBLOCK.  Einfach ohne FIX in der Datenbank ausführen, aber Achtung – nur mit dem Parameter EMPTY werden keine Daten gelöscht!

Der Prozess kann bei großen Datenbanken lange dauern, aber die Datenbank ist frei für Leseaktivitäten der Benutzer. Der Prozess kann auch parallel ausgeführt werden, also kann man mehrere Prozessoren gleichzeitig auslasten und damit die Rechenzeit verringern.

CLEARBLOCK EMPTY;

Wichtig ist es, nicht nur den Level 0 zu verarbeiten, denn auch im oberen Bereich kann es viele leere Blöcke geben.

Defragmentieren

Beim Dataload, Berechnen und kopieren von Daten tritt eine natürliche Defragmentierung oder Zerstückelung auf. Ein Datenblock, der sauber und logisch zwischen anderen stand, wird etwas größer und kann nicht mehr an seine originäre Stelle auf der Festplatte geschrieben werden. Kommt also an die erste Stelle, wo dieser wohl passt. Bei vielen Scheib- und Rechenoperationen verliert die Datenbank schnell seine optimale Struktur auf der Festplatte. Der Server muss seine Daten von weiter von verstreuten Plätzen holen. Dieses hat einen großen Einfluss auf die Geschwindigkeit bei den Abfragen, aber auch den Berechnungen und auch das Laden und Exportieren von Daten.

MaxL statement

alter database <NAME> force restructure;

Dieser Aufruf wird die gesamte Datenbank neu strukturieren und während dieser Prozess läuft, ist die Datenbank für alle Benutzer blockiert. Die gesamte Datenbank wird im Hintergrund neu aufgebaut, und wenn der Prozess erfolgreich war, wird das alte Original entfernt und die neue Kopie Live gesetzt.

Fazit

Das Aufräumen von Dimensionselemente und Daten kann nicht automatisiert werden. Bis eine AI (artificial intelligence) dieses richtig beurteilen kann, sodass dieses in unseren Essbase Datenbanken umsetzbar ist, wird es bestimmt noch etwas dauern. Die übrigen Schritte aber lassen sich automatisieren und periodisch ausführen. Hierdurch werden die Benutzer die Anwendung lange mit Erfolg benutzen.

Ihr Philip Hulsebosch

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Neues zu EPM Version 11.2!

In meinem Beitrag „On Premise Version 11.2 kommt“ hatte ich beschrieben, dass es für die On-Premise Kunden nach der Version 11.1.2.4 noch weitere Versionen geben wird. Der Support wird für einen längeren Zeitraum sichergestellt und es gibt Bugfixes und neue Funktionalität.  Doch es gibt viel Neues, welches ich hier weiter beschreibe.

Was gibt es denn Neues*?

Hyperion EPM, ja so wird es noch immer in einem Oracle Blog genannt, wird Teil von dem „Oracle Applications Unlimited“ Programm. Dieses bedeutet dass Oracle die on-premise Anwendungen wertschätzt und sich verpflichtet um weitere Innovationen (Application- und Stack-Updates) zu schaffen und bis mindestens 2030 einen Premier Support anbietet. Wenn sie auf 11.2. upgraden, kommen sie automatisch in dieses Programm. Dieses ist der Link auf die offizielle Bekanntmachung, die ich hier oben zusammengefasst habe.

https://www.oracle.com/a/ocom/docs/support/hyperion-epm-announcement.pdf

Bei meinem diesjährigen Besuch der KSCOPE gab es weitere Mitteilungen wie z.B. die Roadmap der einzelnen Produkte und es wurde viel in der Software präsentiert, was es jetzt in Beta ist. Für die es noch nicht wissen, KSCOPE ist der jährliche Event von der ODTUG, der Oracle EPM & APEX Benutzergruppe.

Als ein Berichterstatter schreibe ich hierzu und verweise deutlich auf das „Safe-Harbor“ von Oracle und dass alles, was ich schreibe, ohne Gewähr ist. Dieses fängt an mit dem Verfügbarkeitsdatum von einem Technischen Release, welcher im September 2019 liegen soll.

Ein erster Schritt für die gesamte EPM Plattform

Die gesamte Plattform Hyperion EPM 11.2 wird in der Fusion Middleware (FMW) auf die Version 12g gebracht. Außer Essbase, welches ja kein Teil mehr ist von der FMW und daher gibt es weiterhin unser vertrautes Oracle Essbase 11.1.2.4.

Für diejenigen, die eigene Prozesse auf das Foundation Services Repository haben, sollten diese anpassen, denn es wird vereinfacht. Angeblich soll es ein 11.1.2.4.900 zum Download geben, welches diese Struktur schon hat. Das bedeutet leider auch, dass der Inhalt von Financial Reporting und dem Workspace migriert werden müssen. Das kann in einigen Fällen doch eine erhebliche Arbeit sein, auch wenn eine Migrationsanleitung vorhanden sein wird.

Unterstützung von anderer Software… und hierauf haben viele lange gewartet! Die hiernach aufgeführte Liste ist laut Oracle noch nicht komplett, aber hier ist sie dann….

  • OS: Windows 2012 und Windows 2016
  • RDBMS: Oracle 12.2, SQL Server 2017
  • Browser: Edge, Chrome, Firefox
  • Java: JDK 1.8

Wichtig zu nennen ist das es ein technischer Upgrade ist der ein “out of place install“ ist. Also kein: „mal eben schnell drüber installieren“.

Was wird denn in 11.2 fehlen?

Leider ist das doch eine ganze Menge… Hier eine Liste von „discontinued functions“ so wie sie auf der Konferenz gezeigt wurde:

Was immer unter dem Nenner Hyperion BI+ zu finden war, wird nicht mit auf die 11.2. Version gehoben. Dieses ist:

  • Interactive Reporting (IR)
  • Production Reporting (SQR)
  • Web Analysis (WA)

Und diese Funktionalität in Hyperion Planning wird es nicht mehr geben:

  • Hyperion Strategic Finance (HSF)
  • Crystal Ball (replaced by Predictive Planning)
  • Simplified User Interface
  • Workforce Planning
  • Capital Expense Planning
  • Project Financial Planning
  • Offline Planning

Bei Crystal Ball wird nur die Integration nach Planning aufgehoben, das Produkt wird es als Einzelprodukt wahrscheinlich weiter geben, und das gilt auch für das Strategic Finance.

Was genau mit den Modulen geschieht, wenn man den Upgrade macht ist mir noch unklar. Es wird bestimmt eine Lösung hierfür geben, denn viele Kunden haben hierin hohe Investitionen getätigt.

Wenn sie diese Module einsetzen und jetzt nach 11.2. wechseln müssen, können sich für weitere Informationen unverbindlich an mich wenden.

Enterprise Performance Management Architect (EPMA) wird DRM

Der EPMA ist nicht mehr in der neuen Version von den Foundation Services enthalten. Es gibt nicht so viele Kunden die diese Funktionalität einsetzen, welches mich verwundert hat. Denn das Konzept von der Dimensionspflege war schon gut.

Stattdessen bekommt man jetzt eine reduzierte Lizenz von dem Data Relationship Management (DRM).  Diese Software ist ein sehr starkes Werkzeug für die Pflege von Dimensionen und Hierarchien. Es ist ein Spezialwerkzeug mit sehr viel mehr Funktionalität aber auch Komplexität. Es generiert Dateien, die dann mit einem Dimensionsladeprozess in Planning geladen werden.

Es wird Batch Skripte geben, um die Migration zu vereinfachen und ein White Paper mit einer Anleitung.

Gibt es keine Produkterweiterungen?

Dieses ist erst einmal ein Service Release, um die Foundation Services auf die nächste Generation zu bringen. Alle Produkterweiterungen für die Applications (Planning, HFM, Profatibility and Cost Management, etc ) kommen dann in eine Serie von Patch Set Updates (PSUs).

Hiernach beschreibe ich die Pläne für die Patch Set Updates.

Planning

Ich hatte in meinem vorigen Blog zu diesem Thema schon eine Liste von Produktfunktionen beschrieben, doch diese hat sich seit dem noch geändert. Das „Safe Harbor“, welches ein „Ohne Gewähr“ bedeutet, ist also sehr zu Recht immer wieder gegeben. Die Funktionalität, die auf der KSCOPE genannt wurde ist folgende:

  • Smart Push (Daten Mapping an Formulare und Daten kopieren in ASO DB beim Speichern)
  • Dimension Editor in SmartView Extension (Dimensionen pflegen in Excel und dann hochladen durch Speichern)
  • Extended Attribute support (keine Attribut Dimensionen sondern Attribute einsetzen bei Daten Laden und Berichte)
  • Valid Intersections (Gültige Schnittmengen)

Alles was wir schon aus der Cloud kennen und zu einigen Punkten habe ich auch schon Blogbeiträge geschrieben. Alle vier sind aber ein großer Schritt in der Funktionalität und bringen den Kunden bessere Anwendungen.

Fazit

Die Entwicklungen von On-Premise EPM sind nicht zu Ende. Dieses ist eine gute Sache, denn viele Organisationen wollen/können nicht in die Cloud. Mit diesem Release ist ein Betrieb für die nächsten Jahre technisch möglich.

Ihr Philip Hulsebosch

https://blogs.oracle.com/proactivesupportepm/hyperion-enterprise-performance-management-epm-112-on-premises-release-information

* Safe-Harbor Applies (Ohne Gewähr)

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Smart View Tipp 19: Mehrere Smart View Abfragen auf einem Excel Tabellenblatt

Ich bekam die Frage „Ist es möglich, mehrere Smart View Abfragen auf einem Excel Tabellenblatt zu erstellen?“ und ich kann dieses bestätigen. In diesem SmartView Tipp zeige ich, wie dieses funktioniert.

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In der Oracle Analytics Cloud eine DV auf Essbase erstellen

Dieser Beitrag ist der vierte, und Letzter in einer Reihe rund um die Oracle Analytics Cloud. Diese Reihe begann mit einer „Oracle Analytics Cloud (AOC) Instanz erstellen“ und darauf folgte der Beitrag „Einblick in Oracle Data Visualization“. Danach habe ich beschrieben, wie ich Essbase initialisiere und eine Anwendung erstelle und in diesem Beitrag verbinde ich die Essbase Anwendung mit der Data Visualization.

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Essbase Anwendung erstellen in der Oracle Analytics Cloud

Dieser Beitrag ist der dritte in einer Reihe rund um die Oracle Analytics Cloud. Diese begann mit einer „Oracle Analytics Cloud (AOC) Instanz erstellen“ und darauf folgte der Beitrag „Einblick in Oracle Data Visualization“. In diesem Beitrag beschreibe ich, wie einfach es ist Essbase zu initialisieren und eine Anwendung zu erstellen.

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