EPM 11.2 Installation auf Oracle Virtualbox

Seit einigen Wochen ist die Oracle Enterprise Performance Management Version 11.2 verfügbar. In diesem Beitrag beschreibe ich, wie diese auf eine Oracle VirtualBox installiert wurde. Es beschreibt meine Erfahrungen und zeigt wie eine Installation auf einer Virtual Machine gemacht werden kann. Die Reise beginnt mit der Installation von Microsoft Server 19, Oracle Database und anderen Vorbereitungen. Danach findet die Installation und dann die Konfiguration statt. Als letztes beschreibe ich dann, was alles noch an Fehlern behoben werden musste, um die Software in Betrieb zu nehmen.

Neue VM in Oracle VirtualBox aufsetzen

Ich bin ein großer Fan von “Virtual Machines“ (VM), denn sie bieten mir die Möglichkeit um verschiedene Instanzen einer Software auf dem Laptop zu haben, und bei Bedarf eine Momentaufnahme (snapshot) zu erstellen und ggf. zu diesem Punkt zurückzukehren. Einer der Anbieter ist Oracle mit seiner gratis Virtualbox, die sehr einfach zu betreiben ist.

Meine Oracle Virtualbox die ein Upgrade bedarf

Abbildung 1: Meine Oracle Virtualbox die ein Upgrade bedarf.

Als erstes wird eine neue VM aufgesetzt. Ich nenne diese MS_Server19, wähle das OS Windows 64-bit aus, und gebe dieser CPU, Speicher und Festplattenkapazität. Hier sollte nicht gespart werden – ich musste die Platte auf 60 Gb vergrößern.

Die anfängliche Konfiguration der VM (etwas zu klein).

Abbildung 2: Die anfängliche Konfiguration der VM (etwas zu klein).

Danach kann das OS aufgespielt werden. Ich hatte mir eine Test-Lizenz von Microsoft Server 19 heruntergeladen, womit ich 180 Tage mit der EPM spielen kann. Wählen Sie die Standard Version mit Desktop.

Installation von Standard Version mit Desktop

Abbildung 3: Installation von Standard Version mit Desktop.

Und nach dem Abschließen der Installation lässt sich die VM mit Windows Server einwandfrei starten. Der erste Schritt ist damit getan.

MS Server 19 Standard auf der Oracle VM

Abbildung 4: MS Server 19 Standard auf der Oracle VM.

Installation von Oracle Database 12.2

Das nächste ist die Installation von Oracle Database 12.2 auf der Virtuellen Maschine. Das Installationspaket winx64_12201 hatte ich mir auf meinen Rechner geladen und den Ordner mit der VM geteilt. Damit kann ich von der VM direkt auf meinen Laptop zugreifen.

Ich wollte nicht von allen Installationsfenster einen Abdruck in das Blog einfügen, daher hier meine Installations-Optionen:

  • Create and configure a database
  • Desktop class
  • Use Windows Build-In Account

Und hier das Fenster mit der Konfiguration der Oracle Base:

Oracle Base Konfiguration

Abbildung 5: Oracle Base Konfiguration.

Und zur Kontrolle noch einen Login mit SQL*Plus.

Login funktioniert mit SQL*Plus

Abbildung 6: Login funktioniert mit SQL*Plus.

Danach habe ich auf der Datenbank einige Benutzerkonten erstellt. Hiermit kann ich das Repository von Planning, Calculation Manager, EAS etc. aufteilen und separat halten.

Weitere Vorbereitungen

Zu den weiteren Vorbereitungen gehört, die Performance Options auf System Managed Size zu setzen.

Performance Options auf System Managed Size setzen

Abbildung 7: Performance Options auf System Managed Size setzen.

Einen Admin Benutzer anlegen zur Installation.

Einen Administrator anlegen mit dem Namen hypadmin

Abbildung 8: Einen Administrator anlegen mit dem Namen hypadmin.

Wichtig ist das dieser Benutzer die folgenden Rechte bekommt unter Administrative Tools > Local Security Policy > Local Policies > User Rights Assignment.

  • Act as part of the operating system
  • Allow logon locally
  • Bypass traverse checking
  • Logon as a batch job
  • Logon as a service

EPM Software herunterladen

Der nächste Schritt ist von der https://edelivery.oracle.com/osdc/faces/SoftwareDelivery die EPM Software zu finden und herunter zu laden. Hier sollte der Oracle HTTP Server 11.2 nicht vergessen werden.

Auswahl der EPM Software (knapp 20 Gb)

Abbildung 9: Auswahl der EPM Software (knapp 20 Gb).

Danach alles in einen Ordner auspacken und dann kann es mit der Installation losgehen.

Installation

Die Installation sollte als Administrator Benutzer gestartet werden. Ich hatte mich als hypadmin angemeldet und dann das installTool gestartet.

Starten der Installation

Abbildung 10: Starten der Installation.

Das Verzeichnis für das Middleware Home ist: C:\Oracle\Middleware

Danach kam die Produktauswahl. Wichtig ist unterhalb von Foundation Services den Oracle HTTP Server zu selektieren. Standard ist dieser nicht ausgewählt.

Auswahl der Software.

Abbildung 11: Auswahl der Software. Nicht sichtbar ist die Auswahl von FDM Enterprise Edition und Profitability and Cost Management.

Und nach einer langen Zeit (wenn man wartet, dauert alles sowieso länger), kam dann die Nachricht dass alles Installiert wurde.

Alles grün.

Abbildung 12: Alles grün.

WICHTIG – Jetzt kein Configure!!!

Zuerst muss jetzt das Repository Creation Utility verwendet werden. Dieses ist neu und auch ein wenig „standard“ bei der Installation von Oracle Middleware. Man hätte vielleicht dann auch den Knopf entfernen können…

RCU

Das Repository Creation Utility (RCU.bat) wird als Administrator Prozess in dem Verzeichnis C:\Oracle\Middleware\oracle_common\bin gestartet. Dort wird die Option „Create Repository – System Load and Product Load” gewählt. Danach kommt die Konfiguration. Hierzu habe ich etwas mehr Bilder in das Blog aufgenommen.

Verbindung mit der Oracle Datenbank legen.

Abbildung 13: Verbindung mit der Oracle Datenbank legen.

Die ausgewählten Komponenten.

Abbildung 14:  Die ausgewählten Komponenten.

Den ODI habe ich nicht mitgenommen. FDM hat sein eigenes ODI, die Abbildung zeigt das separate ODI.

Die Übersicht der angelegten Schema.

Abbildung 15: Die Übersicht der angelegten Schema.

Von der Installationsmaske aus direkt Zugriff auf die Logdateien.

Abbildung 16: Von der Installationsmaske aus direkt Zugriff auf die Logdateien.

Interessant ist, dass das Verzeichnis noch immer EPMSystem11R1 ist…

In dem Verzeichnis C:\Oracle\Middleware\EPMSystem11R1\common\config\11.1.2.0 muss dann die Datei RCUSchema.properties mit Verbindungsparametern versehen werden. Diese werden in Klartext eingetragen und gespeichert. Beim ersten Start der Webanwendung werden diese dann verschlüsselt!

Originaldatei vor der Anpassung.

Abbildung 17:  Originaldatei vor der Anpassung.

Angepasste Datei mit den Verbindungsparametern.

Abbildung 18:  Angepasste Datei mit den Verbindungsparametern. Ja, ich verwende ein einfaches Password – pfui, schlechtes Beispiel!

EPM Konfiguration

Jetzt geht es (endlich) los mit der EPM Konfiguration. Diese habe ich in Abschnitte gemacht und hier zeige ich den ersten Teil. Die Batchdatei EPM System Configurator wird als Administrator Benutzer gestartet.

Soweit möglich habe ich die Standardeinstellungen beibehalten. Die Instanz nenne ich epmsystem1.

Konfiguration der Instanz.

Abbildung 19: Konfiguration der Instanz.

Die Erstkonfiguration mit der Verbindung zur Oracle Datenbank. Für den Server nehme ich localhost. Als Benutzername nehme ich hss für das Shared Services. 

Verbindungsparameter mit dem Repository.

Abbildung 20: Verbindungsparameter mit dem Repository.

In Abbildung 21 sehen sie einen Teil der Konfigurationsreihenfolge. Der erste Schritt waren die Common Settings, Deploy Application Service und das Deployment der Datenbank.

Teilkonfiguration.

Abbildung 21: Teilkonfiguration.

Weil ich die Repositories in verschiedene Datenbanken verteilen wollte habe ich die folgende Reihenfolge konfiguriert:

  • Workspace und Shared Services
  • Essbase, APS und EAS
  • Oracle HTTP Server
  • Calculation Manager
  • Planning
  • Financial Reporting und FDM
Deployment von dem Java Web Application Server in dem Domain EPMSystem.

Abbildung 22: Deployment von dem Java Web Application Server in dem Domain EPMSystem.

Hier verwende ich einen neuen Benutzer für innerhalb von EPM: epm_admin

Konfiguration von Essbase

Abbildung 23: Konfiguration von Essbase.

Starting OHS

Wie auch beim Repository Configuration Utility, gibt es beim Oracle HTTP Server eine Anpassung in der Installationsroutine. Diesen muss man selber starten. Ja, auch im Betrieb….

Erststart von ohs.

Abbildung 24: Erststart von ohs.

Ein Command Prompt Fenster als Admin starten und dann unter Middleware\user_projects\epmsystem1\httpConfig\ohs\bin den Befehl startcomponent ausführen.

Konfiguration war erfolgreich.

Abbildung 25: Konfiguration war erfolgreich.

Java Update

Ferner habe ich noch die JDK-8u241-windows-x64.exe installiert und die JAVA HOME in die Pfadangabe gebracht.

Danach einen Reboot gemacht und das EPM gestartet.

Diagnostics and Troubleshooting

Leider ging dieses nicht gut. Die Diagnostics sah auch nicht so grün aus wie eine Almwiese.

Erster Teil der Diagnostics.

Abbildung 26: Erster Teil der Diagnostics.

Die Analyse zeigte, dass sich die Webanwendungen nicht starten ließen. Das typische

Bad response code with both GET and POST methods: 503 and 503

Recommended Action: Check that the application is started

war bei allen zu sehen. Mit Hilfe von einem Kollegen, der echt Fit in Installationen ist, haben wir dann auch den Grund gefunden. Die boot.properties Dateien mit dem Benutzernamen und Password wurden nicht beim Erststart in den Webservice aufgenommen und entsprechend wurde der Dienst auch nicht konfiguriert.

Boot.properties Datei unverschlüsselt.

Abbildung 27: Boot.properties Datei unverschlüsselt.

Die erstmalige Integration haben wir dann in der Weblogic Konsole gemacht und dabei entstanden dann auch die verschlüsselten boot.properties Dateien.

Boot.properties Datei verschlüsselt.

Abbildung 28: Boot.properties Datei verschlüsselt.

Endlich Erfolg!

Ein Neustart und dann EPM starten. Danach manuell den Oracle HTTP Server und wir bekommen unsere Anmeldemaske.

Login war erfolgreich.

Abbildung 29: Login war erfolgreich.

Auch die Diagnostics sehen gut aus.

Diagnostics in grün.

Abbildung 30: Diagnostics in grün.

Fazit

Letztendlich konnte diese Standard Installation ohne Besonderheiten auf einer Standardplattform zum Ziel gebracht werden – aber einfach war es bestimmt nicht. Die Installationsanleitung hat viel Detail, aber wenn es einmal irgendwo nicht klappt, dann bietet diese wenig Hilfe.

Ich hoffe, dieser Beitrag hilft ihnen bei ihrer Installation. Mir bleiben noch einige Monate, bis meine Probelizenz abläuft und ich hoffe bis dahin ist die Linux-Version verfügbar. Dann gibt es eine Neuinstallation!

Ihr Philip Hulsebosch.

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Dieses Jahr eine Webinar KSCOPE – auch für Sie!

Die KSCOPE findet dieses Jahr nicht statt, aber nächste Woche (Dienstag 19. Mai 2020 bis Freitag 22. Mai 2020) gibt es eine virtuelle KSCOPE, die für alle interessierte frei zugänglich ist. Die Webinare beginnen rund 17.00 Uhr und enden rund 22.00 Uhr (deutsche Zeit). Nächste Woche gibt es also jeden Abend verschiedene interessante Beiträge zu Essbase, Planning aber auch Infrastruktur und Reporting! Man kann sich für beliebig viele Webinare eintragen. Die KSCOPE steht bekannt um seine hoher Qualität der Beiträge und diese werden jetzt angeboten als „Learn from Home Series“ in 4 parallele Tracks. Diese sind hierunten dargestellt.

Ich habe mich für u.a. folgende Beiträge eingetragen (und zeigt ein wenig was so angeboten wird…)

Dienstag              ASO Calculations and Calc Manager, What Is Robotic Process Automation (RPA) and Why Should You Care? und Oracle Analytics Data Visualization in an EPM World

Mittwoch            Essbase Road Map, What Now, Essbase? (von Cameron Lackpour und Tim German) und OAC Networking and Infrastructure: A Walkthrough

Donnerstag        Free Form Planning 101: How to Build Essbase Cubes in Free Form Planning, Introduction to Essbase MDX for Reporting (von Tim Tow) und Essbase Calculations: Elements of Style

Freitag                 Moment of Truth: Should You Stay (on-premise) or Should You Go (to Oracle’s EPM Cloud)? (von Opal Apalat), Seeing Is Believing: Oracle Profitability and Cost Management in Action und Advanced Calculations for PBCS, Planning and Essbase.

Mehr Information und das Programm können sie unter dieser URL finden: https://www.odtug.com/page/odtug-learn-from-home-series

Ihr Philip Hulsebosch

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Essbase Roadmap (20c)

Regelmäßig gibt es Präsentationen vom Oracle Product Management, wo die Reise mit den Produkten hingeht (Roadmap). Superinteressant für alle die mit den Produkten intensiv arbeiten und deshalb berichte ich in diesem Beitrag hierüber. Bitte beachten sie, Oracle (und damit auch ich) hat immer eine ohne Gewähr-Klausel (Safe Harbor Statement), die auch auf das hiernach beschriebene zutrifft.

 

Essbase Versionen

Das folgende Schaubild zeigt eine gute Übersicht der Essbase-Versionen – die 11g, 12c und hier noch 19c genannt, aber als 20c bald verfügbar.

Die 11-er Version kennen wir alle seit Jahren, entweder als Installation im eigenen Haus, als teil der Fusion Middleware wo sie über OBIEE verfügbar war, aber auch als Basis der EPM Cloud.

Abbildung 1: Übersicht der verschiedenen Essbase-Versionen

Die 12c Version ist eine Cloud Version, die als Teil von der Oracle Analytic Cloud zu uns kommt. Cloud bedeutet hier die Oracle Cloud Infrastructure (OCI) mit allem „drum und dran“, wie hohe Verfügbarkeit, hohe Sicherheitsanforderungen und flexibele Skalierung.

Was hier noch als Version 19c dargestellt ist, kommt in 2020 als, ja sie Raten es schon, 20c auf dem Markt. Und ja, ja, ja, es gibt eine On-Premises Version! Oracle hat kein Abschied genommen von der Cloud-Strategie, aber Essbase wird es wieder als Standalone auf dem eigenen Rechner im eigenen Rechenzentrum geben.

Das 20c ist ein Produkt, nur in unterschiedlichen Installationen. Die erste Version sollte es diesen Sommer auf Oracle Linux 7 (RedHat Enterprise) geben.

Eine direkte Migration von 11g (11.1.2.3.x) wird laut Oracle möglich sein.

Was gibt es Neues?

Wer von der 11g Version auf die 19c Version wechselt, wird doch große Veränderungen sehen: Das Cube Design, dort wo wir uns als Entwickler doch sehr viel aufhalten, ist kein Essbase Administration Service mehr, sondern ein Werkzeug mit dem Namen „Cube Designer“ als Web-basiertes Werkzeug oder als Teil von Smart View. Ich habe sowohl mit dem Webwerkzeug, als auch mit dem SmartView-Teil gearbeitet und dieses hat mir doch gut gefallen. Es ist vieles mal schneller um Dinge anzupassen oder nachzusehen.

Aber es wird doch vieles Alt-vertraut sein: MaxL, Calc Scripts, Essbase-Rechenkern und SmartView sind alle noch da.

Neuerungen werden sein:

  • Schneller als 11g. Vor allem bei Hybrid-Mode, wo Abhängigkeiten von Daten und Berechnungen in der Datenbank vorher analysiert werden, und darauf die Berechnung stattfindet.
  • Szenario Management (eine Art Sandkasten, wie wir diese auch schon bei der Planning Cloud gesehen haben)
  • Datasource und Connections. Dieses ist ein neues Konzept für Datenquellen/Rule Files/Partitionen. Diese werden einheitlich definiert. Details werden zu einem späteren Zeitpunkt durch Oracle näher erläutert.
  • REST API Unterstützung.
  • Einfacheres Benutzer- und Zugriffsmanagement.
  • CLI und MaxL über HTTP (remote execution of MaxL commands).

Essbase Architektur

Essbase wird als Java Agent (Jagent) in Weblogic Server eingebettet sein.  Die altbekannte sec-Datei ist jetzt in einer Oracle Relationalen Datenbank untergebracht. Die ESSSVR Prozesse laufen dann auf dem Betriebssystem und die Cubes liegen auf den Festplatten. Die Abbildung 2 hatte ich auch schon in meinem Beitrag „Vorschau auf Essbase Cloud Service“ verwendet und veranschaulicht die Architektur auch hier wieder.

12c/20c Essbase Architektur

Abbildung 2: 12c/20c Essbase Architektur

OCI Marketplace

Wer Essbase in der Cloud betreiben möchte, kann dieses über die Oracle Cloud Infrastructure Marketplace machen. Die Essbase Installation und Konfiguration wird hierdurch viel einfacher und man kann auch seine eigenen Lizenzen einbringen (Bring your own license BYOL). Dieses ist dann seine eigene Essbase Instanz, wo man dann selber auch für die Upgrades von Essbase und die Back-Ups Sorge tragen muss. Theoretisch kann man die Essbase.cfg anpassen. Die „Bleche“ und die Netzwerkinfrastruktur sind dann in der Hand von Oracle und werden professionell betrieben.

Dieses braucht man für Essbase in der Cloud:

  • OCI Compute Node: dieses ist eine vorinstallierte Essbase 19c/20c auf Linux 7 mit der angegebenen Anzahl Prozessoren und Speicher.
  • Block Volume: Hier liegen u.a. die .pag und .ind Dateien.
  • Object Storage Bucket: Hier liegen die Backups.
  • Database instance: Das Repository als Ersatz für die .sec Datei. Hier bietet sich die Autonomous DB an!
  • KMS/Vault Entries: die Schüssel zum Verschlüsseln aller Daten.

Optional ist jetzt:

  • Load Balancer: Zugangstor – auch wenn man nur eine Essbase Instanz (Compute Node) hat.

In der Abbildung 3 wird dieses grafisch dargestellt.

Schaubild vom Netzwerk und den Komponenten bei Essbase in der Cloud.

Abbildung 3: Schaubild vom Netzwerk und den Komponenten bei Essbase in der Cloud.

In dem Schaubild ist auch dargestellt, dass Internet Gateways definiert werden können, um per VPN/Fast Connect die eigene On-Premises Welt zu verbinden.

Fazit

Ich kann nicht warten bis die neue Version von Essbase verfügbar ist. Meine Erfahrungen, auch im Umfeld von Planning Cloud mit dem Dimension Editor möchte ich auch in Essbase erfahren.

Sicherlich werde ich dann auch einmal eine Essbase Cloud aufbauen und hierüber in diesem Blog berichten!

 Ihr Philip Hulsebosch.

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Drillbridge – für den Sprung aus EPM in die relationale Welt

Die EPM Platform mit Oracle Hyperion Planning, Hyperion Financial Management (HFM) und Oracle Essbase bekommt generell ihre Ist-Daten aus anderen Datenquellen. Hierbei werden in der Regel auch keine Transaktionsdetails übernommen und oft gibt es ein Mapping. Dadurch entsteht ein “Bruch” zwischen den Software Systemen, die der Benutzer gern integriert haben möchte. Oft stellt sich die Frage, welche Daten verbergen sich hinter dieser Zahl die ich in Planning sehe? Und genau da hilft Drillbridge!

In meinem Beitrag “Drillbridge von Essbase auf relational gespeicherte Daten zugreifen” hatte ich schon einmal das Werkzeug vorgestellt und anhand von einem Beispiel die Einrichtung erklärt. Weil ich bei einem Kunden bin, wo das Drillbridge intensiv eingesetzt wird, sehe ich immer wieder wie stark die Integration mit relationalen Daten ist. Es bietet dem Benutzer auf doppelklick die unterliegenden Transaktionsdaten zu dieser Zahl in Planning an.

Was bedeutet das “Drill”?

Das Wort “drill” kommt aus dem Englischen und bedeutet bohren. Die Idee ist, dass man von der Oberfläche in die Tiefe geht und dort etwas hervor holt. Drill-Through oder Drill-Down werden als synonym verwendet und ist das verlassen einer Oberfläche an einem Daten-Punkt und hervorholen von Details zu dieser Zahl.

Drill-Through aus einem Formular

Abbildung 1: Drill-Through aus einem Formular.

Welche Drill-Through Optionen gibt es?

Im EPM gibt es 3 Software werkzeuge, um einen Drill-Through zu realisieren: Essbase Studio, FDMEE und Drillbridge.

Essbase Studio ist ihnen vielleicht noch bekannt unter den Namen Essbase Integration Service, ist ein Werkzeug um Essbase Anwendungen, direkt aus relationale Datenquellen zu erstellen. Die Dimensionen werden modelliert und so bekommen wir eine Integration hin. Diese Drill-Through Option gibt es also nur auf Essbase und kann daher nur mit SmartView verwendet werden auf Datenpunkte, die auch mit Essbase Studio geladen worden sind.

FDMEE ist die Abkürzung für Financial Data Management Enterprise Edition. Sie versehen, warum ich nur die Abkürzung verwende – meine Beiträge werden doppelt so lang, wenn ich alles voll ausschreibe. Nun, dieses Werkzeug, welches für Oracle im EPM-Bereich strategisch ist, versteckt sich auch unter den Namen Data Management in Planning und Cloud.

Ich will es offen zugeben und hier schreiben: ich bin nicht gerade ein großer Fan von FDMEE. Das Konzept und die Qualität gefallen mir nicht. Ich arbeite oft mit dieser Software aber Freude habe ich selten hieran. Nun, weil alle Daten in FDMEE geladen werden, und hier eine Verbindung zu der Datenquelle oder das die Datei in einem Ordner abgelegt wird, bietet das Werkzeug einen Drill-Through hierauf. Dieses funktioniert ganz gut, aber ist nicht einfach einzurichten. Es ist wohl notwendig um die Ladeprozesse auf FDMEE umstellen – also keine Essbase Rule files!

Bei Drillbridge braucht man das bestehende Modell nicht anzupassen, es funktioniert aus SmartView aber auch von Daten Formulare heraus. Es ist sehr flexibel und hat in der kommerziellen Version sehr viel konfigurierbare Funktionalität.

Was ist diese Funktionalität?

Der oben beschriebene “Bruch” der Daten in der Schnittstelle zwischen z.B. Planning und der Quelle z.B. Datawarehouse muss durch das Werkzeug überbrückt werden. Der Klick auf eine Zahl in einem Datenformular oder Smart View Excel muss übersetzt werden in eine Abfrage auf das Datenwarehouse, wo die unterliegenden Daten liegen.

In der Regel werden Drillbereiche eingerichtet. So gibt es einen Drillbereich auf die Kosten Accounts und einen anderen auf die Ertrags-Accounts. Jeder zeigt dann auf eine andere Datenquelle, wo die unterliegenden Daten herkommen.

Hierzu muss der POV dieser Datenzelle abgegriffen und übersetzt werden. Hierzu bietet Drillbridge sehr viele Möglichkeiten an. Pro Dimension werden diese definiert z.B. Jan wird “01” und FY20 wird in 2020 umgewandelt. Es gibt die Option, um eine Anzahl Zeichen abzutrennen oder anzuhängen, z.B. um ein Account Präfix zu entfernen.

Umwandeln der Jahreszahl von FYxx auf 20xx.

Abbildung 2 : Umwandeln der Jahreszahl von FYxx auf 20xx.

Es können Mapping Tabellen eingelesen werden, die bei der Umsetzung unterstützen, es können Elemente ausgeschlossen werden und vieles Mehr.

Bei Drillbridge kann man eine Drillaktion auf das Ergebnis eines Drills setzen. So kann man z.B. runter bis auf einen eingescannten Rechungsbeleg gehen.

Es gibt auch Firmen die das Drillbridge einsetzen um Metadaten zu erschließen. So kann man Informationen anbinden, wie welche Kostenstelle ist dieses, wann wurde diese aktiviert und aus welchen ist diese hervorgegangen. Wer ist der Eigentümer und welche Rufnummer hat er/sie?

Fazit

Wie sie lesen konnten, ist das Drillbridge ein kräftiges Werkzeug welches die Brücke bilden kann zwischen ihren Daten in Planning/HFM/Essbase und der relationalen Welt, wo diese herkommen, oder wo verwandte Daten liegen.

Ihr Philip Hulsebosch

https://www.appliedolap.com/products/drillbridge
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PCMCS – Kosten- & Leistungsrechnung in der Oracle-EPM-Cloud – (noch k)ein Praxis-Bericht –

Philip, an dieser Stelle nochmal „Herzlichen Glückwunsch“ zum

Oracle Ace Associate!

Es ist einige Jahre her, ich war Teilnehmer einer Oracle-Partner-Veranstaltung und entschied mich für eine Session zum Thema: „Kosten- & Leistungsrechnung mit Oracle EPM“. Das entsprechende Tool hieß „HPCM“ (Hyperion Profitability & Cost Management).

Die angekündigte Funktionalität machte mich neugierig und die Idee dahinter überzeugte mich schnell. Mein praktischer Background als Controller sollte doch reichen, um unverzüglich zum Experten der Kosten- & Leistungsrechnung mit Hilfe von HPCM zu werden, oder?

Abbildung 1: Kosten- & Leistungsrechnung in der Oracle-EPM-Cloud

Jedoch, der Traum platzte schnell, ein Kollege bremste meinen Eifer:

„Gute Idee, aber leider interessieren sich EPM-Kunden im deutschen Markt nicht für Software mit vordefinierten Geschäftsmodellen und Templates. Die wollen lieber alles selber und vor allem individuell machen“

Schade, presse ich also weiter manuelle Allokationen in Essbase-CalcScripte. Und weil das ganz schön herausfordernd werden kann, machen es nicht so viele, obwohl sich unser Essbase doch so wunderbar dafür eignet.

In der Tat hat sich nach meinem Kenntnisstand bis heute nichts daran geändert, oder kennen Sie Anwender von HPCM in Deutschland?
Europa- und erst recht weltweit sieht das ganz anders aus, aber bei uns haben sich diese fachlich und technisch vorgedachten Module nicht durchgesetzt.

Jahre später sieht es so aus:  
Oracle forciert seine „Cloud-Readiness“ und hat seine Essbase-basierte Kosten- & Leistungsrechnung in die Oracle EPM-Cloud gebracht.
Na schön, anderswo ist das Tool sehr verbreitet, wieso sollten wir uns jetzt dafür interessieren? 

Abbildung 2: Oracle Cloud Readiness

Nun, zunächst heißt das,

  • ein Produkt ist für Oracle besonders relevant, wenn es in die Oracle EPM-Cloud übertragen wird (Cloud Readiness ist Zukunft)
  • Cloud heißt Zukunft:
    • geringe Einstiegshürden,
    • geringe laufende Kosten,
    • schnellere Implementierung,
    • keine Infrastruktur-Wartung,
    • …..
  • Vor kurzem hat Oracle angekündigt, 2020 die Lizensierung im EPM-Bereich drastisch zu verändern. Den exakten Wortlaut der Oracle-Kollegen kenne ich nicht, mein Verständnis der neuen EPM-Lizensierung ist:
    • Die EPM-Cloud ist in verschiedenen Ausbau-Stufen (Standard, Enterprise, Enterprise Data Management) verfügbar
    • Die Basis: EPM-Cloud-Standard muss für mindestens 10 Named User lizensiert werden,
    • ab 25 Named User kann die EPM-Cloud-Enterprise lizensiert werden.
      Der „Profitability & Cost Management Cloud Service“ ist in der EPM-Enterprise-Cloud enthalten. Merken Sie sich bitte ab sofort das Kürzel PCMCS, die neue Bezeichnung für das bisherige HPCM.
    • Jeder Benutzer erhält vollen Zugriff auf alle im jeweiligen Paket enthaltenen Anwendungen.

Produkte in der EPM-Standard-Cloud

  • PBCS / EPBCS –  Planning
  • FCCS – Financial Close
  • ARCS – Account Reconciliation
  • EPRCS – Narrative Reporting

Zusätzlich enthält die EPM-Enterprise-Cloud

  • PCMCS – Profitability & Cost Management
  • TRCS – Tax Reporting
  • EDMCS – Enterprise Data Management (5.000 Regeln)

Damit ist für alle Kunden mit mindestens 25 Benutzern (Oracle „Hosted Named User“) ist PCMCS (+ TRCS, + EDMCS) ohne zusätzliche Kosten verfügbar.

Selbstredend bleibt Essbase wesentlicher Bestandteil jeder EPM-Cloud, auf den bisher gewohnten On-Premise-Zugang via EAS u.ä. müssen wir jedoch leider verzichten. Schauen Sie sich gerne dazu die Erkenntnisse von Philip an, der bereits in mehreren Beiträgen tief in das EPM-Cloud-Thema eingetaucht ist.

Financial Reporting und Smart View gehören ebenfalls zum Standard-Setup, letzteres wird jedoch nach wie vor lokal installiert und verbindet sich über die Cloud-URL mit den dortigen Datenquellen.

Weitere in den Cloud-Paketen verfügbare Funktionalitäten sind Groovy, Advanced Consolidations, XBRL Reporting und Transaction Matching.

Gibt es sonst noch etwas zu sagen? ABER JA:

Die in Deutschland ansässige Dependance eines internationalen Finanz-Konzerns hat sich Controlling-Tools namhafter Anbieter angesehen.

Gesucht wurde eine Software, mit der die Excel-basierte Kosten- & Leistungsrechnung mit einer Standard-Software abgelöst werden sollte.

Die Funktionalität der Oracle EPM-Cloud hat im direkten Vergleich so überzeugt, dass man sich für PCMCS entschieden hat.

Und das Beste? Wir durften den Kunden bei der Einführung von PCMCS in der Oracle-EPM-Cloud unterstützen!

  • Erstes Oracle EPM-Cloud-Projekt für uns
  • unseres Wissens der erste PCMCS-Einsatz in Deutschland
  • Outline ohne EAS erstellen
  • Allokationen in einer ASO-Datenbank ohne CalcScripte
  • EPM Automate in der Praxis
  • …….,

Wir haben viel gelernt! Interessante Informationen aus diesem Projekt werden wir demnächst veröffentlichen.

Ihr Michael Schmidt

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Neue Benutzeroberfläche in der EPM Cloud

Sie war schon seit Monaten angekündigt, doch jetzt kommt sie – die R13 Benutzeroberfläche in der EPM Cloud. In diesem Beitrag zeige ich ihnen was uns als Oracle Partner gezeigt wurde.

Auffallende Änderung

Monatlich kommt die Email mit dem “What’s new” in der Oracle Enterprise Performance Management Cloud und seit langem gab es in der Rubrik “Upcoming Changes” den Punkt “New EPM Cloud Interface”. In dem Release für April (3. April 2020 auf Test) kommt er dann doch und hier gibt es einen ersten Eindruck, was sich ändert.

Nichts gibt einem Benutzer ein größeres Gefühl mit etwas Neuem zu arbeiten als die Anpassung an die Benutzeroberfläche. Sie sehen hier unten die neue und bisherige “Dunkelblau” Ansicht mit der Form “Quadrat”.

Neue Ansicht.

Abbildung 1: Neue “Dunkelblau” Ansicht.

Bisherige Ansicht

Abbildung 2: Bisherige “Dunkelblau” Ansicht.

Die zuerst ins Auge springenden Unterschiede sind die Kacheln und der Hintergrund. Beides kann auch weiterhin nach Bedarf angepasst werden, aber hier beschreibe ich die Standardkonfiguration.

Einige Kacheln haben die Farbe gewechselt und selbst empfinde ich das als verwirrend, denn beim  Testen merkte ich, dass ich sehr stark auf Farben fokussiert bin und weniger auf Position. Die “Aufgaben” (Tasks) hatten einen grünen und haben jetzt einen lila Hintergrund. Auch der so oft verwendetet Knopf “Daten” ist jetzt orangefarben geworden, wie auch die Infolets.

Was man auch direkt merkt, ist was im Aufbau von Webseiten “responsive design” heißt. Die Objekte auf der Seite verteilen sich besser auf der Breite von dem Webbrowserfenster. Hierdurch bekommt man das Gefühl, mehr Platz zu haben.

Geschmackssache

In der Benutzeroberfläche gibt es auch vieles was unter dem Nenner “Geschmackssache” fällt. Dieses sieht man, wenn man durch die verschiedenen neuen Themen durchblättert. Unter “Extras” (Tools) – “Darstellung” (Appearance) kann man sich was schönes aussuchen.

Wie auch in der Abbildung 3 sichtbar, die selektierte Kachel wird hervorgehoben und die anderen gehen optisch mehr in den Hintergrund. Dieses wird bestimmt in der Navigation helfen.  Die Aktivitäten-liste rückt dann auch etwas weiter nach rechts und bietet mehr Platz. Wenn viele Module aktiviert sind, gibt es entsprechend viele Kacheln und dann ist ein wenig extra Platz kein Luxus.

Das neue Thema “Autumn Red”.

Abbildung 3: Das neue Thema “Autumn Red”.

Auf der Rechten Seite sehen sie jetzt einen Pfeil nach rechts. Hier kann man dann die Dashboards besser anzeigen.

Fazit

Es gibt funktional keinen Unterschied, aber die Benutzer werden sich doch etwas gewöhnen müssen. Ich glaube, die Neuerungen kommen der Navigation doch zur Hilfe.

Ihr Philip Hulsebosch

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In eigener Sache: Oracle ACE Associate

Zu meiner Freude hat Oracle mir die Oracle ACE Associate Auszeichnung gegeben. Ich fühle mich sehr geehrt.

Was ist das Oracle ACE Program?

Das “Oracle ACE Program” besteht aus engagierten Mitgliedern der Oracle Community. Sie zeichnen sich aus durch ihre Erfahrung und technische Expertise in Oracle Produkten. Die Mitglieder fördern und helfen anderen mit Wissen durch u.a. Artikel, Blogs, Bücher und Tweets. Auf diese Weise gibt Oracle ihnen eine Anerkennung für ihr Engagement. Oracle unterstützt sowie vernetzt die Oracle ACE’s untereinander. Es gibt 3 levels:

  • ACE Associate
  • Oracle ACE
  • ACE Director

Oracle-Mitarbeiter sind nicht zugelassen.

Das Level “ACE Associate” ist ein Startpunkt und mein Ziel ist es, um mich zu einem “Oracle ACE” zu entwickeln. Dieses Blog war in der Beurteilung ein wichtiger Punkt und ich werde dieses unvermindert weiter führen in diesem Bestreben.  

Abbildung 1: Logo von “Oracle ACE Associates“

Ihr Philip Hulsebosch

Veröffentlicht unter Essbase

Anpassen der Kalender Dimension mit Halbjahres-Elementen

Es kommt in einer Planungsanwendung selten vor, dass die Dimension Periode einen Anpassungsbedarf hat. In diesem Fall wurde in dem Konzern die Veröffentlichungen für die Anleger von Quartal auf Halbjahr umgestellt. Dieses hatte zur Folge, das ein Level in die Periode eingefügt werden musste, welches doch anders geht als in anderen Dimensionen.

Ausgangssituation

Wir haben eine monatliche Planungshäufigkeit. Die Kalender Dimension bekommt standardmäßig den Namen “Period”, wird aber oft umbenannt in Monate oder Zeitperioden. Diese hatte hier einen einfachen Aufbau mit Monate als Basiszeitperiode aggregierend in Quartale und diese in ein Summenelement “YearTotal”. Das Element BegBalance als Anfangsbestand steht separat.

Dimension Periode in Detail.

Abbildung 1: Ausgangssituation.

Die beiden Halbjahres Elemente sollten H1 und H2 heißen. Wenn man die Elemente in der Hierarchie anklickt, sieht man schon schnell, dass das Einfügen von Übersichtszeitperioden beschränkt ist. Beim Erstellen von Übersichtszeitperioden müssen Sie von oben nach unten in der Hierarchie arbeiten, denn dieser Teil der Dimension muss eine symmetrische Rollup-Struktur haben. Nun, der Trick wie man dieses Level einfügt wird hiernach beschrieben.

Halbjahres Elemente einfügen.

Das Q1 Element wird selektiert und mit der Option Summenelement oder Übersichtszeitperiode einfügen (Add Summary Time Period) kann dann das Element H1 angelegt werden.

Summenelement einfuegen

Abbildung 2: Summenelement Option auswählen.

Das Element H1 wird angelegt. Automatisch bekommt dieses die Startperiode Q1 und Endperiode Q4. Dieses kann nicht geändert werden und sieht erst einmal komisch aus.

Elementdetails.

Abbildung 3: Das Summenelement hat die Startperiode Q1 und Endperiode Q4.

Entsprechend sieht dann auch der Zwischenstand aus. Das H1 Element hängt richtig hat aber alle Quartale unter sich.

Summenelement hangt falsch

Abbildung 4: Das Summenelement H1 hängt zwar richtig, hat aber die falschen Kinder.

Als nächstes sollte Q4 selektiert und erneut die Option “Summenelemente hinzuzufügen” betätigt werden.

Zweites SUmmenelement

Abbildung 5: Q4 auswählen, um das Summenelement H2 einzufügen.

Auch hier gibt es wieder nur das Q4 zur Auswahl.

H2 member

Abbildung 6: Das H2 Element einfügen.

Nun ist die Struktur fast richtig….

Korrekt einhaengen

Abbildung 7: Das H2 Element hat nur ein Quartal.

Als letztes wird das H2 Element editiert. Hier gibt es für die Startperiode die Auswahl zwischen den Quartalen 2 bis 4. Abhängig von der Auswahl der Startperiode, gibt es dann auch die Auswahl in der Endperiode.

Selektion der Endperiode

Abbildung 8: Auswahl der Start und End Periode.

Jetzt steht alles richtig und kann die Anwendung aktualisiert werden.

Refresh database

Abbildung 9: Die Struktur ist jetzt richtig und wird nach Essbase aktualisiert.

Was wird der Impact weiter auf die Anwendung sein?

Die Zeitsaldoeigenschaft der Accounts braucht nicht angepasst zu werden. Auch die Zeiteinstellung in den Szenarien braucht weiter keine Aufmerksamkeit.

Bei den Berichten und Formularen kann es anders aussehen. Hier liegt es natürlich daran was die Anforderungen sind, ob und welcher Anpassungsbedarf besteht. Bei dem @IDESCENDANTS auf das YearTotal werden jetzt die beiden neuen Elemente angezeigt. Dort wo mit GEN2 die Quartale selektiert wurden, sind jetzt die Halbjahreselemente gemeint. Dieses ist vorallem bei MDX wichtig zu beachten.

Abhängig von dem, ob die Dimension Dense oder Sparse ist, gibt es noch Arbeit. Bei dem doch seltenen Fall, dass diese Sparse ist, muss eine Aggregation der Daten erfolgen. Auch ist dann Sorge zu tragen, dass dieses auch in Skripte geschieht.

Bei den anderen Berechnungen ist es von Anwendung zu Anwendung unterschiedlich. Normalerweise rechnen wir ja immer auf Level0 (oder???) und dann gibt es meistens in anderen Berechnungen auch nichts zu tun.

Sie sollten aber achtgeben, wenn sie @PARENT, @ANCEST oder @GEN in Skripte haben, wo Datenwerte in Zeitperioden abgeholt werden.

Wenn diese Dimension Dense ist, haben wir ein weiteres dynamisch berechnetes Element, welches bei den Abfragen zu einer minimalen Verzögerung führen kann, aber meistens fallen diese innerhalb der Messgenauigkeit der natürlichen Variation.

Fazit

Die Dimension Periode hat so seine Eigenheiten in dem Anpassen der Struktur. Nicht nur, dass es keine weiteren Level 0 Elemente geben kann, sondern auch wie die Summenelemente angelegt werden müssen.

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Technische Info zum Upgrade auf 11.2

Seit Dezember 2019 ist EPM Version 11.2 verfügbar und jetzt fragen sich viele Kunden mit der Version 11.1.x, was ein Upgrade bedeuten würde. In den letzten Jahren hat sich oft so einiges an spezifische Entwicklungen angesammelt und es stellt sich die Frage, geht das auch auf 11.2? Ein Upgrade von einer Enterprise Performance Management Umgebung sollte man nicht auf die „leichte Schulter“ nehmen. Ich beschreibe in diesem Beitrag, wie ein Upgrade aussehen kann, aber verweise ausdrücklich darauf, dass das in jeder Umgebung anders sein kann.

Was machen wir?

Das fragen sich sehr viele Kunden, denn die Welt bleibt nicht still stehen und der Premier Support von 11.1.2.4. läuft (laut Oracle https://blogs.oracle.com/proactivesupportepm/updates-to-the-lifetime-support-policy-extension-of-premier-support-for-enterprise-performance-management-epm-release-1112x) nur bis Dezember 2021. In dem Beitrag “Upgrade auf Version 11.2 oder doch in die Cloud wechseln” hatte ich eine strategische Diskussion angeregt. In meinem Beitrag “Neues zu EPM Version 11.2” habe ich beschrieben, welche Drittanbieter Software in diesem ersten Release unterstützt und welche Funktionalität aus 11.1.x nicht mehr vorhanden sein wird.

Aber es gibt neue Info seit der Veröffentlichung des Beitrags:

Der IIS (Microsoft Internet Information Server) sollte nicht mehr als Front-End Webserver eingesetzt werden, sonder der OHS 12 (Oracle HTTP Server). Beim Download von edelivery.com ist es also ratsam, um diesen auch direkt mitzunehmen.

Dass die Welt nicht still stehen bleibt, zeigt sich auch bei dem Microsoft Edge Browser. Der Nicht-Chronium basierte wird jetzt unterstützt, aber mit dem Neuen ist es noch die Frage.

Bei dem Operating Systems gibt es bald auch wieder das Solaris und Linux 7 OS. Geplant ist das sowohl Oracle Linux als auch RedHat Linux unterstützt werden sollen, Oracle selbst kündigt eine Verfügbarkeit „in den nächsten Monaten“ an.

Abbildung 1: Linux logo.

Jetzt geht es mehr in das Technische, was muss gemacht werden, um auf 11.2 zu kommen. 

Upgrade auf 11.1.2.4

Es wird durch Oracle empfohlen, zuerst auf die Version 11.1.2.4.xxx zu gehen, aber dieses braucht nicht unbedingt die 11.1.2.4.900 zu sein. Hierdurch wird sichergestellt, dass die Migration so ablaufen kann, wie Oracle diese auch getestet hat. Vorteil ist, dass dieses nur ein Patch Release ist, welches einen beschränkten Aufwand bedeutet.

EPMA

Einer der wichtigsten Fragen ist, verwenden sie EPMA und wollen sie diese Funktionalität weiterhin verwenden? Den Enterprise Performance Management Architect, wie das praktische Werkzeug in seiner vollen Länge heisst, gibt es in 11.2 nicht mehr. Es gibt dann 2 Wege: Die Anwendungen umbauen auf „classic“ oder die Funktionalität durch DRM (Data Relationship Management) ablösen. Es gibt für EPMA Benutzer eine spezielle eingeschränkte Lizenz von diesem starken Werkzeug zum Dimensionsmanagement.

Oracle stellt ein spezielles „Migrations Kit“ zur Verfügung um die EPMA Dimensionen in das Dimension Relationship Management zu überführen. In der eingeschränkten Lizenz dürfen dann bis zu 5 Benutzer das Werkzeug bedienen und der Inhalt darf nur nach EPM Anwendungen exportiert werden. EPMA muss zuerst auf die Version 11.1.2.4.220 gebracht werden.

Das DRM wird nicht mit dem EPM installiert, sondern erfordert eine separate Installation. Zu beachten ist, dass dieses Tool wahrscheinlich einiges an Anpassungen in den Prozessen und auch Schulung bedarf. Ich findes es ein tolles Stück Software, aber ich mag es wenn Dimensionen sich kontrolliert durch die gesamte Datenflusskette entwickeln und nicht jeder mal ein Element hier und da nach Lust und Laune einfügt.

Weitere Informationen finden sie auf dem Support Portal:

Description: C:\Users\ph_ms\Documents\Blog\01 UnderConstruction\Technische Info zum Upgrade auf 11.2\02 Support Document 2626317.1.png

Abbildung 2: Das wichtige Whitepaper, der Inhalt kann aus rechtlichen Gründen nicht gezeigt werden.

Und dort ist auch der Link zu dem Dokument wo die Migration Schritt für Schritt beschrieben ist.: How_to_Migrate_Metadata_from_EPMA_to_DRM.pdf

Essbase

Das Fundament unter EPM, der Essbase Server, bleibt erst einmal auf Version 11.1.2.4.33. Dies ist wichtig zu beachten, wenn sie auch noch Essbase Anwendungen haben. Leider bleibt dann Hybrid Essbase auch noch eine Weile nicht verfügbar in Planning On-Premises.

Description: C:\Users\ph_ms\Documents\Blog\01 UnderConstruction\Technische Info zum Upgrade auf 11.2\03 Oracle EPM Logo.png

Abbildung 2: Das (alt-)bekannte EPM Logo.

Reporting and Analysis Framework

Das RA Framework, auch EPM Workspace genannt, wurde schon in Version 11.1.2.4 umgestellt. Dieses Framework bietet den Zugang zu abgelegte Dokumente und Berichte u.A. von Hyperion BI+ (WebAnalysis, Hyperion SQR, etc.) und Financial Reporting. Das Hyperion BI+ wurde ersatzlos gestrichen.

Das Financial Reporting hat mit seinem Web Studio eine Generalüberholung bekommen. Hierüber hatte ich schon in meinem Beitrag „EPM 12 Vorschau Financial Reporting“ berichtet.

Planning

Bei Planning ändert sich so einiges, denn sowohl Hyperion Strategic Finanance (HSF) als auch die Integration mit Crystal Ball (CB) entfallen. Für das HSF gibt es den Weg in die Planning Cloud, die solche Funktionalität bietet oder den Weg diese Funktionalität in Planning selbst zu erstellen (ein sehr interessantes Projekt!).

Bei Crystal Ball entfällt nur die direkte Verbindung nach EPM und nicht das Produkt selbst. Eine Basisfunktion ist in Predictive Planning vorhanden, aber ein statistisch ausgebildeter Mitarbeiter kann, im Vergleich zu CB, damit wenig machen.

Planning Module

Workforce Planning, Capital Expense Planning, und Project Financial Planning sind spezifische Module, deren Funktionalität auch in die Planning Cloud übernommen wurde. Aber diese Module werden in Version 11.2 nicht weiter geführt. Dieses bedeutet, dass diese Anwendungen in generische Planning Anwendungen überführt und betrieben werden könnnen. Es gibt aber keine neue Funktionalität oder Updates mehr. Es steht ihnen aber frei diese selbst weiter zu entwickeln, was in der Regel wowieso schon gemacht wurde.

Zum Upgrade werden die Anwendungen wie alle anderen Planning Anwendungen in die 11.2 Version mit LCM überführt. WICHTIG ist dass die Namen der Anwendungen nicht geändert werden sollten, denn dann passt das LCM nicht mehr.

Wie gewohnt werden beim LCM einige Fehler kommen, daher ist die Reihenfolge auch wichtig. Ich hatte immer noch die Idee, um einen Beitrag zu der Reihenfolge zu schreiben, aber dieses ist noch nicht geschehen.

Hyperion Financial Management (HFM)

Ich schreibe wenig zum Konsolidierungstool HFM, denn meine Expertise liegt auf einem anderen Gebiet, aber viele Kunden haben auch dieses im EPM integriert und daher muss dieses auch migriert werden.

Nun, für das Hyperion Financial Management sowie für das Schwesterprodukt Financial Close Management steht eine Schema Migration auf dem Programm. Dieses bedeutet, dass diese nicht über ein Frontend wie Life-Cycle Mangement oder einem Migrations Utility auf die neue Umgebung gebracht werden, sondern im Hintergrund Schema zu Schema gehen. Dieses ist keine schlechte Sache, denn es geht in der Regel einfach und schnell.

FDMEE

Auch zu diesem Tool schreibe ich wenig, nicht dass ich damit nicht arbeite, sondern mehr dass ich das Werkzeug nicht mag. Es wird besser, sicherlich jetzt mit der Integration mit ODI (Oracle Data Integrator), aber ich habe noch viele Argumente, warum dieses nicht bei mir passt.

Der Upgrade-Weg von FDMEE ist über ein Metadata Export und Import. Nein, nicht LCM oder eine Schema Migration, sondern ein eigenes. Dieses wundert mich nicht sonderlich, denn auch bei meiner täglichen Arbeit habe ich bei der Kombination LCM und FDMEE nie „Glück“.

Fazit

Ein Upgrade sollte sorgfältig geplant werden und dieser Upgrade ist kein „drüber installieren und fertig“. Daher ist hier eine Zusammenfassung:

Verwenden sie EPMA, dann müssen sie sich entscheiden welchen Weg sie gehen: DRM oder kein EPMA Funktionalität mehr.

Zu den Upgrade/Migrations Optionen nochmals eine Übersicht in Tabellenform:

Produkt Änderung zu V 11.1.2.4.x
EPMA Nicht mehr verfügbar.
IIS Nicht mehr unterstützt.
Hyperion BI+
– WebAnalysis
– Hyperion Interactive Reporting
– Hyperion SQR
Hyperion BI+ nicht mehr verfügbar.
Essbase Keine Änderung zu Version 11.1.2.4.33
Financial Reporting Studio Kein Thick-Client mehr, überarbeitet als „Web Studio“.
Planning
– Hyperion Strategic Finanance (HSF)
– Crystal Ball (CB)
HSF ist kein Planning-Bestandteil mehr
CB ist kein EPM-Bestandteil mehr.
Workforce Planning
Capital Expense Planning
Project Financial Planning
Diese Module sind in Version 11.2 nicht mehr verfügbar.
Produkt Methode
Foundation Services (Shared Services, Business Rules) LCM
Financial Reporting Framework (Workspace) LCM
Planning LCM
Financial Management Schema Update Utility
Essbase LCM
Financial Close Management Schema Update Utility
   

Hier ist der Link zur 11.2 Dokumentation vom Hersteller:

https://docs.oracle.com/en/applications/enterprise-performance-management/11.2/index.html

Ihr Philip Hulsebosch.

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FreiForm – ein neuer Applikationstyp für Planning

In der Planning Enterprise Cloud gibt es einen neuen Anwendungstyp mit dem Namen „Frei Form“ (engl. Free Form). Diese verspricht mehr Freiheit im Aufbau von Planungsanwendungen, und das ist natürlich immer willkommen, denn alle Firmen sind anders und haben oft spezifische Wünsche. In diesem Beitrag zeige ich interessante Dinge zu diesem Planungstyp.

Essbase mit Formularen

Schon bei der ersten Präsentation vom Produkt Management wurde auf „Essbase mit Formulare“ referenziert, und jetzt, dass ich dieses ausprobiert habe, kann ich dieses auch bestätigen. Es ist eine sehr starke Kombination, die viel eingesetzt werden wird.

Jede Planungsanwendung hat einige festgeschriebene Objekte, die nicht oder nur minimal geändert werden können. Dieses gewährleistet die Planungsfunktionalität der Anwendung auf die Essbase Datenbank. So gibt es die Plicht-Dimensionen Account, Entität, Szenario, Version, Jahr und Periode. Diese konnten zwar umbenannt und zweckentfremdet werden, aber z.B. eine Szenario Dimension blieb immer eine Dimension, wo die Zeitperioden geöffnet und geschlossen werden konnten. Ein anderes Beispiel ist die Trennung von Jahre und Monate in zwei Dimensionen, welches nicht immer praktisch ist und oft in Essbase zu bessere Lösungen führte.

Planning hat dafür aber andere Funktionalität, die wir in Essbase nicht, oder nur schwierig umsetzen konnten, und dazu gehören unter vielen Anderen die Formulare.

Anlegen einer Free Form Anwendung

Beim Anlegen einer neuen Planungsanwendung sieht man direkt im ersten Fenster unter Application Type die Option „Free Form“.

Auswahl von Free Form Applikationstyp.

Abbildung 1: Application Type „Free Form“.

Danach erscheint unter Application Setup die Option, um eine Essbase Anwendung zu importieren. Derzeitig hat das Selektionsfenster nur einen Eintrag, nämlich eine Outline (in XML Format oder .otl), doch ich erwarte hier weitere Optionen in zukünftige Updates.

Menu um Datei mit Outline hochzuladen.

Abbildung 2: Importieren einer Essbase Anwendung.

Weil in dieser Outline schon alle Dimensionen und übrige Dinge spezifiziert sind, geht es direkt weiter zur Übersicht und dem Startknopf zum Erstellen der Anwendung.

Anlegen der Anwendung.

Abbildung 3: Die Anwendung kann jetzt angelegt werden.

Nach einer kurzen Zeit kommt dann die Nachricht, dass die Anwendung erfolgreich angelegt wurde. Zum Erstellen dieser Anwenung hatte ich einen Essbase Cube genommen, den ich für Schulungszwecke erstellt hatte und eine Vielzahl von Dimensionen mit viel Funktionalität enthält. Man könnte auch eine kleine Outline als Basis nehmen, diese dann zum Erstellen der Anwendung verwenden und alle weiteren Elemente und Dimensionen später einfügen. Wichtig ist, dass diese eine Accounts und Periode dimension hat, denn alle weiteren sind generische Dimensionen.

Das Free Form sollte nicht verwechselt werden mit dem “Free-Form Budgeting” oder dem “Free Form Planning Business Process”. Diese beschreiben Business Prozesse und hier ist der Anwendungstyp gemeint. Dieser Plantyp wird innerhalb von Oracle auch Operational Planning genannt.

Dimensionen und deren Eigenschaften

Auf dem ersten Blick sieht man keinen Unterschied: man hat die Kacheln und unter Overview gibt es die Dimensionen. Mein Essbase Modell hat keine Dimension von dem Typ Version. Dieses führte nicht zu einem Problem beim Anlegen der Anwendung.

Ubersicht der Dimensionen.

Abbildung 4: Eine Übersicht der Dimensionen

Und dann auch einen Blick in die Account Dimension zeigt, dass alles da ist. Beim Import der Outline wurde die Dimensionseigenschaft mit übertragen. Diese kann später nicht mehr geändert werden.

Dimension Account.

Abbildung 5: Die Accountsdimension mit allen Eigenschaften ist vorhanden.

Details von einem Account.

Abbildung 6: Elementeigenschaften in der Accounts Dimension

Die Elementeigenschaften von einem Account sind unverändert. Interessant ist das es hier auch eine Option für den Quellcube (Source Cube) gibt. Derzeitig hat ein Free Form Modell nur einen Cube. Dieser ist entweder vom Typ ASO oder Hybrid und wird bestimmt durch die Outline, die hochgeladen wird.

Nun wollte ich aber mal nachsehen, ob ich in der Jahre-Dimension Elemente anlegen konnte ohne das Pflicht-Präfix „FY“ und zweistelliger Jahreszahl. Ich mag gern ID’s mit Buchstaben, aber das Format der Jahreszahl in Planning ist ab und zu sehr unpraktisch, wenn eine Integration mit Relationalen Datenbanken gemacht werden muss. Wie schön wäre es, wenn man Perioden wie 01-2019 in Planning haben könnte…

Anlegen neuer Jahre.

Abbildung 7: Anlegen von neuen Jahren.

Die Dimension Year ist eine generische Dimension, genau wie die Dimension Scenario. Wie in den Eigenschaften von dem Element Actual zu sehen ist, gibt es hier keine der Planning typischen Szenario Eigenschaften. Also das öffenen und schliessen von Perioden in den Formularen muss auf eine andere Weise geschehen, z.B. über die Zugriffsrechte.

Eigenschaften eines Szenarios.

Abbildung 8: Generische Elementeigenschaften in der Szenario Dimension.

Als letztes schaue ich mir die Dimension Periode an. Hier sieht man schon schnell, dass beim Import die Eigenschaften einer Zeitdimension erkannt und diese auch als Periode in Planning angelegt wurde.

Import der Struktur von Periode.

Abbildung 9: Die importierte Struktur der Dimension Periode

Wenn man sich dann die Elementeigenschaften ansieht, dann sieht man dass diese auf eine 12-monatige Struktur aufgebaut ist.

Dimensions-element Periode.

Abbildung 10: Dimensionselement Period.

Man ist aber nicht so frei in dem Anlegen von Perioden wie im Essbase. Die Struktur unterhalb von YearTotal ist festgelegt. In einem anderen Test möchte ich mal eine Outline hochladen, die eine abweichende Struktur in der Zeitdimension hat, und sehen wie diese in Planning übertragen wird.

Funktionalität in dem Applikationstyp Free Form

Essbase ist kein Planning – und andersherum. Doch wo treffen diese sich jetzt in diesem Applikationstyp? Was gibt es in Essbase, was wir nicht in Planning haben?

Aus der Planning-Perspektive: Wir haben kein Workflow, Smart Push, Sandboxes, Predictive Planning und keine Wechselkursumrechnung.

Aus der Essbase-Perspektive: Wir haben keine Rule Files, Report Scripts, LRO, Calc Scripts, Partitioning, Essbase Zugriffsrechte-Konzept und kein MaxL.

Doch wir haben vieles was wir in Essbase nicht hätten: Formulare, Dashboards, ….

Wenn wir uns das Navigator Menü ansehen dann ist fast alles da was wir aus Planning kennen.

Navigator Menu.

Abbildung 11: Das Navigator Menü (immer noch in English)

Formulare

Ein Formular, wie wir dieses aus Planning nur zu gut kennen. Doch hier direkt auf eine Essbase Outline gesetzt. Einige Zahlen in das Formular eingetragen und auf Speichern gedrückt.

Formular in Freiform

Abbildung 12: Formular auf der Essbase Outline.

Wie sie in dem unteren Teil der Abbildung 12 sehen können, werden die Daten direkt aggregiert. Dieses ist so, denn es wurde Hybrid Essbase aktiviert, welches dann für die sofortige Aggregation sorgt.

Dashboards

Dashboards sind nichts Neues in Planning, doch hier geht diese direkt auf die Essbase Outline. Dieses ist Funktionalität, die wir in auch in dem Essbase Datenbankumfeld wieder brauchen, nachdem das WebAnalysis das End-Of-Live bekommen hat.

Dashboards haben eine gute Anbindung an die Strukturen, wie sie typisch sind in Essbase. Das OBI ist ja auf relationaler Struktur (mit Generationen) basiert.

Ein Dashboard auf eine Essbase Outline.

Abbildung 13: Ein Dashboard auf der Essbase Outline

Aufgabenlisten

Eine der sehr starken Funktionen, die es in Essbase Anwendungen nicht gibt, sind Aufgabenlisten. Hier können Benutzer durch Aufgaben geführt werden, wie bestimmte Formulare, Berechnungen und auf Instruktionen gewiesen werden. In den Business Rules können sogar Befehle auf die Kommandozeile ausgeführt werden, und dann öffnet sich eine ganz neue Welt der Möglichkeiten.

Aufgabenlisten.

Abbildung 14: Aufgabenlisten

Von Essbase nach Free Form Planning

Dieses Free Form Planning ist wie ich mir „Essbase in der Cloud“ vorstellte. Deshalb sehe ich eine grosse Zukunft für dieses Modul. Doch gibt es noch einige Herausforderungen wenn man bestehende Essbase Umgebungen überführen möchte…

Die drei wichtigsten sind:

  • Kein Essbase Zugriffsrechtemodell (Matrix bis auf Zellen-ebene vs. ein-dimensionale Zugriffsrechte)
  • Automatisierung (EPMAutomate und Jobs anstatt MaxL)
  • Schnittstellen (Data Management anstatt von Rule Files)

Was muss aber konkret gemacht werden?

Outline: der Import sollte keine Probleme bereiten. Ansonsten kann die Outline vereinfacht, und später wieder Komplett gemacht werden.

Daten: der Übertrag von Level-0 Daten ist nicht schwierig.

Calc Scripte: diese werden in Business Rules übertragen.

Rule Files: hier ist Aufwand notwendig, um diese in Data Management zu Überführen.

Report Skripte: diese gibt es auch nicht mehr und müssen in Data Exporte umgebaut werden. Diese haben aber weniger Funktionalität. In speziellen Fällen bietet die REST API eine Lösung.

MDX Queries: wie die Report Skripte.

Smart View: in den meisten Fällen wird die Abfrage möglich sein.

Financial Reports: die Datenbank verbindung muss auf Planning umgestellt werden. Auch sollte geschaut werden ob das Reporting nicht auf Management Reporting Cloud umgestellt werden sollte.

Fazit

Bei diesem ersten Kennenlernen bin ich sehr begeistert geworden von dem neuen Planungstyp FreiForm. Sie bietet viel Funktionalität, die es in Essbase nicht gibt und viel Freiheit welches wir in Planning nicht hatten. Nun bringt Oracle die Essbase- und Planning Anwendungen dichter zusammen, welches uns Entwickler viele neue Möglichkeiten für unsere Kunden bietet.

Es ist perfekt geeignet um einfache Essbase Anwendungen in die Cloud zu migrieren.

Ihr Philip Hulsebosch.

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Business Rules in Planning und Essbase

Wie sie bestimmt wissen, werden Business Rules in dem Business Rules Designer geschrieben und dann nach Planning oder Essbase deployed. Nur der Code, der auch deployed wurde, kann für die Berechnung verwendet werden. Hierdurch gibt es ab und zu die Frage, welcher Code jetzt schon deployed wurde und welcher noch nicht. Dieser Beitrag zeigt ihnen einen Trick wie sie dieses herausfinden können. Auch zeige ich wie das Skript aussieht, wenn sie eine Rule mit Templates und Skripts haben.

Skript in Business Rules ist nicht gleich Skript in Planning

In Planning können sie dann unter Plan Type > Anwendung > Calculation Manager Rules die individuellen Rules sehen. Dieses ist auch in der Abbildung 1 dargestellt. Mit der Maus kann eine Rule selektiert und mit dem Menü-Eintrag “Export for Edit” exportiert werden. In einem Texteditor wie Notepad++ kann man sich die aktuell eingestellte Syntax ansehen. Dieses ist der Code, der bei der Ausführung von dieser Business Rule gilt.

Abbildung 1: Calculation Manager Rules in Shared Services.

In dem Editor sehen sie dann auch, wie die Skripte und Templates sich in das Skript eingebunden haben. Diese sind dann nicht wie im Business Rules Editor als Referenz aufgenommen, sondern der gesamte Code ist dann sichtbar. Das kann sehr praktisch sein, wenn es um komplexe Sachverhalte geht.

Abbildung 2: Script Reiter zeigt eine andere Ansicht.

Dieses ist auch sichtbar, wenn die in dem Editor, im unteren Feld den Reiter Skript auswählen. In dem gezeigten Beispiel in Abbildung 2 sehen sie im Oberen Bereich ein %Template in welchem die Settings definiert wurden. Diese werden in dem unteren Teil unter Skript sichtbar. Der große Vorteil bei der Verwendung von Templates und Skripte ist, dass, wenn es Anpassungsbedarf gibt, diese nur an einer Stelle im Code angepasst werden müssen.

Fazit

Manchmal kann man in Shared Services vieles finden, was in einer Anwendung verborgen liegt. Es kann sehr nützlich sein, auch wenn es in XML-Sprache abgelegt ist.

Ihr Philip Hulsebosch

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Upgrade auf Version 11.2 oder doch in die Cloud wechseln?

Wie sie vielleicht schon wissen, ist die Version 11.2. dann nun endlich verfügbar. Es gibt bestimmt auch in ihrer Organisation die Frage wann sie den Upgrade machen wollen. Nun gibt es einige technische Gründe, um auf diese neue Version zu wechseln, doch sollte auch die Frage gestellt werden, ob ein Wechsel in die Cloud nicht der bessere Weg ist. In diesem Beitrag bespreche ich Argumente für einen Upgrade oder einen Wechsel in die Cloud.

Cloud Computing

Cloud Computing ist keine neue Technologie im eigentlichen Sinne, sondern mehr eine neue Lieferform für Anwendungen. So wird dieses dann auch scherzhaft und vereinfacht ausgedrückt als: ‚The cloud is just someone else’s computer‚. Die Wolke, wie sie in IT Architekturbilder verwendet wird, gewinnt in den letzten Monaten stark an Attraktivität, oder, anders gesagt, die Skepsis nimmt kontinuierlich ab.

Pixabay – Ditaucis

Dieses Phänomen sehe ich nicht nur in der Presse, aber auch bei Kunden und Partnern die ich zu diesem Thema spreche. So sieht fast jeder Windows 10 Benutzer wahrscheinlich mehrmals am Tag die blaue Wolke von OneDrive und viele verwenden schon die Cloud Version von Office 365. Hierdurch wird die Cloud Lieferform im PC-Markt und in den Office Anwendungen sehr stark vorangetrieben. Es wird mehr und mehr Normal, seine Daten in der Cloud zu speichern. Dann ist die Verarbeitung von Firmendaten in der Cloud nur ein kleiner Schritt.

Bedenken

Andererseits sind viele Unternehmen mit ihren heute eingesetzten On-Premises-Lösungen zufrieden. Dadurch ist der Verbesserungsdruck für sie gering und den möglichen Vorteilen stehen bekannte und unbekannte Risiken gegenüber. Bedenken zur Datensicherheit waren und sind das wichtigste Argument gegen Cloud-basierte Lösungen. Generell stellen Sicherheitsbedenken andere Argumente schnell kalt. Täglich liest man in der Zeitung über Datenklau, Hacks und Lecks sowie, aber auch die Gesetze wie GDPR bekommen zurecht immer mehr Aufmerksamkeit. Das Argument, dass die Cloud bessere Vorsorge treffen kann, weil sie die beste Technologie und Experten, stimmt schon, aber On-Premise gibt es oft eine eindeutige Verantwortlichkeit und mehr räumliche Barrieren. Es sind in den meisten Fällen noch die eigene vertrauten Mitarbeiter die man in der Kantine auch sieht, die diese Systeme verwalten und überwachen. Die Technologie und Ausbildung die ihnen geboten wird, entscheidet auch mit, wie Sicher die Firmendaten im eigenen Netzwerk sind.

Pixabay – MashiroMomo

Die Kosten werden oft aufgeführt als wichtiges Argument, um in die Cloud zu wechseln. Doch auch hier sollte man richtig hinsehen! Bestimmt ist es so, das die FIXkosten bedeutend geringer sind und die Flexibilität größer mit Anwendungen in der Cloud. Aber es ist und bleibt ein Lizenzmodell welches eine bestimmte Laufzeit hat, wo FIXkosten mit einbezogen wurden. Ich komme zu Kunden, wo die Planungsanwendungen schon seit 8 oder 10 Jahren laufen. In diesem Zeitraum wären das so einige neue Lizenzverträge in der Cloud. Doch die Kosten für Upgrades und die Möglichkeit direkt neue Funktionen zu verwenden ist die andere Seite der Medaille.

Rundum modernisieren

Die Cloud ist für Unternehmen besonders interessant, die neue Anforderungen umsetzen oder ihre Lösungen modernisieren wollen. Vor allem wenn diese Anforderungen nicht mit bestehender Software optimal umgesetzt werden kann oder man zu einer größeren Investition wie ein Upgrade gezwungen wird. Die Modernisierung der technischen Basis bietet Unternehmen die ideale Gelegenheit auch ihre Planungen inhaltlich zu modernisieren. Der Upgrade auf Version 11.2 kann nicht über die heutige erfolgen, welches dann oft ein Grund ist, um auf neue Hardware zu wechseln. Auch in diesem Fall kann die Anwendung modernisiert werden, denn viele Bereiche werden sowieso anders gestaltet werden müssen.

So kann man in der Planung neue Funktionalität einbauen wie Rolling Forecasts,  Werttreiberorientierte Planung oder einfach mehr machen mit Simulationen und Szenarien. Die neue Version von Oracle Hyperion Planning hat bedeutend höhere Fachanwendertauglichkeit und senkt damit die Hürde für die Implementierung moderner Planungsansätze deutlich. In der Vergangenheit wurde von dem Fachanwender konzipiert und durch die IT umgesetzt. Jetzt liegen diese Aufgaben nun oftmals vollständig in der Hand der Fachanwender. Dieser kann fachlich passende und ausgefeilte Lösungen schneller entwickeln und anpassen. Ein Konzept, welches auch für den Erfolg von Self-Service BI verantwortlich ist.

Unabhängig

Genau diese Abhängigkeit von der IT ist heute oft das größte Problem. Ein Arbeiten in der Cloud kann dieses teilweise reduzieren, und ist aus “historische Gründen” oft größer bei On-Premises-Planungslösungen. Diese Abhängigkeit erhöht die Dauer der Implementierung neuer oder geänderter Anforderungen. Dies ist besonders dort problematisch, wo Änderungen häufig sind – und auf die Planung trifft dies in hohem Maße zu. Deshalb ist man mit einem Softwareupgrade noch nicht am Ziel, sondern sollte auch über ein Umbau der Prozesse und Verantwortlichkeiten nachgedacht werden. In vielen Unternehmen kann nur mit zunehmender Agilität auch das Potential von guter Software mit moderne, effiziente Planungsansätze auch ausgeschöpft werden.

Fazit

Betreiber von On-Premise EPM Umgebungen werden bald entweder einen Upgrade oder Wechsel auf die Cloud überwiegen müssen. Es gibt viele Gründe um auf On-Premise zu bleiben, und auch in die Cloud zu wechseln. Die Gewichtung der Argumente wird von Fall zu Fall unterschiedlich sein. Beachten sie aber immer, dass eine Modernisierung der technischen Basis, auch mit einer Modernisierung der Anwendung einher gehen sollte. Dann erreichen sie die größte Wertschöpfung.

Ihr Philip Hulsebosch

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Wie geziehlt Datenblöcke erstellen.

In einer Block-Storage Datenbank werden die Daten in sogenannte Datenblöcke gespeichert. Eine Standardfunktion und eine Art Sicherheitsmechanismus ist, dass Essbase in einer Berechnung nur in spezielle Fälle neue Datenblöcke erstellt. Es kommt immer wieder vor, dass eine Berechnung kein Ergebnis erzeugt. Der Grund ist oft, dass es keinen Datenblock gibt um das Ergebnis zu speichern. Daher ist es für den Entwickler oft eine Herausforderung, um die Datenblöcke vorher anzulegen oder Sorge zu tragen, dass Essbase immer die notwendigen Datenblöcke erstellt. In diesem Beitrag beschreibe ich verschiedene Methoden mit denen geziehlt Datenblöcke angelegt werden können.

Ein kurzer Ausflug in die Theorie von Datenblöcken.

Ein Datenblock besteht aus gespeicherte Elemente aller Dense Dimensionen. Jeder Datenblock in einer bestimmten Anwendung hat dieselbe Struktur, z.B. ein Raster aus allen Kennzahlen und Monate. Wenn eine einzige Zahl in eine Datenbank hochgeladen wird, erstellt Essbase einen Datenblock. Zudem wird in einem Index gespeichert, für welchen Schnittpunkt der Sparse Dimensionen diese Zahl hochgeladen wurde: z.B. für Florida und das Produkt Orangensaft.

Bei einer Aggregation der Daten entstehen dann viele Datenblöcke für die Hierarchie-Elemente der Sparse Dimensionen.

Dense / Sparse Dimensionen

Abbilung 1: Die Data Storage settings der Beispielanwendung.

Wegen der Komplexität gehe ich mit meiner Erklärung noch einen Schritt weiter und verwende dafür die Beispiel-Anwendung Sample Basic. Diese Anwendung hat die Dimensionsstruktur wie in Abbildung 1 gezeigt wird. Der Datenblock wird durch die Dense Dimensionen Years, Measures und Scenario gebildet. Ein Datenblock kann nur für die Kombination von jeweils einem Product und einem Market existieren. Dieses sind die Sparse Dimensionen.

Excel mit beschreibbare und schreibgeschuetzte Zellen.

Abbildung 2: Excel mit markierte Level0 Kombinationen.

In der Abbildung 2 habe ich in Excel die Struktur von einem Block in der Sample.Basic Datenbank erstellt. Die grünen Zellen sind die gespeicherten Elemente der Dense Dimensionen, und hier kann ein Datenload oder eine Eingabe stattfinden. Die grau markierten Zellen sind entweder Eltern Elemente oder haben Formeln. Diese werden berechnet, wenn der Block von der Festplatte in den Speicher geladen wird.

Sparse Dimensionen aufgerissen.

Abbildung 3: Die Sparse Dimensionen der Beispielanwendung.

Ein Aufriss von den Sparse-Dimensionen wird in der Abbildung 3 gezeigt. In dem weiteren Verlauf des Beitrags werde ich hiermit die Beispiele erstellen.

Es ist also wichtig, das Datenmodell zu kennen!

Das Problem näher beschrieben.

Wie am Anfang schon beschrieben, erstellt Essbase nicht in allen Fällen den benötigten Datenblock. In den meisten Fällen schon, wie beim Laden von Daten mit SmartView oder per Laderegel, dort gibt es kein Problem. Auch bei der Aggregation der Daten werden die Datenblöcke erstellt. Auch der DATACOPY Befehl in einer Berechnungen wird die benötigten Blöcke ohne Probleme erstellen. Doch das Problem kann auftreten bei der Verwendung einer Gleichung in einer Business Rule oder Calc Script.  

In der Abbildung 4 sehen wir ein Beispiel, wo wir die Sales Daten von Texas und Grape in Florida Orange kopieren wollen. In diesem Fall werden keine Datenblöcke erzeugt.

Skript mit 2 Zeilen

Abbildung 4: In diesem Skript werden keine Datenblöcke erzeugt.

Wenn wir aber die Formel umschreiben, wie in Abbildung 5, dann werden Datenblöcke erzeugt. Was ist den Unterschied? In dem zweiten Fall steht ein Element einer Sparse Dimension links von der Gleichung. Wie oben beschrieben, wird ein Element einer Dense Dimension in alle möglichen Datenblöcke einer Datenbank verwendet. Eine Gleichung ohne FIX würde dann alle möglichen Datenblöcke einer Datenbank erstellen, und schon bei kleine Datenmodelle sind das bestimmt mehr GB an Daten als die Festplatte fassen kann. Deshalb gibt es diese “Sicherung”.

Skript mit sparse dim links.

Abbildung 5: Das Dense Member ist in den FIX, hiermit werden Datenblöcker erzeugt.

SET CREATENONMISSINGBLK und SET CREATEBLOCKONEQ

Es gibt natürlich auch Wege, um diesen Sicherheitsmechanismus abzuschalten und Essbase die Datenblöcke erstellen zu lassen. Dieses wird erreicht mit den Settings SET CREATENONMISSINGBLK und SET CREATEBLOCKONEQ. Ein großer Nachteil ist, dass der Einsatz von diesen Settings oft in viel extra Rechenzeit endet und deshalb sollten diese bedachtsam eingesetzt werden.

Mit SET CREATENONMISSINGBLK ON schaut Essbase während der Berechnung im Speicher nach, ob ein Block überhaupt einen Datenwert enthalten würde. Wenn dem so ist, dann wird dieser Datenblock erstellt, sonst nicht. Dieses erzeugt also keine leere Datenblöcke, und das ist ein sehr großer Vorteil. Die Setting funktioniert sowohl in einer Formel mit einem Dense oder Sparse Element. Diese Funktion sollte nur mit einem begrenzten FIX – ENDFIX eingesetzt werden, denn potentiell entstehen viele Daten, die nicht unbedingt gewollt sind. Dieses Setting schaltet auch die SET CREATEBLOCKONEQ ab.

Das Setting SET CREATEBLOCKONEQ ON erzeugt Datenblöcke, und zwar viele! Hierbei wird nicht geschaut, ob diese Daten enthalten oder nicht. Nur wenn man eine Konstante einsetzt, z.B. “Florida” = 100; werden keine Böcke erstellt, ansonsten aber wohl. Es sind also sehr spezielle Fälle, wo diese Setting zum Einsatz kommt.

Die CREATEBLOCK Funktion

@CREATEBLOCK? den kenne ich noch garnicht. Ja, das kann sehr gut sein, denn diese Funktion kam erst in der Version 11.1.2.3. uns zur Verfügung. Die Anwendung ist sehr einfach, denn mit der Funktion muss nur ein Membername oder eine Liste mit Membernamen angegeben werden. Hierunter werden auch Memberkombinationen mit dem CrossDimensionalOperator und Funktionen die eine Liste von Elemente ausgeben wie z.B. @IDESCENDANTS verstanden. Mann sollte hier ein Element oder Elemente einer Sparse Dimension wählen und dann erfolgt die Berechnung im Top-down Modus.

@CREATEBLOCK(mbrName|mbrList)

Damit nicht zuviele Blöcke erzeugt werden, sollte auch diese Funktion unbedingt mit FIX auf den benötigten Bereich eingestellt werden. Das Erzeugen der Blöcke geht superschnell, doch wenn dann die Aggregation kommt, dann kann es zu kitische Größen kommen.

In dem Block werden alle Zellen auf #missing gesetzt und damit wird ein leerer Block erstellt. Aber keine Sorge, wenn der Block schon existiert, dann werden die Daten nicht angerührt, denn die Funktion erstellt nur Blöcke, die es noch nicht gibt. Danach kann die Berechnung erfolgen, für welche diese Blöcke angelegt wurden. Nach Abschluss wäre es eine gute Sache, um die nicht benötigten Datenblöcke mit dem Kommando CLEARBLOCK EMPTY wieder zu entfernen. Hiermit bleiben keine unnötige Altlasten in der Datenbank zurück.

DATACOPY

Bewährt und oft eingesetzt wird auch der DATACOPY Befehl. Weil diese auf den Index schaut, ist diese Methode auch sehr schnell. Wenn der kopierte Bereich anhand der Werte aus dem Quell-Bereich Berechnet wird, dann hat man immer einen Datenblock und auch keine zuviel. Vorallem bei Allokationen, wo ich den Treiber mit DATACOPY in den Rechenbereich kopiere, funktioniert ganz gut.

Fazit

Gute Calc Skripte schreiben ist nicht einfach, aber es ist einfach, damit zu beginnen. Es gibt vieles zu beachten und der Datenblock ist eines davon. Ich hoffe dieser Beitrag bringt ein wenig Licht in die Katakomben der Essbase Rechnenmaschine.

Ihr Philip Hulsebosch

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Direkte Seitenlinks für Formulare

Eine Kundenanforderung war, um Formulare einer Planungsanwendung direkt in einem Browser aufzurufen. Diese Funktionalität gibt es in der Planning Cloud und dieser Beitrag zeigt wie das geht.

Es kann sehr praktisch sein, für bestimmte Dateneingaben eine direkte URL zu haben, anstatt sich zuerst in Planung anzumelden und dann in einer Formularstruktur das jeweilige Formular zu suchen und zu öffnen. Wenn ein Benutzer entsprechende Zugriffsberechtigungen hat, kann dieser über die URL direkt auf das Formular zugreifen, um es anzuzeigen und zu aktualisieren. Das Gute daran ist, dass hier auch direkt der POV mitgegeben werden kann. Somit können auch URL’s für verschiedene Benutzergruppen erstellt werden.

In der Anwendung habe ich ein Formular erstellt, welches den Namen SchnellUpdateForm trägt. Hier gibt es ein Element in den Seiten welches ausgewählt werden kann. Sie sehen, ich bin in der Planning and Budgeting Cloud angemeldet und meine Anwendung heißt Property.

Formular welches ich mit einer URL ausserhalb der Cloud öffnen möchte.

Abbildung 1: Formular welches ich mit einer URL ausserhalb der Cloud öffnen möchte.

URL-Parameter

Anhand von meinem Link können sie die verschiedenen URL-Parameter erkennen. Der Link ist:

https://planning-test-xxxxxx.pbcs.em2.oraclecloud.com/HyperionPlanning/faces/LogOn?Direct=True&ObjectType=FORM&ObjectName=SchnellUpdateForm&POV=A_212

Cloud URL: https://planning-test-xxxxxx.pbcs.em2.oraclecloud.com/faces/LogOn?

Direct=True

ObjectType=FORM oder DASHBOARD

ObjectName= SchnellUpdateForm

POV=A_212

Ein POV mit mehreren Elementen kann mit einer durch Komma getrennten Liste erstellt werden. Wenn ein Elementname im POV ein Komma enthält, setzen Sie es in URL-codierte doppelte Anführungszeichen (%22) und wenn es leerzeichen enthält, dann ist die URL-Codierung ein %20. Aber bestimmt haben sie die Best-Practices eingehalten und keine Sonderzeichen in Formularnamen und Element ID’s. 😉

Wenn ich diesen dann in meinen Browser eingebe, dann erscheint eine Anmeldemaske.

Anmeldemaske

Abbildung 2: Anmeldemaske

Danach kommt mein Formular in Sicht.

Abbildung 3: Das Formular welches mit der URL aufgerufen wurde.

Abbildung 3: Das Formular welches mit der URL aufgerufen wurde.

Fazit

In der Cloud ist es noch einfacher um von aussen auf Formulare zu zugreifen.

Ihr Philip Hulsebosch.

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Strukturvergleich zweier Planning Outlines

Ab und zu kommt man in die Lage, dass die Dimensionsstrukturen zweier Applikationen miteinander verglichen werden müssen. Man will wissen welche Unterschiede es zwischen diesen gibt. Zum Beispiel, wenn man feststellen möchte, welche Anpassungen es in der Testumgebung gab und auf die Produktion Weiterlesen ›

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