Börsendaten in Oracle Data Visualization darstellen

Die Basis von Börsendaten sind die Parameter Schlusskurs, Tageshoch, Tagestief, Eröffnungskurs und das Volumen (Stück) aus der eine vielzahl an Kennzahlen gebildet werden und sehr viele spezifische grafische Darstellungen oder Charts. Wäre es möglich dieses in Essbase umzusetzen und mit Oracle Data Visualization dieses darzu stellen? In diese Beitrag beschreibe ich wie ich ein Candlestick Chart von Börsendaten erstelle.

Candlestick (Kerzenchart)

Die Oracle Data Visualization kommt standardmäßig mit einer ganzen Anzahl viel verwendeter Grafiktypen, doch im Finanzsektor, vorallem der Bereich wo Börsendaten involviert sind, werden ganz spezifische Grafiktypen benutzt und eine der meist bekannten ist der Candlestick.

In einem Candlestick wird die Spanne zwischen Eröffnungs- und Schlusskurs als kleines Rechteck dargestellt. Dieses ist weiß oder grün, wenn in dem Intervall (Tag/Woche/Monat) der Schlusskurs über dem Eröffnungskurs liegt bzw. schwarz oder rot, wenn der Schlusskurs darunter liegt. Über und unterhalb von diesem Rechteck befindet sich ein Strich. Der obere Teil (Docht) geht bis zum höchsten Kurs des Intervalls und der untere Strich geht bis zum tiefsten Kurs des Intervalls.

Abbildung 1: Beispiel von einem Candlestick Chart

In der Abbildung 1 ist der Eröffnungskurs unterhalb des Schlusskurs (daher rot dargestellt). Das Tageshoch war bei 286.6 und das Tagestief lag bei 283.3. Die grüne Kerze lag etwas darüber. Mit einiger Erfahrung kann man mit Kerzengrafiken schnell Kursverläufe analysieren.

Extension oder Plugin

Die standard mitgelieferte Grafiktypen hat kein Candlestick Chart typ, aber die mitgelieferten Grafiktypen können erweitert werden durch Extensions oder Plugins. Diese können entweder selbst geschrieben, oder aus einer Bibliothek von Oracle heruntergeladen werden. Diese Bibliothek kann unter diesem Link gefunden werden: https://docs.oracle.com/en/middleware/bi/analytics-desktop/bidvd/manage-custom-plug-ins.html

Abbildung 2: Standard mitgelieferte Grafiktypen.

Das Einbinden eines Plugins ist kinderleicht. Nach dem Download von der Oracle Seite öffnet man in Oracle Analytics die Console.

Abbildung 3: Einbinden unter Home > Console im Menü unter der rechten Maustaste.

Darin gibt es die Option „Extensions“. Danach gibt es einen Knopf wo die heruntergeladene zip-Datei ausgewählt und importiert werden kann.

Abbildung 4: Console Menü.

Danach war der Candlestick Plugin jetzt in der Auswahl verfügbar.

Abbildung 5: Der Candlestick Plugin ist jetzt in der Auswahl verfügbar (unten).

Aus der Datenquelle wurde dann ein neues Projekt erstellt und dann konnte der Candlestick Graf ausgewählt werden.

Dieses sind die Daten die hochgeladen wurden.

 Abbildung 6: Daten hochgeladen in DV.

In Abbildung 7 ist die neue Grafik zu sehen. Im oberen Teil sind Eröffnungskurs, Schlusskurs, der höchste- und tiefste Kurs des Intervalles zu sehen. Darunter ist das Volumen zu sehen und ganz unten ein Schiebebalken um den Zeitraum zur Mitte hin zu beschränken.

Abbildung 7: Die Daten vom Monat Dezember in der Grafik.

Leider kann diese Grafik nicht ohne weitere Programmierung mit weiteren Parameter erweitert werden, um z.B. EMA (Exponential Mean Average) oder Bollinger Bands darstellen zu können.

Mein Grafiktyp ist in Abbildung 8 dargestellt – Stockcharts.com – und das Oracle DataVisualisation ist noch ein weites Stück entfernt von dem was dort möglich ist.

Abbildung 7: Stockchart.com mit Candlestick, Moving Averages, RSI und MACD

Fazit

Oracle Data Visualisation hat viele Möglichkeiten in der grafischen Darstellung. Wenn es aber auf spezielle Grafiktypen ankommt, kann man diese vielleicht downloaden, oder selber schreiben. Für die spezifischen Grafiken im Börsenhandel ist es noch ein weiter Weg.

Ihr Philip Hulsebosch

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Erster Eindruck von Essbase 21c

Im Dezember 2020 war es dann so weit – Essbase 21c wurde auf On-Premises verfügbar. Jetzt gibt es diese nur noch auf Linux, aber das hat mir ermöglicht eine Oracle VM Virtualbox aufzubauen und diese neue Version mal zu testen. Es gibt viele Verbesserungen und auch einige neue Funktionalität. Dazu werde ich in andere Beträge ausführlicher Schreiben. Hier möchte ich erst einmal einen Rundgang machen mit dem was mir als erstes Auffällt. Hier ist ein erster Eindruck mit einigen Bildern von der Weboberfläche.

An dieser Stelle wollte ich noch wiederholen dass der „Permiere Support“ von der Essbase Version 11.1.2.4 am Ende des Jahres 2021 abläuft. Nach diesem Zeitpunkt gibt es nur noch „Extended Support“. Das Problem ist, dass die Windows Version erst später in diesem Jahr verfügbar wird, und es sehr wenig Zeit zum Upgrade gibt.

Oracle Hyperion Planning in der neuesten Version (11.2.5) verwendet jetzt 21c, aber nur noch auf Linux.

EAS Lite, Webconsole oder Cube Designer

Abbildung 1: Weboberfläche mit der Übersicht der Anwendungen.

In der Übersicht der Anwendungen kann man jetzt deutlicher sehen, welche Anwendungen gestartet sind und welche nicht. Auffallend ist, dass besser angezeigt wird welche Anwendung mit EAS erstellt wurden. Dieses ist in Abbildung 2 zu sehen mit den kleinen Buchstaben EAS an dem Anwendungsnamen. Diese Anwendungen können auch nur in EAS Lite verwaltet werden.

Abbildung 2: Anwendung mit EAS erstellt.

In jeder Zeile mit den Anwendungen oder Cubes befindet sich in der meist rechten Spalte ein Knopf mit einer Menüleiste (vier horizontale Balken). Das ist gewöhnungsbedürftig, denn ich suche noch immer wie z.B. bei MS Office auf der oberen Leiste nach meine Optionen. Auch ist der Knopf ziemlich weit rechts angeordnet, welches of weite Mausbewegungen erfordert.

Abbildung 3: Menüleiste eines Cubes (Datenbank).

Unter der Option „Inspect“ befinden sich die Eigenschaften. Gut das dieses mal an erster Stelle steht und nicht wie in EAS irgendwo unten/mittendrin.

Ich wähle die Option „Outline“ und bekomme diese angezeigt.

Abbildung 4: Outline in der Weboberfläche.

Eine schöne und praktische Lösung ist die „Show Next“ Funktion in langen Hierarchieen. Diese ermöglicht es kontrolliert durch die Struktur zu scrollen.

Abbildung 5: „Show Next“ Funktion in der Outline.

Praktische Funktionalität, wie wir sie in EAS auch hatten, gibt es auch oft in der Weboberfläche. Hier setze ich ein Dynamic Calc auf einige Selektierte Member in einem Knopfdruck.

Abbildung 6: Eigenschaften auf mehrere Zeilen mit einem Druck setzen.

Das Einspringen geschieht nur bei dem Namen (ID), sonst steht alles übersichtlich in Spalten angezeigt. Echt gewöhnungsbedüftig (diplomatisch ausgedrückt) ist das dieses eine Leseansicht ist. Erst mit dem Anklicken von dem Edit-Knopf oben rechts können Änderungen gemacht werden. Es wäre schon besser, wenn dann auch die Knöpfe in der Menüleiste deaktiviert wären.

Die Knöpfe sind deutlich und gut angeordnet. Ich konnte mich schnell zurecht finden.

Abbildung 7: Outline im Edit-Modus.

Praktisch ist auch das die Elementeigenschaften einfacher aufgerufen werden können. Die Übersicht ist dargestellt an der rechten Seite in Abbildung 8.

Abbildung 8: Elementeigenschaften.

Die Suche in der Outline geht auch besser als im alten EAS. Die Anzeige der Suchergebnisse ist neben der Outline.

Abbildung 9: Suchen Oberfläche.

Eine der schönsten Funktionalität ist, dass man selbst die Reihenfolge der Spalten auswählen kann und welche Eigenschaften in der Weboberfläche angezeigt werden sollen und welche nicht.

Abbildung 10: Auswahl und Reihenfolge der Eigenschaftensplaten.

In dem Outline Editor gibt es auch ein Menü unter der rechten Maustaste. Die Option „Focus“ ist bei grössere komplexe Strukturen praktisch, denn es zeigt nur die aktuelle Struktur.

Abbildung 11: Menü unter der rechten Maustaste

Mit dem „Inspect“ kommt man in die Eigenschaften der Dimension. Hier wird die Account Dimension gezeigt mit den bekannten Eigenschaften zur Auswahl.

 

Abbildung 12: Eigenschaften der Dimension Accounts.

In der Abbildung 13 wird der Formula Editor gezeigt. Ich konnte mit diesem gut arbeiten, denn er ist übersichtlich und man kann die beiden Spalten rechts und links einfach verbergen. Der Verify funktioniert gut und auch die Hilfe zu der ausgewählten Funkion ist praktisch. Auch die Farbcodierung ist sehr praktisch fehlte im alten EAS.

Abbildung 13: Formula Editor.

Abbildung 14: Export der Anwendung in Excel.

Dieser Export enthält die gesamte Anwendung, und damit kann sie einfach gespeichert, übertragen, geändert,…. usw. werden. Ich mag dieses sehr, das Übertragen der Outline mit dem Export Outline Utility ist jetzt echt Vergangenheit.

Abbildung 15: Die erste Registerkarte hat die Dimensionsübersicht.

Ich füge noche einige neue Accounts hinzu. In den Zellen stehen teilweise Formeln, aber auch diese werden problemlos in die Outline geladen.

Abbildung 16: Hinzufügen von weitere Accounts.

Die Datei wird abgespeichert und dann in der Weboberfläche hochgeladen.

Abbildung 17: Hochladen der angepassten Excel Datei.

Dann Importieren der Datei.

Abbildung 18: Hier wollte ich Update machen, wurde aber nicht zugelassen.

Abbildung 19: Mit einigen Anpassungen geht es dann doch.

Fazit:

Die Weboberfläche von der neuen Essbase 21c gefällt mir gut. Es wird zwar einige Zeit dauern, um genau so schnell zu arbeiten wie im EAS, aber ich glaube dieses ist sicherlich möglich.

Ihr Philip Hulsebosch

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Patch-updates in der Oracle Cloud

In der Oracle Cloud, gibt es monatlich Updates für das Oracle EPM und Essbase. Dieser Beitrag gibt Hintergrundinformationen und beschreibt welche Möglichkeiten es gibt, selbst Einfluss und Kontrolle zu behalten.

Verantwortlichkeiten

Eine Oracle Cloud Umgebung ist eine Dienstleistung von Oracle an den Kunden. Um einen optimalen Dienst aufrecht zu halten, gibt es Verantwortlichkeiten von beiden Seiten – Oracle und dem Kunden.

Teil der Verantwortlichkeit von Oracle ist die Lieferung von Software-updates für die  Umgebungen. Doch, wie bei jeder Software, kann es passieren, dass es Fehler gibt. Dieses kann, trotz der Qualitätstests von Oracle in der Software sein, oder in der spezifischen Anwendung beim Kunden. In beiden Fällen sorgt Oracle für ein zurückziehen des Software updates.

Der Kunde ist verantwortlich für das Change Management aller Objekte der Anwendung und der Migration von diesen zwischen den Umgebungen.Auch das Absichern der Backups liegt in der Verantwortlichkeit des Kunden, denn die Backup-Dateien werden immer überschrieben und müssen also vorher extern archiviert werden.

Arten der Software-Updates

Die Oracle Cloud ist eine Plattform, wo diese Dienste zentral gesteuert werden. Oracle unterscheidet die folgenden Software und Konfiguration Updates die ich mit ihrem Original-Namen aufgelistet habe:

Monthly Update        

Diese können neue Funktionalität und/oder Bugfixes enthalten. Diese werden den ersten Freitag des Monats auf die Testumgebung gespielt und am dritten Freitag auf die Produktionsumgebung.

Weekly Patch                        

Enthält in der Regel nur Fixes aus der Zurückentwicklung von Bugs die auf der Testumgebung gefunden sind. Dieser Patch wird, wenn überhaupt, an dem zweiten Freitag des Monats auf die Testumgebung aufgespielt.

One-off Patch                        

Kann Fixes aus der Zurückentwicklung von Bugs, oder Kritische Kunden Bugs oder Neue Funktionalität enthalten.Nur nach einem erfolgreichen Test wird dieser Patch auf die Produktionsebene eingespielt.

Emergency Patch

Enthält einen Notfall Fix für einen Bug. Kann nach Anforderung auf die Test- und/oder Produktionsebene eingespielt werden.

Die Monthy Updates werden per Email an die technischen Administratoren angekündigt. Hierin sind dann auch Links enthalten, wo in detail beschrieben ist, was mit dem Patch angepasst wird. Warnungen für grössere Anpassungen werden einige Monate im Vorraus gegeben.

Der Inhalt der Änderungen ist neuerdings anders gruppiert. So kann man sehen, welche Anpassungen in der Benutzeroberfäche zu erwarten sind und dieses ist sehr praktisch, wenn man die Benutzer hierauf vorbereiten will.

Kontrolle

Als Admin ist man verantwortlich für die Anwendung und was man sicherlich nicht will ist die Kontrolle zu verlieren. Auf der anderen Seite hat man nicht jeden Monat viel Zeit, um die neue Software Version auf Herz und Nieren zu prüfen.

Es ist möglich Einfluss auf das Patchen zu nehmen. Dieses sind die Möglichkeiten, und auch hier habe ich wieder die Originalbegriffe verwendet.

  • Request Upgrade delay (Verschieben zurück in die Zeit)
  • Request One-off patch (Einmaliger Patch)
  • Request Rollback (Zurück auf die Letzte-Version)
  • Request Merge back (Zurück auf eine Original-Version)
  • Request prod environment to be updated before third Friday (Früheres Aufspielen des Patches)

Diese Anfragen müssen schon begründet werden. Es kann sein, das ein Fehler gefunden wird und Oracle keine Lösung geben kann. Ein anderer Grund kann eine Kritische Phase in der Implementierung sein. Auch kann ein wichtiger (Jahres)Abschluss oder Planungslauf anstehen. Auch wenn keine Testresourcen zur Verfügung stehen, kann mal ein Grund zum Aussetzen des Updates sein.

Nachteile und Grenzen des Aussetzens

Der Testaufwand für viele Anpassungen, die in einem Mal kommen, kann sich mehr konzentrieren und zu einem Engpass führen. Sicherheits-Updates kommen nur mit den Patches, wo auch Funktionalität ausgerollt wird.

Sie können bis zu 2 aufeinander folgende Updates aussetzen mit dem EPM Automate skipUpdate Kommando.

Wenn sie mehr als 2 Monate keinen Patch wollen, muss ein Service Request an den Support gestellt werden.  

Fazit

Es ist jetzt nicht so schwer mehr, um ein Aussetzen des Updates zu ermöglichen. Dieses gibt dem Administrator mehr Kontrolle über die Umgebungen und schafft (Nacht-)Ruhe.

Ihr Philip Hulsebosch

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Essbase Fehler 1051544 beim Öffnen einer Smart View Verbindung

Nachdem ich einige Anpassungen in einer Planning Dimension vorgenommen hatte, bekam ich Nachrichten von Benutzern, die sich nicht mehr anmelden konnten. Ich teste die Verbindung und habe keine Probleme bei der Anmeldung. Doch damit war den Benutzern noch nicht geholfen.

Die Benutzer bekamen die Fehlermeldung von dem Open Cube View mit einer Essbase Fehlermeldung. Es spielte keine Rolle, ob die Planning oder die Essbase Verbindung verwendet wurde.

Cannot open cube view. Essbase Error (1051544): message on contacting or from application:

Error parsing formula for [REGION DEFINITION] (line 1): unknown member name […] in function [@IDESCENDANTS]

Abbildung 1: Fehlermeldung

Lösung

Die Änderung in der Struktur betraf auch Elemente, die einen Filter hatten. Ein solches Member hatte ich entfernt und danach die Restrukturierung gestartet. Ich hatte dabei aber nicht die Option der Sicherheitsfilter angeklickt. Hierduch war die Outline Struktur verändert, aber die Filter nicht.

Abbildung 2: Refresh Database mit der Option Security Filters

Nachdem ich den Cube Refresh mit Filtern gemacht hatte, konnten die Benutzer sich wieder anmelden.

Fazit

Die Fehlermeldungen sagen oft nicht viel aus, um das Problem direkt zu finden. Zum Glück kam das Problem kurz nach der Anpassung auf und damit konnte schnell der Verband gelegt werden.

Ihr Philip Hulsebosch.

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Benutzeroberfläche der Planning and Budgeting Cloud

Die Benutzeroberfläche ist die Kommunikation mit der Software und ist die Bedienung der Funktionalität. Daher ist diese auch sehr wichtig, um zufriedene Benutzer zu bekommen. Es reicht da nicht aus, das diese „schick“ aussieht, sondern muss im vielfältigen, ja oft tagelangem Einsatz noch immer die Lust auf das Arbeiten nicht vertreiben. In diesem Beitrag zeige ich ihnen die Benutzeroberfläche der Planning Cloud.

Der erste Eindruck

In meinem Beitrag „Neue Benutzeroberfläche in der EPM Cloud“ hatte ich schon einmal über die Oberfläche berichtet. Das erste was auffällt sind die Farben der verschiedenen Menüknöpfe. Hier finden sie:

Aufgaben – die Aufgabenliste und Steuerung durch die Prozesse, wenn diese erstellt sind.

Dashboards – wie der Name schon sagt, Darstellung der Daten in Grafischer Form.

Infolets – relativ neu und eine Erweiterung der Dashboards.

Daten – hier sind die Formulare in den Formularordnern zu finden.

Berichte – was früher in Financial Reporting erstellt wurde kann jetzt hier dargestellt werden.

Regeln – das Ausführen von Calculation Manager Rules (nicht das Erstellen).

Genehmigungen – Eingang in die optionale Weiterreichen von Planungseinheiten

Anwendung – die Administrator Werkzeuge

Extras – einige Administrator und Benutzer Einstellungen.

Infocenter – das Portal mit einige Videos zur Selbstschulung.

Abbildung 1: Die Homepage der Planning Cloud

Auf der linken Seite sehen sie einen grauen Bereich, wo die fälligen Aktivitäten aufgelistet werden, wenn sie in der Aufgabenliste mit Fälligkeitsdatum arbeiten. Man kann dort auch Umschalten auf die letzen verwendeten Knöpfe oder in die Favoriten.

Oben links sehen sie den „Hamburger“ der Navigator heisst. Hier kommt man in ein ziemlich altmodisches Menü, welches aber sehr wichtige Funktionalität enthält (Abbildung . Denn hier unter „Create and Manage“ geht es unter Rules in den Calculation Manager. Unter Dimensions geht es in den bekannten Dimensionseditor. Nun, seit es das Planning Plugin für Smart View gibt, benutze ich diese Menüoption nur zum Nachsehen und das geht auch unter Anwendung > Dimensionen.

Um die Berichte unter dem grünen Menüknopf zu erstellen gibt es hier das Reporting Web Studio. Dort öffnet sich ein Report Editor. Dieser ist gewöhnungsbedürfig, aber mit vielen Gestaltungsmöglichkeiten. Genau wie beim Calculation Manager auch, öffnet sich ein neues Fenster und wird man also nicht blockiert bei anderen Tätigkeiten.

Abbildung 2: Die Navigator Seite

Wenn eine Menü-Option selektiert wird, werden die anderen auf derselben Ebene etwas dunkler und das Sub-Menü erscheint. Am Anfang war es suchen, aber jetzt finde ich mich gut zurecht, denn es ist logisch aufgebaut.

Je nachdem welche Rollen/Rechte man hat, sieht man mehr oder weniger Menü-Flächen.

Abbildung 3: Extras Menü mit den darunter befindlichen Optionen.

Abbildung 4 zeigt eine typische Seite, wo man Anpassungen machen kann. Diese sind oft übersichtlich mit Selektionsfenster und einem Speichern-Knopf oben rechts.

Abbildung 4: Oberfläche der Benutzervoreinstellungen.

Dort wo mit Listen gearbeitet wird, gibt es viele Hilfsmittel um das zu finden, was man sucht. In der Abbildung 5 ist die Liste der Formulare wo es neben dem Suchen auch Filter-Möglichkeiten und Darstellungsformen gibt.

Abbildung 5: Oberfläche mit einer Übersichtsliste

Fazit

In der letzten Zeit habe ich viel mit der Planning Cloud gearbeitet und konnte mich schnell „anfreunden“ mit der Benutzeroberfläche. Für Oracle gibt es noch was zu tun, um die Funktionalität im Navigator auf ein besseres Level zu bringen, aber ich kann hiermit schon produktiv arbeiten.

Ihr Philip Hulsebosch

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Probleme rund um Adobe Flash Player EOL

Unsere EPM Systeme befinden sich in einer komplexen technischen Umgebung, wo verschiedene Software ineinander greift. So kommt es auch vor, dass Software Hersteller Entscheidungen treffen, die direkt Einfluss haben auf unser installiertes EPM. So auch mit dem End Of Life von Adobe Flash Player.

Als einer der Administratoren im Calculation Manager ein Template anpassen wollte, gab es folgende Situation auf dem Bildschirm und das Template ließ sich nicht öffnen.

Abbildung 1: Das Template lässt sich nicht öffnen

Nun gibt es ein großes „i“ auf mit dem man dann auf eine Adobe Informationsseite kommt. Dort wird einem dann mitgeteilt, dass der Betrieb von Flash Player eingestellt wurde. ☹

Abbildung 2: Informationsseite von Adobe www.adobe.com/nl/products/flashplayer/end-of-life.html

Da hatte ich also etwas verschlafen…

Wie jetzt weiter vorgehen?

Ein Weg ist Patches aufzuspielen und der andere Weg ist die Templates in Skripte umzuwandeln.

Oracle Patches

Für Hyperion Planning 11.1.2.4 gibt es den Patch 31365862 – 11.1.2.4.010 und für den  Hyperion Calculation Manager 11.1.2.4 gibt es den Patch patch 28557058 welches die Version auf 11.1.2.4.014 bringt.

Wenn sie viele Templates verwenden, dann ist dieses der bessere Weg. Und ein Patch-Update ist ja selten verkehrt.

Umwandeln der Templates in Skripte

Jede Anwendung kann seine eigenen Templates haben. Diese stehen auf Plantyp level wie in Abbildung 3 zu sehen ist.

Abbildung 3: Die Templates von dem Plantyp.

Wie wir in Abbildung 2 gesehen haben, lassen sich die Templates nicht mehr öffnen, und somit kann man den Code nicht direkt einsehen. Dieses ist aber möglich in einem Skript, wo dieses Template verwendet wird. Hierzu öffnet man die Calculation Manager Rule und selektiert den Reiter „Script“. Dann wird der Code sichtbar zwischen den Template Kommentaren.

Abbildung 4: Code von dem Template wird sichtbar.

Man kopiert den Code dann in ein Skript welches man dann logischerweise den selben Namen gibt.

Abbildung 5: Skript mit demselben Code als das Template.

Wenn so alle Templates in Skripte umgewandelt sind, dann schaut man nach, wo die verschiedenen Templates verwendet werden.

Abbildung 6: Anzeigen wo ein Template verwendet wird.

Diese Calculation Manager Rules kann man dann öffnen und das Template für das Skript austauschen.

Abbildung 7: Skript für Template austauschen.

Nicht vergessen diese Calculation Manager Rules auch wieder zu „deployen“ in die Planungsanwendung.

Fazit

Es kann immer wieder zu Überraschungen kommen und in diesem Fall gab es 2 Wege, um das EOL von Adobe Flash zu korrigieren.

Ihr Philip Hulsebosch

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URL zum Starten von einer Anwendung mit voreingestellten Browser Settings.

Dieses ist ein mehr generischer Beitrag um Verknüpfungen (Links) mit voreingestellten Browser Settings zu öffnen. So kann direkt in Vollbildmodus und ohne Menüleiste in das Oracle Planning eingestiegen werden.

Wie geht das genau?

Der Trick liegt in dem Anpassen der der Verknüpfung. Hier verbinden wir eine Visual Basic Skriptdatei welches die gewünschten Parameter an den Browser überreicht. In der Abbildung 1 wird diese vbs Datei in dem Link aufgerufen.

Abbildung 1: Verknüpfungsdetails.

Das Visual Basic Script kann natürlich auf ihre Wünsche angepasst werden. Hierunten ist nur ein Beispiel dargestellt, welches ihnen Anregungen und eine Hilfe geben kann.

Inhalt dieses vbs Visual Basic Script

‚ launch_planning.vbs, 26.08.2019

‚ Skript zum Starten von der Planning Seite im Vollbild Modus und ohne Controls o.ä.

Dim objExplorer, url

url = „https://server/workspace/index.jsp

Set objExplorer = WScript.CreateObject(„InternetExplorer.Application“)

‚ Den Internet Explorer kurz anhalten…

Do While (objExplorer.Busy)

    Wscript.Sleep 200

Loop

‚ Internet Explorer Optionen festlegen

objExplorer.Fullscreen = False

objExplorer.TheaterMode = False

objExplorer.AddressBar = False

objExplorer.MenuBar = False

objExplorer.StatusBar = False

objExplorer.ToolBar = False

objExplorer.Resizable = True

objExplorer.Silent = False

objExplorer.Visible = True

‚ Fenstergröße festlegen 960×1024 pixels

objExplorer.Width = 960

objExplorer.Height = 1024

‚Die URL aufrufen

objExplorer.Navigate url

    Wscript.Sleep 150

‚Das Fenster wird nun maximiert

Set oShell = CreateObject(„WScript.Shell“)

‚Send ALT + SPACE + X

oShell.SendKeys „% „

    Wscript.Sleep 150

oShell.SendKeys „X“

    Wscript.Sleep 150

Set objExplorer = nothing

WScript.Quit

Dieses einfache Skript kann sehr zur Benutzerfreundlichkeit von Anwendungen beitragen.

Ihr Philip Hulsebosch.

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Löschen einer Planungsanwendung

So ab und zu muss auch mal eine Planunganwendung entfernt werden. Es ist schon wichtig, um hier richtig vorzugehen, denn sonst besteht die Gefahr das Reste einer Anwendung bleiben und für Probleme sorgen. Wie eine Planungsanwendung gelöscht wird, beschreibe ich in diesem Beitrag.

Bevor sie loslegen

Es ist immer Ratsam, um einen guten Backup zu haben. Auch vor dem Löschen einer Anwendung, denn auch hier kann es notwendig sein, um bestimmte Teile wieder herzustellen, um sie dann richtig (in der richtigen Reihenfolge) wieder zu entfernen.

Eine Planungsanwendung steht nie allein auf weiter Flur. Innerhalb vom EPM gibt es immer eine Essbase Anwendung, in den meisten Fällen Calculation Manager Rules, Financial Reporting Berichte, Data Management Objekte, ODI Integrationen, MaxL Skripte und vieles mehr.

Das Löschen

Mein Vorgehen ist meistens “von aussen nach innen” denn so sind meistens auch die Abhängigkeiten. Ich beginne mit Software ausserhalb des EPM wie ODI. Hier entferne ich die Objekte, die einen Bezug auf die zu löschende Anwendung haben. Danach nehme ich mir die EPM Teile vor: Calculation Manager Rules, Financial Reporting Berichte und Data Management Objekte. Diese Objekte lösche ich im Allgemeinen manuell.

Der Hauptteil ist das Entfernen der Planning Anwendung, die ich hierunten näher beschreibe. Diese entfernt mir dann auch direkt die Essbase Anwendung und alles was darin liegt wie Substitution Variablen, Essbase Rules, Calc Skripte und die Daten.

Auch wird das Repository leer gemacht. Das bedeutet, alle Tabellen die mit HSP beginnen werden entfernt. Die Datenbank selbst bleibt bestehen. Die Registrierung bei Shared Services wird entfernt und alle Benutzerrechte sind auch weg.

Es ist natürlich sollten sie sich die Zeit nehmen und kontrollieren, ob alles richtig entfernt wurde.

Planning Anwendung

Um eine Planning Anwendung zu entfernen müssen sie Rechte auf die Planungsadministration haben.  

Abbildung 1. Planning Administration

Wenn sie dieses nicht haben, sollten sie sich die folgenden Rechte geben lassen:

Abbildung 2. Rollen von Shared Services.

Unter Shared Services die Rollen Administrator, Calculation Manager Administrator, EPMA Administrator und Financial Management Manager.

TIPP: Sie sollten Eigentümer der Anwendung sein. Es kann eine Herausforderung sein, um zu erfahren welche UserID der Eigentümer einer Anwendung ist. Es empfiehlt sich daher alle Anwendungen mit einem speziellen Admin Account zu erstellen.

Abbildung 3. Ich bin also nicht der Eigentümer.

Der Eigentümer sieht in den Application Settings einen weiteren Eintrag wie in Abbildung 4 zu sehen ist. Application Maintenance Mode – selektierbar.

Abbildung 4: Dieser Benutzer ist Eigentümer.

Abbildung 5: Die Anwendung auswählen und den roten Knopf drücken. 

Abbildung 6: die letzte Chance, um sich zu bedenken. 

Hiermit ist die Planungsanwendung dann weg. Die relationale Datenbank ist auch entfernt worden und alles ist sauber entfernt worden.

Fazit

Das entfernen einer Planungsanwendung (on premise) ist schnell gemacht, jedoch sollte man einige Versorgemaßnahmen treffen wie ein Backup und die richtigen Rechte.

Ihr Philip Hulsebosch

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PBCS wird EPM Standard Cloud

Vielleicht haben sie es ja schon gehört – Oracle hat sein Vertriebsmodell auf den Kopf gestellt. Dabei hat die Marketing Abteilung auch viel zu tun gehabt, denn viele Namen haben sich geändert und wir werden uns wieder an vieles gewöhnen müssen. In diesem Beitrag werde ich diese Veränderung aus der Perspektive von Planning-Interessierten heraus beschreiben.

Kurz und bündig ändert sich die Namensgebung von

Planning and Budgeting Cloud Service >>> EPM Standard Cloud

Enterprise Planning and Budgeting Cloud Service >>> EPM Enterprise Cloud

Was fehlt auf der rechten Seite? Ja, die Wörter Planning, Budgeting und Service! Dafür bekommt man EPM zurück.

Bestehende Verträge

Schon in Mai, während einer Partner-Schulung, gab das Produktmanagement bekannt, dass das Cloud Angebot umgestellt werden würde. Diese Umstellung gilt nur für neue Verträge. Das Produktmanagement versicherte uns das bestehende Verträge auch über die darin vereinbarte Laufzeit hinweg, Bestandschutz haben. Aber das Produktmanagement hat ja fast das Safe Harbour auf der Stirn tätowiert.

Ich glaube, Oracle wird viel daran tun, um bestehende Kunden rasch auf die neue Lizenzstruktur zu bekommen, denn unter der Motorhaube (in dem Cloudnebel) gibt es ja jetzt zwei Betriebstypen. Das gilt nicht nur für den Planning-Teil sondern auch für die Cloud Infrastruktur!

Doch was ist das Neue und wird das besser?

Neues Angebot

In der Abbildung 2, welche von der Oracle Webseite (https://docs.oracle.com/en/cloud/saas/enterprise-performance-management-common/cgsad/1_about_epm_cloud_new_sku_changes.html) kommt, sieht man in einem Blick, dass man direkt die gesamte EPM Plattform mietet, und nicht mehr “nur Planning”. Es gibt wohl einige Konkurrenten, die mit Komplettlösungen stark im Markt stehen.

Das Nächste, was auffällt ist, das in der Standard Version die ganzen Module enthalten sind, und in der Enterprise Version das Custom Planning. Ich glaube, dass ist meine größte Enttäuschung. Europäische Kunden setzen diese Module nicht so oft ein und bestehende Kunden würden schneller ihre eigene Anwendung mit in die Cloud nehmen, als diese in ein oder mehrere Module umzubauen.

Abbildung 2: Übersicht der neuen Produktstruktur.

Der Groovy Support ist auch nur in der Enterprise Version vorhanden, und auch das tut weh. Denn dieses ermöglicht Vieles und Gutes, was nicht als Standard geliefert wird.

Was sie hier auch nicht lesen ist, die Anzahl der Anwendungen. In Standard ist das ein (1) Business Prozess pro Lizenz. Also eine Anwendung Planning, eine in Konsolidierung, eine in Account Reconciliation und eine Narrative Reporting Anwendung.

Die Anzahl der Anwendungen wird vor allem interessant, wenn es auf die Hybrid BSO Cubes und ASO Reporting Cubes ankommt. Ich hatte vernommen, dass man hier eine unbeschränkte Anzahl erstellen könnte. Dies wäre für alle gut, die jährlich einige Cubes als Kopie wegspeichern und als Referenz “einfrieren”.

Free Form Planning

Auf der Schulung wurde ich ganz begeistert von der Aussicht auf “Free Form Planning”. Dieses ist eine Essbase Anwendung mit Formulare. Ja, so einfach kann man einen Berater begeistern.

Sobald ich die Möglichkeit habe, werde ich dieses mal ausprobieren und dann bestimmt einen Blogbeitrag darüber schreiben. Es wird wohl nicht so gut wie Dodeca werden, denn Applied Olap ist diesem einige Jahre voraus.

EPM gibt es dazu

In der Enterprise Lizenz gibt es auch alles was das EPM zu bieten hat. Hier fällt das “Enterprise Data Management” auf, welches zwar auf 5.000 hosted Records beschränkt ist, aber doch eine gute Basis für ein professionelles Datamanagement bietet.

Ich bin sehr gespannt, wie die Kunden in dem Ausrollen der Funktionalität vorgehen werden. Bei den Anbietern von Gesamtpaket Lösungen sieht man oft, dass die erste Funktionalität schnell geht, aber dann der nächste Business Prozess nimmt dann mehr Zeit in Anspruch.

Einen ersten Eindruck von der Standard EPM Cloud.

Abbildung 3: Startseite von der Standard EPM Cloud

Und einen ersten Eindruck von der Enterprise EPM Cloud.

Abbildung 4: Startseite von der Enterprise EPM Cloud

Fazit

Es hat sich einiges getan in der Lizenzstruktur und dabei gewinnt die Enterprise Version sehr stark an Vorteilen. Eine kleine Planning Instanz für den Mittelstand ist aber schwieriger geworden, denn nicht immer können die Module eingesetzt werden.

Ihr Philip Hulsebosch

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Daten Export mit MDX

Generell, werden in Essbase Anwendungen viele Daten importiert. Weil Essbase diese Daten weiterverarbeitet, besteht oft auch die Anforderung, diese Daten auch in andere Systeme zu übertragen. Hierzu gibt es verschiedene Wege und in diesem Beitrag möchte ich den Export mit MDX zeigen.

MDX steht für MultiDimensional eXpressions

MDX ist eine herstellerunabhängige Sprache für Abfragen (Query Language) auf OLAP Systeme. Seit der Version 7 kann dieses MDX auch für Essbase verwendet werden. Mit der Einführung von Aggregate Storage (ASO) brauchte man eine Sprache, um Formeln während der Datenabfrage zu berechnen. Dieses wurde dann MDX.

Neben der Funktion um Berechnungen zu machen, kann diese auch für Daten Extrakte gut eingesetzt werden. Eine Erweiterung war dann die Entwicklung von „XML for Analysis“ womit MDX generierte Daten in SOAP Berichte an andere Systeme geschickt werden können.

MDX ist in seiner Struktur vergleichbar mit SQL, denn es hat auch ein SELECT, FROM, WHERE. Es hat aber zusätzlich viele weitere Funktionen die auf Dimensionen von OLAP Systeme Bezug haben, wie z.B. .PrevMember, .Parent und .FirstChild. Zudem gibt es auch die Konzepte von Tuple und Set.

Exportfunktion

Das MDX hat immer schon eine gute Performance gehabt und wird breit eingesetzt. Zum Exportieren von Daten in Dateien gab es eine große Verbesserung in der Version 11.1.2.4 die allerlei Zwischenschritte nicht mehr erforderlich machte, wenn das MDX mit MaxL ausgeführt wird.

Jetzt wurde es möglich um den Output zu formatieren – etwas was essentiell ist in automatisierte Systeme. In MaxL gibt es verschiedene SET Kommando’s die den Extrakt so aufbereiten, das andere Systeme diesen weiter verarbeiten können. Dieses waren die wichtigsten

set column_separator                   definiert das Trennzeichen, z.B. „|“

set column_header                        definiert die Spaltenüberschrift

set echo_mode                               schaltet den Export in eine Datei ein oder aus.

In dem nachfolgenden Beispiel sieht man wie diese eingesetzt werden können. Es ist ein MaxL Skript mit darin eine MDX-Abfrage in rot:

login ‚Benutzername‘ ‚Password‘ on ‚Servername‘;

set message level all;

set column_separator „|“;

set column_header on;

set echo_mode off;

alter session set dml_output alias off;

alter session set dml_output cell_status on;

alter session set dml_output numerical_display fixed_decimal;

alter session set dml_output precision 2;

spool on to ‚C:\Export\Ergebnis.txt‘;

select {[May],[Jun]} on AXIS(0),

{[100],[200]} on AXIS(1)

from [Sample].[Basic];

spool off;

logout;

exit;

Das Ergebnis ist eine Datei mit dem Namen Ergebnis.txt und dem Inhalt:

Product|May|Jun
100|2571.00|2859.00
200|2302.00|2445.00

In Detail

Die Befehle können unterschieden werden in SET und ALTER.

set message level             definiert welche Botschaften in die Logdatei geschrieben werden sollen.

set column_separator    definiert das Trennzeichen, z.B. „|“

set column_header         TRUE gibt den Dimensionsnamen als Spaltenüberschrift, FALSE nicht.

set echo_mode                schaltet den Export in eine Datei ein oder aus.

alter session set dml_output…   

Beschreibt die Formattierung der Daten in dem Export. Hierin aufgenommen sind die Anzahl der Dezimalstellen, ob ein Alias angezeigt werden soll und was mit fehlende Werte geschehen soll.

In rot ist dann das MDX mit der Selektion der Daten eingefügt. Dieser Teil kann als variable genommen werden, und damit gibt es das MaxL als Vorlage welches dann mit Variablen für MDX und Export Datei verbunden werden kann.

Fazit

MDX kann sehr gut im Zusammenspiel mit MaxL zum Daten Export verwendet werden. Einige Konfigurationsoptionen die ab der Version 11.1.2.4 zur Verfügung stehen, verbessern in einem Sprung die Formatierung, sodass das Ergebnis in der Datei direkt zum Import in andere Systeme verwendet werden kann.

Ihr Philip Hulsebosch

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Direkte Seitenlinks für Formulare

Eine Kundenanforderung war, Formulare einer Planungsanwendung direkt in einem Browser aufzurufen. Diese Funktionalität gibt es in der Planning Cloud und dieser Beitrag zeigt, wie das geht.

Es kann sehr praktisch sein, für bestimmte Dateneingaben eine direkte URL zu haben, anstatt sich zuerst in Planung anzumelden und dann in einer Formularstruktur das jeweilige Formular zu suchen und zu öffnen. Wenn ein Benutzer entsprechende Zugriffsberechtigungen hat, kann dieser über die URL direkt auf das Formular zugreifen, um es anzuzeigen und zu aktualisieren. Das Gute daran ist, dass hier auch direkt der POV mitgegeben werden kann. Somit können auch URL’s für verschiedene Benutzergruppen erstellt werden.

In der Anwendung habe ich ein Formular erstellt, welches den Namen SchnellUpdateForm trägt. Hier gibt es ein Element in den Seiten welches ausgewählt werden kann. Sie sehen, ich bin in der Planning and Budgeting Cloud angemeldet und meine Anwendung heißt Property.

Formular welches ich mit einer URL ausserhalb der Cloud öffnen möchte.

Abbildung 1: Formular welches ich mit einer URL ausserhalb der Cloud öffnen möchte.

URL-Parameter

Anhand von meinem Link können sie die verschiedenen URL-Parameter erkennen. Der Link ist:

https://planning-test-xxxxxx.pbcs.em2.oraclecloud.com/HyperionPlanning/faces/LogOn?Direct=True&ObjectType=FORM&ObjectName=SchnellUpdateForm&POV=A_212

Cloud URL: https://planning-test-xxxxxx.pbcs.em2.oraclecloud.com/faces/LogOn?

Direct=True

ObjectType=FORM oder DASHBOARD

ObjectName= SchnellUpdateForm

POV=A_212

Ein POV mit mehreren Elementen kann mit einer durch Komma getrennten Liste erstellt werden. Wenn ein Elementname im POV ein Komma enthält, setzen Sie es in URL-codierte doppelte Anführungszeichen (%22) und wenn es leerzeichen enthält, dann ist die URL-Codierung ein %20. Aber bestimmt haben sie die Best-Practices eingehalten und keine Sonderzeichen in Formularnamen und Element ID’s. 😉

Wenn ich diesen dann in meinen Browser eingebe, dann erscheint eine Anmeldemaske.

Login Fenster Planning Cloud
Formular welches direkt geoffnet wurde.

Fazit

In der Cloud ist es noch einfacher um von aussen auf Formulare zu zugreifen.

Ihr Philip Hulsebosch.

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Cloud Infrastruktur Modelle

In diesem Beitrag habe ich die Essbase Architektur in der Cloud beschrieben und in verschiedene andere Beiträge schrieb ich zu der EPM Cloud. Hier möchte ich eine Übersicht geben, wie die verschiedenen Cloud Dienste strukturiert sind. Was ist Teil des Dienstes und wird von dem Anbieter betreut, und was fällt unter eigene Aufgaben. Diese Übersicht ist mehr oder weniger allgemeingültig und bezieht sich auch auf andere Anbieter von Cloud Diensten.

Die Abbildung 1 zeigt die verschiedenen Modelle wie ihre Software betrieben werden kann. Die linke Spalte ist – ganz klassisch – die Installation und Betrieb auf eigene Rechner. Dieses bedeutet, dass der Betrieb von Netzwerk, Festplatten, Server Hardware und aller Software in eigener Verantwortung liegt. Es muss natürlich nicht alles selbst betreut werden, denn es gab und gibt auch hier ein „Out-Sourcing“ an externe Dienstleister. Der Unterschied ist aber, sie können bestimmen was und wie dieses geschehen soll. Sie haben es in eigener Hand.

Modelle der Infrastruktur Verantwortung.

Abbildung 1: Modelle der Infrastruktur Verantwortung.

In dem Modell „Infrastruktur as a Service“ (IAAS) mieten sie die Hardware und die dazu benötigten Treiber. Es ist wie als ob sie einen Rechner kaufen, wo noch keine Software installiert worden ist. Die Festplatte ist vorhanden, ein Stromkabel und Netzteil sind da, und auch eine Netzwerkkarte ist vorhanden.

Sie können jetzt selber entscheiden, welches Betriebssystem sie installieren wollen. Ferner auch, welche Anwendungen sie benutzen wollen.

Zusammen mit dem Anbieter wird werden Dienste vereinbart z.B. wenn schnell eine kaputte Festplatte oder Netzwerkkarte ersetzt wird. Auch kann vereinbart werden in welchem Rechenzentrum die Hardware steht und wie oft diese parallel betrieben werden soll.

PAAS

In dem Modell „Plattform as a Service“ (PAAS) mieten sie die Hardware und (einen Teil der) Software. Dieses ist auch das Modell von der Essbase Cloud. In diesem wird ein Linux Operating System und darauf das Essbase installiert.

Sie können dann Essbase Datenbanken/Anwendungen erstellen und diese nach Belieben verwenden. Oracle sorgt dafür dass die Hardware läuft und dass die Patches für das Operating System und Essbase eingespielt werden.

Dieses hat natürlich seinen Preis für diese Dienstleistungen.

SAAS

In der Abbildung ganz rechts sehen sie das Modell „Software as a Service“ (SAAS). Sie mieten die Hardware und die Software. Dieses ist das Modell von der Enterprise Performance Management (EPM) Cloud. Sie mieten eine komplette Umgebung, brauchen nur eine URL, Benutzernamen und Passwort und es kann losgehen.

Oracle, als Dienstleister, sorgt für den Betrieb der Hardware, macht die Patches und auch Dinge wie den Backup. Sie brauchen sich nur um die Anwendung zu kümmern. Sie wählen aus, welche Teile der Suite sie einsetzen wollen, und richten diese für ihren Bedarf ein.

SAAS Angebot in der EPM Enterprise Cloud

Abbildung 2: SAAS Angebot in der EPM Enterprise Cloud

Sie haben einen Vertrag mit dem Cloud Dienstleister, in diesem Fall Oracle, in dem die Leistungen und auch die technischen Spezifikationen beschrieben sind. Diese sind natürlich wichtig, denn jede Anwendung hat so seine spezifischen Anforderungen.

Fazit

In diesem Beitrag beschreibe ich die verschiedenen Infrastruktur Modelle in der Cloud und wer welche Verantwortung und Aufgaben hat. Es ist damit die Grundlage für fundamentale Entscheidungen auf technischer und finanzieller Ebene. Wenn sie wollen, können wir Sie dabei beraten.

Ihr Philip Hulsebosch

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Struktur in Calc Skript Code

Generell gilt: Gut geschriebener Computer Code ergibt das richtige Ergebnis, ist schnell in der Ausführung und ist für eine „mit der Materie bekannten“ Person verständlich geschrieben. Dieses gilt natürlich auch für Essbase Calc Scripts. In diesem Beitrag möchte ich mich auf die Struktur von Essbase Calc Scripts fokussieren und einige Tipps geben. Also nicht, wann ein FIX oder ein IF besser wäre, sondern die Gestaltung besprechen.

Wie oben schon beschrieben, ist die Reihenfolge der Eigenschaften eines Scripts ist wie folgt:

  1. Korrekt
  2. Schnell
  3. Verständlich

Kosten

Aber warum ist das so? Nun, kurz gesagt: Effizienz. Ein Calc Skript hat verschiedene Kostenaspekte: So gibt es Entwickelkosten um ein Skript zu entwerfen, schreiben und testen. Aber auch jedes mal wenn das Skript ausgeführt wird, gibt es Kosten in der Wartezeit und Rechenleistung. Ferner gibt es natürlich auch noch Unterhaltskosten.

Wenn eine Berechnung falsch ist, dann ist diese wertlos, das versteht jeder. Es muss also in erster Linie korrekt sein.

Wenn eine Berechnung sehr lange dauert, dann sprechen wir Entwickler oft von „teuer“. Warten und Rechenleistung kosten Geld. Es könnten Investitionen in kräftigere Hardware gemacht werden und jede Minute die Mitarbeiter warten, kostet Geld. Es muss also auch schnell sein.

Die Eigenschaft „verständlich“ hat Einfluss auf die Entwickel- und Unterhaltskosten. Auf dieser Welt gibt es viele Skripte, die niemand mehr versteht und darum nicht angefasst werden. Ein grosses Risiko und damit Problem. Mit besserer Struktur und Dokumentation wäre dieses nicht so schnell zu einem Problem geworden.

Design, Lesbarkeit und Stil

In Essbase und Planning stehen die Berechnungen nicht allein im Raum, denn sie haben immer bezug auf die Struktur der Dimensionen (Outline), wie und wo die Daten im Cube abgelegt sind (BSO, ASO, Hybrid) und auf ein gutes Verständnis des Problems, welches berechnet werden sollte.

So ist auch ein Buch dem Leser nur verständlich, wenn dieses strukturiert geschrieben und den Leser in das Thema mitnimmt und nicht wenn die Kapitel durcheinander geworfen sind. So ist es auch mit Computer Code.

Wenn die Skripte in einem einheitlichen Stil geschrieben sind, z.B. wie Variablen verwendet werden oder wie Funktionen dargestellt sind, wird sich immer schneller zurecht finden. Wieviel Zeit wird nicht verschwendet, um sich in dem Code zurecht zu finden?

Einen guten Editor

Es fängt oft an mit einem guten Editor, denn dieser hilft Übersicht und Struktur zu bewaren. Manchmal sind es auch persönlicher Geschmack und Arbeitsweise, aber vorallem Funktionalität zeichnet einen guten Editor aus. Ich möchte nicht tief einsteigen in was ein Editor haben muss – das alleine wäre schon ein langer Beitrag. Aber der Editor sollte mindstens eine Farbcodierung für Objekttypen haben und Einrücken unterstützen.

Es gibt auch andere Designaspekte die den Unterschied machen. Erstellt man die Anwendung mit Business Rules oder Calc Skripte? Meistens werden Calc Skripte mit MaxL eingesetzt um automatisierte Prozesse zu steuern und Business Rules, wo die Benutzer selbst die Berechnungen in der Anwendung starten.

Konkrete Tipps

Eine Organisation sollte seine Gestaltungsrichtlinien (Style Guide) oder zumindest einen Leitfaden haben. Dieses gilt natürlich für die Namenskonvention von Dateien, sollte sich aber auch auf den Stil innerhalb von Skripte beziehen. Diese sollten konsistent, deutlich, praktikabel und wiederverwendbar sein.

Einfache Beispiele:

  • Verwenden von Member Namen und nicht Alias im Code. De Alias kann in dem Kommentar verwendet werden.
  • Member Namen in Anführungszeichen.
  • Namen von Funktionen und Calc Commands immer in Grossbuchstaben.
  • Einrücken von Befehle.
  • Extra leere Zeilen einfügen.
  • Nicht breiter als 80 Zeichen.

Namenskonvention für Variabelen

Substitutionsvariablen können auf die Datenbank, Anwendung oder Serverweit gestellt werden. Je nach Anforderung können diese verwendet werden. Wenn diese auf verschiedene Ebenen eingesetzt werden, sollten diese im Namen gekennzeichnet werden.

Runtime Prompts und Runtime Substitution Variablen sollten auch logische Namen bekommen, um die Lesbarkeit zu verbessern.

Beispiele einer Namenskonvention für Skriptnamen

Abbildung 1: Beispiele einer Namenskonvention für Skriptnamen

Housekeeping

Der obere Block in Calc Skripte wird of Housekeeping genannt. Hier sollte der Skriptname und in einem Satz stehen was in dem Skript berechnet wird.

Dann gibt es einen Teil wo die Anpassungen beschrieben sind. Datum, Name und eine Beschreibung was die Änderung war. Dieses ist sehr praktisch, wenn es Fragen oder Fehler gibt.

Beispiel von einem Housekeeping.

Abbildung 2: Beispiel von einem Housekeeping.

Der lezte Teil sind die Settings. Hier gibt es 2 Strategien: entweder immer setzen, denn dann weiss man welche Setting wie steht, oder nie setzen, aber dann strikte dezentral in der Essbase.cfg steuern und die Settings dort für die jeweilige Applikation/Datenbank einstellen.

Der Vorteil von dezentral einstellen ist, dass diese Settings dann entsprechend schnell auch wieder angepasst werden können. Der Nachteil, einige Settings gelten für alle Skripte, grosse oder kleine, wichtige oder weniger wichtige.

Wenn Business Rules verwendet werden, können auch Scripts verwendet werden wie in diesem Beitrag auch beschrieben. https://www.hyperionimklartext.de/business-rules-in-planning-und-essbase/ Hierin können die Settings an einer Stelle verwaltet werden.

FIX und IF

Bei den beiden Calc Kommando’s FIX und IF gibt es noch weitere Tipps. Beim FIX ist es ratsam, immer alle Dimensionen in einer festen Reihenfolge zu benennen. Auch wenn alle Elemente einer Dimension berechnet werden sollen, dann sollte dieses auch im FIX benannt werden mit z.B. einem @IDESCENDANTS.

Beim FIX gibt es die beiden Denkrichtungen – einen FIX pro Dimension oder alle notwendigen Dimensionen in einem FIX. Hier unten ist ein Beispiel dieser beiden Methoden dargestellt.

FIX(@RELATIVE(„Operating Expenses“,0))

   FIX(&CurrYear)

     FIX(&CurrMonth)

       FIX(„Actuals“)

       „P4511″= „Budget“-> „P4511″*0.15;

       ENDFIX /* Scenario */

     ENDFIX /* Period */

   ENDFIX /* Year */

ENDFIX /* Account */

Oder ein FIX statement mit allen Dimensionen.

FIX(

@RELATIVE(„Operating Expenses“,0)

&CurrYear

&CurrMonth

„Actuals“

)

„P4511″= „Budget“-> „P4511″*0.15;

ENDFIX /* All */

Bei verschiedene IF-Filter, sollte wo möglich, auch eine gleiche Reihenfolge eingehalten werden. Dieses fördert die Lesbarkeit in einem hohen Masse.

Kommentarfunktion

Als letztes kommt fast das wichtigste: die Kommentare. Es muss sicherlich nicht ein kunstvoll geschriebener Text zu sein, sondern eine kurze Darstellung in Pseudo Code über das was berechnet reicht oft schon aus. Wenn besondere Berechnungen oder Rechenweisen verwendet werden, dann sollte dieses näher beschrieben werden, denn nicht jeder hat viel Erfahrung mit Calc Scripte oder die Zeit sich in die letzte Feinheit einzuarbeiten.

Fazit

Die Binsenweisheit „Never touch a running system“ verhindert oft die Erneuerung einer Applikation. Dieses kommt oft, weil die Anwendung und die Business Logik nicht (mehr) verstanden wird. Um nicht auch in dieser Situation zu enden sollte gehandelt werden: eine Organisation sollte Gestaltungsrichtlinien (Style Guide) haben und die Entwickler sollten professionell diese Richtlinien anwenden.

Ihr Philip Hulsebosch

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ASO Plantyp mit Smart View Essbase Verbindung verwenden

Obwohl die Smart View Essbase-Verbindung und Planning-Verbindung vieles gemeinsam haben, gibt es auch Unterschiede. Einer dieser Unterschiede ist, dass in der Planning-Verbindung keine Attribut Dimensionen verwendet werden können. Nun ist das nicht weiter ein Problem, denn es gibt ja die Essbase-Verbindung…. doch leider nicht für den ASO Plantyp (On-Premise).

Planning Cloud hat eine Option für Attribute Dimensions.

Abbildung 1: Planning Cloud hat eine Option für Attribute Dimensions.

Aber meine On-Premise Version kann keine Attribute Dimensionen verarbeiten.

Abbildung 2: Aber meine On-Premise Version kann keine Attribute Dimensionen verarbeiten.

Der Kontext

Weil die Planning Anwendung starkes Wachstum in dem gewünschten Datenvolumen zeigte, wollte ich die Alt-Daten in einen ASO Plantyp unterbringen. Ich verschiebe dann in diese die Alt-Jahre und Versionen und Szenarien, die nicht mehr so oft abgerufen werden. Dieses würde dann den BSO Planwürfel entlasten und wieder “fit” machen.

Die Planungsanwendung wurde also um einen ASO Plantyp erweitert und alles eingerichtet. Es mussten einige Anpassungen an den Dimensionen vorgenommen werden, um die ASO Spezifikationen zu erfüllen. Auch die Attribut Dimensionen wurden automatisch in dem Plantyp übernommen.

Nachdem ich die Anwendung dann zum ersten Test an einige Planer freigegeben hatte, bemerkten wir, dass wir keine Attribute in der Planning Verbindung verwenden konnten.

Als ich dann der Benutzergruppe den ASO cube im Shared Services zuweisen wollte, konnte ich diesen nicht finden. Der Grund: die ASO Anwendung war Teil von Planning und nicht Essbase. Wenn ich als Admin in Smart View angemeldet bin, sehe ich diese Anwendung und den Cube, ein Planer jedoch nicht.

Es gab keine Diskussion zu den folgenden Punkten:

  • Alle Planer bekommen die Rolle Essbase Admin.
  • Keiner der Planer verwendet Attribute Dimensions

Es musste also eine andere Lösung her.

Ein Patch mit zusätzlicher Funktionalität

Die Rettung war, das wir immer unsere Patches eingespielt hatten. In dem Release 11.1.2.4.007 Patch Set Update (PSU) URL: https://blogs.oracle.com/proactivesupportepm/psu_planning_11124008 gibt es eine neue Planning application property:

ENABLE_ASO_APP_FOR_PROVISIONING_IN_SHARED_SERVICES

…wenn noch jemand einen “seed” für seinen Bitcoin wallet sucht… hier sind schon einmal 8 von 12 Wörtern 😉

In der oben gelinkten readme stehen die folgenden Schritte:

  1. Einen Backup machen, wenn es schon eine ASO Anwendung gibt und noch kein Backup. Praktisch ist es, um die Daten zu exportieren und auch die Anwendungseinstellungen als Bildschirmabdruck zu speichern.
  2. Die Planning Anwendungseigenschaft ENABLE_ASO_APP_FOR_PROVISIONING_IN_SHARED_SERVICES Eintragen.
Die Properties von Planning.

Abbildung 3: Die Properties von Planning.

Der Eintrag wird auf true gesetzt.

Abbildung 4: Der Eintrag wird auf true gesetzt.

  • In EAS die Planning ASO Anwendung entfernen. Hierdurch wird die Registrierung in Shared Services auch entfernt.
Anwendung löschen kommt nicht oft vor.

Abbildung 5: Anwendung löschen kommt nicht oft vor.

  • Den Planning-Dienst wieder neu starten.
  • Die Planning Anwendung wieder neu aktualisieren. Hierdurch wird die ASO Anwendung wieder neu erstellt und als Essbase Anwendung in Shared Services registriert. Diese steht dann wahrscheinlich unter dem Namen EssbaseCluster-1.

Hier kam es dann zu einer Fehlerbotschaft. Der Grund ist, dass die Substitution Variablen auch entfernt wurden, und diese Formel eine verwendet.

Aktualisieren ergibt einen Fehler.

Abbildung 6: Aktualisieren ergibt einen Fehler.

  • Danach alle Objekte aus der ASO Anwendung zurück kopieren, ausser die Outline! Substitution Variablen setzen und den Wert kopieren.
alter application 'N-LIFE_R' add variable 'CurrMonth';
alter application 'N-LIFE_R' add variable 'CurrYear';
alter application 'N-LIFE_R' set variable CurrMonth Apr;
alter application 'N-LIFE_R' set variable CurrYear FY20;
  • Danach die Daten laden.
  • Benutzerrechte setzen. Hierzu schreibe ich etwas mehr im nächsten Absatz.

Benutzerrechte

Weil wir die ASO Planning Anwendung aus der Planning Anwendung teilweise herausgenommen haben, müssen wir die Benutzerrechte separat setzen. Die Tatsache, dass die Planer ja keinen Zugriff hatten, war die Grundlage der ganzen Operation.

Die Planning Benutzergruppen können jetzt der Planning ASO Cube unterhalbx des Essbase Servers berechtigt werden mit Rollen.

Setzen der Rechte für die Gruppe.

Abbildung 7: Setzen der Rechte für die Gruppe.

Mit dieser Berechtigung konnte ich dann schon eine Essbase-Verbindung in Smart View mit der ASO Anwendung ersstellen.

Die Planning-Verbindung.

Abbildung 8: Die Planning-Verbindung.

Und hier auch die Essbase Verbindung auf die ASO Anwendung.

Abbildung 9: Und hier auch die Essbase Verbindung auf die ASO Anwendung.

Die Berechtigungen werden nicht in de Anwendung übertragen. Diese müssen also regelmässig in einer Automatisierung übertragen werden. Hierzu können die folgenden MaxL Befehle helfen.

Mit diesem Befehl bekommt man eine Liste der Filter aus der Planungsanwendung.

display filter on database 'TNONLIFE'.'NONLIFE';

Mit diesem kann das Ergebnis in einen neuen Filter kopiert werden.

create or replace filter 'N-LIFE_R'.'ASO1' .'fNONL_Test' as 'TNONLIFE'.'NONLIFE' .'fNONL_Test';

Fazit

Weil der Kunde auf dem letzten Patchlevel von Planning war, konnte ich eine Funktionalität verwenden, um Planer mit einer Essbase Verbindung auf den ASO Plantyp zu berechtigen. Ohne dieses, wäre ein solches Anwendungsdesign nicht möglich gewesen.

Ihr Philip Hulsebosch 

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